Explorer Konferenz #3

Zukunftskongress


Aufbruch oder Untergang? Wie wirken sich neue digitale Tools auf die Filmbranche aus? Wie verändert sich die Filmproduktion und die Auswertung von Geschichten in Zeiten des radikalen Wandels? Im Rahmen von FILMFEST HAMBURG lädt die Explorer Konferenz #3 am 7. Oktober 2022 dazu ein, diesen relevanten Fragen gemeinsam mit internationalen Gästen nachzugehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Einen kleinen Vorgeschmack bieten vorab drei Explorer Impuls-Veranstaltungen ab Juli.

 

Das Programm der halbtägigen Explorer Konferenz richtet sich an Produzent·innen, Finanziers, Förderinstitutionen und Studierende und umfasst eine Vielzahl von Themen, die Filmschaffende in Europa aktuell bewegen. In Keynotes und Case Studies geht es unter anderem um Diversifikation als Business Strategie, zu erwartende Entwicklungen im Filmvertrieb und automatisiertes Reporting. Außerdem wird debattiert, wie die communitybasierte Entwicklung von Stoffen, der Einsatz von Virtual Production und Deep Fakes die Realität von Filmproduktion und Storytelling verändern.

 

Deutsche und internationale Sprecher·innen geben in der Katholischen Akademie Einblick in ihre Arbeit und ihre Strategien und vermitteln zukunftsorientiertes Wissen. In ihren Beiträgen beleuchten sie gegenwärtige Phänomene und Entwicklungen einer sich im Umbruch befindenden Filmbranche.

 

Zum Auftakt der neuen Explorer-Saison findet am Mittwoch, 6. Juli von 11 bis 12 Uhr der erste von drei monatlich online gehosteten Explorer Impulsen statt. Jochen Laube (Sommerhaus Serien) und Katja Siegel (VICE Media) sprechen am Beispiel des Instagram Echtzeitprojektes @ichbinsophiescholl über (Non-) Fiktionales Storytelling auf Instagram.

 

 >> Kostenfreie Anmeldung zum Explorer Impuls #4: www.explorer-konferenz.de/impuls

 

>> Anmeldung zur Explorer Konferenz #3 Early Bird Tickets (bis 1. August 2022): www.explorer-konferenz.de

Die Konferenzsprache ist Englisch. Das komplette Konferenzprogramm wird nach und nach auf der Website bekannt gegeben.

 

 Die Explorer Konferenz wird organisiert von FILMFEST HAMBURG, in Partnerschaft mit dem Produzentenverband und mit Unterstützung der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

 

Foto: Bettina Theuerkauf

 

Lieblingsfilme Open Air

Lieblingsfilme Open Air


Das FILMFEST HAMBURG-Publikum durfte über seinen Lieblingsfilm abstimmen. 30 Filme aus den letztjährigen Programmen standen zur Auswahl. Diese vier Filme haben die meisten Stimmen erhalten und werden in den nächsten Wochen und Monaten in verschiedenen Open Air Kinos in der Hansestadt laufen, darunter In The Mood for Love von Douglas Sirk-Preisträger Wong Kar-wei. Der Eintritt ist frei.

 

 

8. Juli 2022 ab 21.45 Uhr | zeise kinos, Innenhof Altonaer Rathaus

IN THE MOOD FOR LOVE, Regie: Wong Kar-wei|Hongkong, 2000 | OmU

 

Der opulent ausgestattete Liebes- und Sehnsuchtsfilm In The Mood for Love feierte seine Deutschlandpremiere im Jahr 2000 bei FILMFEST HAMBURG. Der chinesische Regisseur Wong Kar-wei als eine der wichtigsten Stimmen des asiatischen Kinos wurde in dem Jahr mit dem Douglas Sirk Preis ausgezeichnet. Die Geschichte spielt im Hongkong der 60er Jahre. Der Zeitungsredakteur Chow bezieht mit seiner Ehefrau eine neue Wohnung in einem Haus der Shanghai-Community. Unter ihren neuen Nachbarn ist Su Li-zhen, eine wunderschöne junge Frau, die ebenfalls erst seit kurzem mit ihrem Mann dort wohnt. Während ihre Ehepartner fast nie zu Hause sind, begegnen Chow und Su sich beinahe täglich und werden Freunde. Doch eines Tages sind sie gezwungen, den Tatsachen ins Auge zu sehen: ihre Ehepartner haben eine Affäre miteinander. Zwischen den beiden entwickelt sich ein gefährliches Spiel voller Erotik, Liebe und Verzweiflung. Hauptdarsteller Tony Leung Chiu Wa gewann beim Festival in Cannes den Preis bester Hauptdarsteller.

 

 

Voraussichtlich 29. Juli 2022 ab Sonnenuntergang Open-Air-Sommerkino – Evangelische Stiftung Alsterdorf

MUSTANG, Regie: Deniz Gamze Ergüven | Frankreich, Türkei, Deutschland, 2015 barrierefrei, OMU

 

Frühsommer in einem Dorf im Norden der Türkei. Lale und ihre vier Schwestern tollen auf dem Heimweg von der Schule mit einigen Jungs im Meer herum. Ihr angeblich unmoralisches Verhalten löst einen Skandal aus – mit ungeahnten Folgen: Nach und nach verwandelt sich das Haus der Familie in ein Gefängnis. Hausarbeit ersetzt die Schule, Ehen werden arrangiert. Doch die Sehnsucht der Schwestern nach Freiheit ist groß und wird nicht kleiner. Mustang ist ein wunderbar trotziges Plädoyer gegen eine erzkonservative Männergesellschaft und wurde bei der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes 2015 mit dem Europa Cinemas Label Award sowie dem Lux Prize ausgezeichnet. Als französischer Beitrag wurde er unter anderem für einen Oscar als bester fremdsprachiger Film und für einen Golden Globe Award nominiert.

 

 

12. August 2022 21.15 Uhr | Schanzenkino Open Air, Sternschanzenpark

BILLY ELLIOT – I WILL DANCE, Regie: Stephen Daldry | Großbritannien, 2000 | dt. Synchronfassung

 

Als die Box- und Ballettgruppe sich im nordenglischen Durham die Trainingshalle teilen muss, entdeckt der elfjährige Billy den Tanz für sich, hängt die Boxhandschuhe erleichtert an den Nagel und beginnt mit Begeisterung zu trainieren – heimlich. Sein streikender Minenarbeiter-Vater und -Bruder würden es nie verstehen. Nur seine Ballettlehrerin ermutigt ihn, bei der Royal Ballet School in London vorzutanzen. Der Debütfilm von Stephen Daldry feierte im Jahr 2000 seine Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes. Hauptdarsteller Jamie Bell, gewann unter anderem den britischen BAFTA Award als bester Hauptdarsteller, Regisseur Stephen Daldry, Drehbuchautor Lee Hall und Schauspielerin Julie Walters als engagierte Ballettlehrerin wurden für den Oscar nominiert.

 

Voraussichtlich Anfang September 2022 ab Sonnenuntergang Rooftop Cinema, Phoenix-Center Harburg

LITTLE MISS SUNSHINE, Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris |USA, 2006 | OMU

 

Opa kokst, der pubertierende Dwayne weigert sich seit Monaten zu sprechen, Onkel Frank ist suizidgefährdet, Papa ein erfolgloser Selfmademan, Mama versteht unter Nahrung Fast Food (mit Salat!) und die siebenjährige Olive hat eine große Brille und große Träume. Herzlich willkommen bei den Hoovers! In dieser Familienkomödie, die 2006 bei FILMFEST HAMBURG als Abschlussfilm lief, begeben sich die sechs Familienmitglieder in einem alten VW-Bus von Albuquerque nach Kalifornien. Dort findet der Schönheitswettbewerb zur Little Miss Sunshine statt und Olive hat den festen Vorsatz, den Contest zu gewinnen. Bei der Oscarverleihung 2007 wurde der Film in den Kategorien bester Nebendarsteller (Alan Arkin) und bestes Originaldrehbuch (Michael Arndt) ausgezeichnet. Nominiert war er außerdem als bester Film und die Schauspielerin Abigail Breslin (Olive) als beste Nebendarstellerin.

 

Stress-Level senken

Stress-Level senken


 

 »Take a Breath!« ist das Motto des PLAY – Creative Gaming Festivals. Vom 31. Oktober bis 6. November sind Fans der digitalen Spielekultur und Kunst eingeladen, vor Ort in Hamburg und von überall auf der Welt online die kreativen Potentiale von digitalen Spielen zu entdecken.

 

Bei der diesjährigen Festivaledition geht es um das Innehalten. Was macht ein glückliches und entspanntes Leben aus? Wie lässt sich dem alltäglichen Druck und Stress spielerisch begegnen  und wie wirken sich die Arbeits- und Lebensbedingungen auf die Geschichten und Welten digitaler Spiele aus? In Workshops, Ausstellungen und Shows können die Festivalbesucher*innen die 

unterschiedlichen Schwerpunkte des Themas ergründen, neue ormate entdecken, miteinander diskutieren und spielen. Das Publikum kann entscheiden, wie es das Festival besucht: via Stream, über die virtuelle Festival-Location oder live vor Ort. Alle Präsenzveranstaltungen der PLAY22 finden im ArtStadt Mönckebergstraße 2/4 (ehemals Karstadt Sport) statt.

 

Creative Gaming Awards – jetzt einreichen!

 

Vom 10. Juni bis 17. Juli 2022 können Spieleentwickler*innen und Künstler*innen aus der ganzen Welt ihre Spiele und spielerische Medienarbeiten für die Creative Gaming Awards einreichen. Die internationalen Preise werden in den Kategorien Most Creative Game Award und Most Innovative Newcomer Award vergeben und zeichnen innovative Nachwuchsproduktionen und Werke aus, welche den Spielenden die Möglichkeit geben, innerhalb ihrer Welten kreativ zu interagieren. Eine internationale Jury mit Fachleuten der Gamesbranche entscheidet über die Gewinner*innen. Die nominierten Werke können in der PLAY-Ausstellung entdeckt und gespielt werden. Mit dem Audience Award kürt das Publikum außerdem den Festivalliebling aus allen Spielen der Ausstellung

Kinostart

Kinostart & Weltpremiere


Am 12. Mai kommt der dokumentarische Spiefilm HEINRICH VOGELER - AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS in die Kinos.

 

In Anwesenheit der Regisseurin, des Produzenten, zahlreicher Protagonist*innen und Schauspieler*innen findet am 12 Mai 2022 im Bremer Theater am Goetheplatz die Weltpremiere von Marie Noëlles Film HEINRICH VOGELER – AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS über den Maler, Grafiker, Architekten, Designer, Pädagogen und Schriftsteller Heinrich Vogeler statt. Vogeler war außerdem Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede. Farbfilm Verleih bringt den Film bundesweit in die Kinos.

 

Marie Noëlle ( DIE FRAU DES ANARCHISTEN) stellt in ihrem Film HEINRICH VOGELER – AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS die außergewöhnliche Biografie von Heinrich Vogeler in den Mittelpunkt. In einer Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm bringt sie Schlüsselszenen seines Lebens auf die Kinoleinwand. In den Hauptrollen spielen Florian Lukas als Heinrich Vogeler, Anna-Maria Mühe als Magda Vogeler und Naomi Achternbusch als Paula Modersohn-Becker. Vor der Kamera stehen außerdem Uwe Preuss, Johann von Bülow, Alice Dwyer und Samuel Finzi.

 

Auf der dokumentarischen Ebene kommen neben Vogelers direkten Nachfahren auch zeitgenössische deutsche und französische Künstler*innen wie Norbert Bisky, oder Sophie Sainrapt sowie Historiker*innen, Literat*innen und Kenner*innen der europäischen und internationalen Kunstszene zu Wort. Im Dialog mit ihnen wird Vogelers Werk und Leben reflektiert und ein Bogen von der damaligen Kunstszene zur Gegenwart geschlagen, und es werden universelle Fragen nach der Natur von Kunst und künstlerischem Dasein am Beispiel Vogelers erzählt.

 

HEINRICH VOGELER ist eine Produktion von Kinescope Film (Produzent: Matthias Greving) in Koproduktion mit NDR/ARTE (Redaktion: Claudia Cellarius) und wurde gefördert von der nordmedia und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF).

 

Foto: Benjamin Eichler

 

 

Jubiläum

Vorfreude(n)


FILMFEST HAMBURG und das MICHEL Kinder und Jugend Filmfest feiern in diesem Jahr runde Geburtstage. Mit Freundeskreis-Filmvorführungen, Kooperationsveranstaltungen und einer Drehbuchlesung sowie mit Workshops und Vorführungen für die jungen Zuschauer*innen stimmt das 1992 gegründete Festival in den nächsten Wochen und Monaten auf das Jubiläum ein.

 
»Wir freuen uns, mit verschiedenen Sonderaktionen auf FILMFEST HAMBURG im Herbst einzustimmen und schon vorab mit unseren langjährigen und treuen Fans und filmbegeisterten Hamburger*innen den Film und das Kino zu feiern. Nach zwei verhaltenen Jahren wird es wieder Zeit für ein richtiges Filmfest«, sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel.


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Unter der Leitung von Dennis Albrecht und seinem Team und gemeinsam mit dem Hammerbrooklyn Youth Innovation Center bietet das MICHEL Filmfest zwischen den Festivalzeiten regelmäßig kostenlose Filmworkshops an. Beim nächsten MICHEL-Workshop am 14. Mai von 12 bis 16 Uhr für Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren wird eine Mittelalter-Fantasy-Szene im Bergedorfer Schloss gedreht. Sie ist Bestandteil eines bereits begonnen Filmprojektes zum Thema Frieden

 

>>Seit drei Jahren gibt es die AG Filmfestival, ein Zusammenschluss von über 60 deutschen Filmfestivals, um sich auszutauschen, zu vernetzen und bessere Bedingungen für Filmfestivals in Deutschland zu schaffen. Das nächste Treffen findet im Rahmen des Kurzfilm Festival Hamburg statt, und FILMFEST HAMBURG lädt am 4. Juni zu einem Branchen-Apéro ein.

  

>>Im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg beleuchtet FILMFEST HAMBURG zusammen mit dem Filmfest Hamburg Freundeskreis unter dem Titel »In der Dunkelkammer der Erinnerungen« mit drei Filmvorführungen die Bedeutung von fotografischen Erinnerungen für die nachfolgenden Generationen: Memory Box (2021) vom Künstler*innen-Duo Joana Hadjithomas und Khalil Joreige – die beiden stellen ihren Film persönlich vor (6. 6., 19.30 Abaton), Nelly & Nadine (2022) vom Dokumentarfilmemacher Magnus Gertten (4.7.,19.30 Uhr Abaton) sowie Missing und Revolutionary Memories of Bahman Who Loved Leila von Farahnaz Sharifi (1.8., 19.30 Abaton). Die iranische Regisseurin ist in Hamburg zu Gast und führt im Anschluss an das Screening ein Filmgespräch mit dem Publikum.  

 

>>Im Sommer werden unter freiem Himmel ausgewählte FILMFEST-Filme der letzten 30 Jahre gezeigt. Das Hamburger Publikum stimmt über seinen Lieblingsfilm ab. Die vom FILMFEST-Programmteam vorausgewählten 30 Filme aus 30 Jahren werden in den nächsten Wochen auf der Website von FILMFEST HAMBURG sowie in Hamburger Medien vorgestellt. Die Abstimmung erfolgt online über die FILMFEST HAMBURG-Website. Die Filmvorführungen sind voraussichtlich am 8. Juli (Zeise Open Air), 29. Juli (Alsterdorf Open Air) und 12. August (Open Air Schanzenkino). Weitere Infos folgen.

 

>>An der frischen Luft zeigt das MICHEL Kinder und Jugend Filmfest am letzten Ferienwochenende der Hamburger Schulferien (13.8./14.8.) ausgewählte Filme für Kinder zwischen 4 und 16 Jahren.

 

 >>Anlässlich des deutschen Kinostarts von Mittagsstunde (Regie: Lars Jessen, Drehbuch: Dörte Hansen, Catharina Junk) am 18. August, lädt FILMFEST HAMBURG am 17. August (tbc.) zu einer Drehbuchlesung ins Levantehaus mit anschließender Preview im Passage Kino ein.

 

Nach dem Motto »Filmfest für alle – überall in Hamburg« wurde 1992 das erste FILMFEST HAMBURG als Zusammenschluss der Hamburger Kinotage und des Europäischen Low Budget Film Forums eröffnet. Bis heute feierten über 3000 nationale und internationale Filmproduktionen bei FILMFEST HAMBURG ihre Welt-, Europa- oder Deutschland-Premiere. Das Festival ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen, die Besucherzahlen haben sich seit 1992 mehr als verzehnfacht. Mit dem Amtsantritt von Albert Wiederspiel, der seit 2003 die Arbeit seiner Vorgänger*innen Rosemarie Schatter (1992), Gerhard von Halem (1994) und Josef Wutz (1995 bis 2002) fortsetzt, fand 2003 das erste MICHEL Kinder und Jugend Filmfest für die jüngsten Kinobesucher*innen statt.

 

Heiner-Carow-Preis für Gewalten

Heiner-Carow-Preis für Gewalten


Kameramann Rafael Starman ist für den Film Gewalten (Produktion: Kinescope Film) von Constantin Hatz in Berlin mit dem Heiner-Carow-Preis der DEFA Stiftung ausgezeichnet worden. Erstmals geht der Preis in der Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino an ein Talent aus den Gewerken.

 

Der Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst wird an ein Talent vergeben, das mit seinen Fähigkeiten im jeweiligen Gewerk einen Dokumentar- oder Spielfilm der Sektion Perspektive Deutsches Kino besonders geprägt hat. Der Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert.

 

Die Jury (Alexander Iskrov, DEFA-Stiftung; Sandra Kaudelka, Filmemacherin; Ute Lubosch, Schauspielerin) war irritiert und beindruckt zugleich. In ihrer Jurybegründung heißt es: »GEWALTEN hat es uns nicht leichtgemacht, er ist nicht gefällig, wir waren ihm ausgeliefert, aber es ist ein Film, der nachhallt, dessen intensiven Bildern wir uns nicht entziehen konnten, der zu Fragen zwingt, auf die sich schwer Antworten finden lassen. In einer Welt voller Brutalität, erschafft Rafael Starman mit seiner Bildgestaltung eine unglaubliche Poesie. Mit seinen perfekt komponierten Bildern kreiert er eine beklemmende Atmosphäre, die keine Dunkelheit scheut. Gleichzeitig gibt er dem großartigen Ensemble voller neuer, unverbrauchter Gesichter viel Raum und setzt sie gekonnt in Szene. Wir mussten uns GEWALTEN im wahrsten Sinne des Wortes erkämpfen, doch trotz aller Hürden und Klippen ist dieser Film auch dank der Bilder vor allem eines: Kino, Kino, Kino!«

 

Ein großes Lob kommt auch von Kinescope Film-Geschäftsführer Matthias Greving: »Die Kamera von Rafael Starman formt GEWALTEN mit großartigen und fein komponierten Bildern zu einer ganz eigenen Welt. Sein Gespür für jedes noch so kleine Detail steht immer im Dienste einer strikten Dramaturgie und eines steten Bewusstsein für die Entwicklung seiner Charaktere. Eine großartige Auszeichnung für einen großartigen Kameramann – sehr verdient, lieber Rafael!«

 

Rafael Starman hat wie Regisseur Constantin Hatz an der Filmakademie Ludwigsburg studiert und war als Kameramann bereits bei dessen Filmen FUGE, BRUT und STAMMTISCH beteiligt.

 

Die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino widmet sich seit 20 Jahren dem deutschen Filmnachwuchs. Neu in diesem Jahr ist der erweiterte Blick auf die vielfältigen filmischen Gewerke, die zum Gelingen eines Films beitragen. Für jeden Film der Sektion wurde ein Perspektive-Talent aus den Bereichen Dokumentarfilm-Regie, Kamera, Montage, Produktion und Szenenbild ernannt.

 

Der Kinospielfilm GEWALTEN erzählt die Geschichte des Teenagers Daniel (Malte Oskar Frank), der seinen todkranken Vater (Robert Kuchenbuch) pflegt und von seinem aggressiven Bruder (Eric Cordes) ausgenutzt wird. Daniels Leben ist geprägt von Gefühlskälte und Gewalt. Trost findet der 14-jährige in der Natur, in einem dichten Wald. Als er den ebenso naturverbundenen Außenseiter Marcel (Paul Wollin) kennenlernt, glaubt er, einen Freund gefunden zu haben. Vor der Kamera von Rafael Starman stehen außerdem Paul Wollin, Susanne Bredehöft, Beatrix Strobel und Ben Felipe.

 

GEWALTEN wurde produziert von der Bremer Kinescope Film (Matthias Greving, Produzent; Kirsten Lukaczik, ausführende Produzentin; Janina Sara Hennemann, Creative Producerin) und gefördert mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Filmförderfonds.

 

Die KINESCOPE FILM ist eine unabhängige Filmproduktion mit Sitz in Bremen, sowie weiteren Firmen und Niederlassungen in Hamburg, Köln und Frankfurt. Das Team um Regisseur und Produzent Matthias Greving produziert seit 2015 nationale und internationale Spielfilme - und Serien sowie Dokumentarfilme und Reportagen für Kino, TV und Online.

 

Foto: Daniel Seiffert, Berlinale 2022

 

European Shooting Stars Awards

European Shooting Stars Awards


Zehn europäischen Schauspielerinn und Schauspieler wurden am 14. Februar im Rahmen der Berlinale mit den European Shooting Stars Awards ausgezeichnet.

 

Die zehn von einer internationalen Jury ausgewählten europäischen Shooting Stars für 2022 sind: Gracija Filipović (Kroatien), Marie Reuther (Dänemark), Anamaria Vartolomei (Frankreich), Emilio Sakraya (Deutschland), Clare Dunne (Irland), Hanna van Vliet (Niederlande), João Nunes Monteiro (Portugal), Timon Sturbej (Slowenien), Evin Ahmad (Schweden) und Souheila Yacoub (Schweiz).

 

Host des Abends war die spannische Schauspielerin und ehemaliger Shooting Star Natalia De Molina, die in dem anschlißenden Wettbewerbsbeitrag Un año, una noche von Isaki Lacuesta vor der Kamera steht.

Nach vier intensiven Branchentreffen mit Casting-Direktoren und der internationalen Presse war die Preisverleihung in Anwesenheit der Festivaldirektoren Mariette Rissenbek und Carlo Chatrian sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, für die Schauspielerinnen und Schauspieler Höhepunkt und Abschluss des internationalen Programm.

Seit 25 Jahren ist EUROPEAN SHOOTING STARS ein wichtiges Sprungbrett für die internationale Karriere der ausgewählten Schauspielerinnen - darunter Matilda de Angelis (Atlas, The Undoing), Carey Mulligan (The Dig, Promising Young Woman, The Great Gatsby), Alba Rohrwacher (Happy as Lazzaro), Oscar-Gewinnerin Alicia Vikander (Beckett, Tomb Raider), Riz Ahmed (Encounter, Sound of Metal, Rogue One: A Star Wars Story, Mogul Mowgli), George MacKay (München - Edge of War, 1917), und Jannis Niewöhner (Kids Run, Je suis Karl).

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Festivalpremiere für GEWALTEN von Constantin Hatz


Der Spielfilm GEWALTEN von Constantin Hatz (Produktion: Kinescope Film), feiert in der Sektion Perspektive Deutsches Kino als einer von insgesamt sieben Titeln Weltpremiere bei den 72. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (10. bis 20.2.)

 

»Wir freuen uns riesig! Ein besserer Start ins Jahr geht kaum. Constantin wurde 2018 für sein Drehbuch zu GEWALTEN für den Thomas-Strittmatter-Preis nominiert, so haben wir uns kennengelernt. Wir sind stolz, dass wir zusammen mit einem großartigen Team vor und hinter der Kamera seinen Kinospielfilm produzieren durften und auch aktuell mit diesem talentierten Nachwuchsregisseur weiter zusammenarbeiten«, sagt Produzent und Kinescopefilm -Geschäftsführer Matthias Greving.

 

Der Kinospielfilm GEWALTEN erzählt die Geschichte des Teenagers Daniel (Malte Oskar Frank), der seinen todkranken Vater (Robert Kuchenbuch) pflegt und von seinem aggressiven Bruder (Eric Cordes) ausgenutzt wird. Daniels Leben ist geprägt von Gefühlskälte und Gewalt. Trost findet der 14-jährige in der Natur, in einem dichten Wald. Als er den ebenso naturverbundenen Außenseiter Marcel (wer spiel Marcel? )kennenlernt, glaubt er, einen Freund gefunden zu haben. Vor der Kamera von Rafael Starman stehen außerdem Paul Wollin, Susanne Bredehöft, Beatrix Strobel und Ben Felipe.

 

GEWALTEN wurde produziert von Kinescope Film (Matthias Greving, Produzent; Kirsten Lukaczik, ausführende Produzentin; Janina Sara Hennemann, Creative Producerin) und gefördert mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Filmförderfonds.

 

Die Berlinale-Sektion »Perspektive Deutsches Kino« widmet sich seit 20 Jahren dem deutschen Filmnachwuchs. Erstmals werden 2022 nicht nur die ausgewählten Regisseurinnen und Regisseure gewürdigt, sondern auch Talente aus den Bereichen Dokumentarfilm-Regie, Kamera, Montage, Produktion und Szenenbild. Das Perspektive-Talent für GEWALTEN ist Rafael Starman, der wie Constantin Hatz an der Filmakademie Ludwigsburg studierte und als Kameramann bereits bei dessen Filmen FUGE, BRUT und STAMMTISCH beteiligt war.

 

Regisseur und Autor Constantin Hatz schloss 2017 sein Regiestudium an der Filmakademie Ludwigsburg mit dem Langspielfilm BRUT ab. Der Film feierte bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen Premiere. Für seinen Dokumentarfilm HELIKOPTER HAUSARREST wurde Hatz 2015 mit dem Sonderpreis des deutschen Kurzfilmpreises ausgezeichnet.

 

Die KINESCOPE FILM ist eine unabhängige Filmproduktion mit Sitz in Bremen und weiteren Niederlassungen in Hamburg, Köln und Frankfurt. Das Team um Regisseur und Produzent Matthias Greving produziert seit 2015 nationale und internationale Spielfilme – und Serien sowie Dokumentarfilme und Reportagen für Kino, TV und Online.

 

Foto: Kinescope Film/Rafael Starman

 

NDR Media Personalwechsel

NDR Media: Wechsel in der Geschäftsleitung


Ronja Böhlke rückt in die Geschäftsleitung auf, Mario Czipull wechselt zu Studio Hamburg.

 

Der Start ins neue Jahr beginnt bei der NDR Media mit einem Wechsel in der Geschäftsleitung. Mario Czipull, der in den vergangenen Jahren den Bereich Marketing verantwortete, wechselt zur Studio Hamburg GmbH und wird dort in Zukunft als stellvertretender Leiter HR den Bereich Personal verantworten. Carsten Neitzel, Geschäftsführer der NDR Media GmbH: »Die Zusammenarbeit mit Mario Czipull war stets offen, ehrlich und durch ein gegenseitiges Vertrauen geprägt. Dass er uns nun verlässt, bedauere ich. Gleichzeitig freue ich mich jedoch, dass er mit seiner neuen Position bei Studio Hamburg eine solche Entwicklung nehmen kann.«

 

Auf ihn folgt ein bereits bekanntes Gesicht. Ronja Böhlke rückt zum 1. Januar 2022 in die Geschäftsleitung auf. Die 29-Jährige ist bereits seit 2017 bei der NDR Media und verantwortet bisher als Teamleitung den Bereich Werbung sowie als Verkaufsleitung/-steuerung die Geschicke des Vertriebs. Carsten Neitzel: »Wir freuen uns sehr, mit Ronja Böhlke eine so kompetente Führungskraft aus den eigenen Reihen in der Geschäftsleitung neben Britta Romboy begrüßen zu dürfen. Ronja Böhlke hat in den letzten Jahren maßgeblich zur Umstrukturierung und Neuaufstellung des Bereichs Werbung/Vertrieb beigetragen. Mit ihr haben wir eine Mediaexpertin an der Spitze, mit der wir erfreut in die Zukunft blicken.«

Nominiert und ausgezeichnet

Nominiert und ausgezeichnet


Zwei Filme aus dem letztjährigen FILMFEST-Programm wurden für die Golden Globes Awards nominiert und gleich vier Europäische Filmpreise gab es für den FILMFEST-Beitrag von 2020, Quo vadis, Aida.

 

Der Film Belfast von Kenneth Branagh geht als bester Film ins Rennen um die Golden Globes Awards. Branagh, der den Film über seine Kindheit im turbulenten Nordirland der späten 1960er-Jahre in Hamburg persönlich vorstellte, wurde außerdem für die beste Regie und bestes Drehbuch nominiert. Die Schauspieler*innen Caitriona Balfe, Jamie Dornan und Ciarán Hinds haben Chancen auf einen Award in der Kategorie beste Nebendarstellerin/ bester Nebendarsteller. Van Morrisons „Down to Joy“ wurde als bester Filmsong nominiert. Eine Nominierung in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film erhielt Die Hand Gottes von Paolo Sorrentino. Der italienische Regisseur verarbeitet darin seine Jugend im Neapel der 1980er-Jahre. Die Golden Globes werden am 9. Januar bekannt gegeben.

 

Der FILMFEST HAMBURG-Beitrag von 2020, Quo Vadis, Aida, ist mit insgesamt vier europäischen Filmpreisen (European Film 2021, European Director, European Screenwriter/Jasmila Žbanić , European Actress /Jasna Đuričić) ausgezeichnet worden. Mitte der 90er Jahre ist Aida (Jasna Ðuriči) als Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica tätig. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört auch ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Es beginnen erbitterte politische Verhandlungen, in denen Aida übersetzen muss – und durch die sie fatale und grausame Informationen erfährt. Doch trotz des hochbrisanten Wissens hält sie an der Hoffnung fest, dem drohenden Schicksal zu entrinnen.

 

Ab auf die Leinwand

Ab auf die Leinwand!


 

 Noch bis zum 17. Dezember 2021 können Schüler*innen und junge Erwachsene bis 27 Jahre sowie Filmstudierende Kurzfilme für das 32. Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! einreichen.

 

Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! möchte die gesamte Bandbreite der in Hamburg und in der Metropolregion produzierten Filmprojekte zeigen. Erwünscht sind aktuelle, nach September 2019 entstandene Filme aller Genres. Das können Filme sein, die in der Schule, in Jugendeinrichtungen oder in Hochschulen entstanden sind oder von freien Gruppen produziert wurden. Alle eingereichten Filme gehen ins Rennen um den Hamburger Nachwuchsfilmpreis.

 

Nachdem die letzte abgedreht!-Edition in den öffentlichen Raum verlegt wurde und es mit den Filmspaziergängen an 11 Hamburger Stationen eine neue Art der Filmpräsentation gab, geht es 2022 wieder zurück in den Kinosaal: Das 32. Hamburger Nachwuchsfilmfestival unter der Leitung von Carina Steffen-Schwering findet am 30. und 31. März 2022 in den zeise Kinos statt. An zwei Tagen werden alle ausgewählten Filme vor Publikum und auf der großen Leinwand gezeigt und die Filmemacherinnen und Filmemacher nach den Screenings vorgestellt. Auch in diesem Jahr entscheidet eine unabhängige Expert*innen-Jury darüber, welcher Film den Hamburger Nachwuchsfilmpreis gewinnt.

 

Neben den Filmvorführungen mit anschließendem Q & A auf der Bühne wird es ein vielfältiges Begleitprogramm sowie ein Schulprogramm mit Workshops und Lehrerfortbildungen geben.

 

Bekannte Regisseur*innen wie Angelina Maccarone, Fatih Akin, Özgür Yildirim, Benjamin Teske und Janek Rieke haben ihre ersten Filme beim Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! gezeigt.

 

abgedreht! wird veranstaltet vom jaf - Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V. und gefördert vom Jugendinformationszentrum (JIZ) Hamburg / Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) sowie dem Projektfonds Kultur & Schule. Weitere Unterstützer sind das Mediennetz Hamburg e.V. und das up-and-coming Internationale Film Festival Hannover.

 

Informationen zur Einreichung und zum Filmfestival gibt es unter www.abgedreht-hamburg.de