Kultur bewegt

Kultur bewegt


Das Move the North-Festival schlägt eine kulturelle Brücke zwischen den Städten Hamburg, Kopenhagen und Malmö und bringt Kulturschaffende aller Sparten zusammen. Auftaktveranstaltung des Festivalprogramms in Hamburg ist die Musik Lounge  - »Gin & Jazz« am 24. Mai 2019 um 19.30 Uhr in der Drilling-Bar.

Zu Gast sind der schwedische Musiker Berndt Sjögren mit Band sowie der dänische Musiker Jonathan Fjord Bredholt vom nordischen Trio Hvafugl. Der Film- und Theaterschauspieler Andreas Grötzinger aus Hamburg wird ausgewählte Texte vortragen. Das Kick Off Event ist eine Kooperation mit der Hansestadt Stade und wird von der Hamburger Behörde für Kultur und Medien und der Senatskanzlei Hamburg unterstützt.

»Wir freuen uns über dieses nordische Zusammenspiel und glauben fest an die grenzüberschreitende Kraft von Kultur. Genau darum geht es uns mit Move the North: Wir sind Festival und Netzwerk zugleich und möchten durch Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsame Koproduktionen die nordischen Regionen zusammenwachsen lassen und neue Impulse setzen«, erläutert die Move the North-Initiatorin Jana Pulkrabek. Mit ihrer Firma Manusarts realisiert die Hamburger Regisseurin und Schauspielerin zusammen mit ihrem Bruder Petja Film- und Theaterproduktionen und initiiert künstlerische Kooperationsprojekte. 2017 gründete sie zusammen mit Jeremy Thomas-Poulsen das HIT - House of International Theatre in Kopenhagen.
 
Move the North präsentiert 2019 ganzjährig und mit Unterstützung zahlreicher lokaler Partner in Kopenhagen, Hamburg und Malmö an ca. 100 Tagen bis zu 30 kulturelle Veranstaltungen, darunter Konzerte, Theaterinszenierungen, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, Poetry Slams sowie Nachwuchsförderprogramme und Network Events. Neben dem Austausch von Gastproduktionen in den Bereichen Theater, Musik, Film und Kunst werden neue, internationale cross-border Projekte produziert und in allen drei Ländern aufgeführt. Schirmherr des Move the North-Festivals 2019 ist der Hamburg-Botschafter in Kopenhagen, Jens-Peter Saul.

Weitere Events im Rahmen des Hamburger Festivalprogramms sind die Move the North-Filmtage im Metropolis-Kino mit einem dänischen Filmprogramm und vielen Gästen (08. – 12.06.2019), eine Popstreet-Ausstellung mit Werken von deutschen und dänischen Künstlern (27.06.-25.07.2019), die Musikbegegnung »Danish Folk meets German Classic« mit der Folkband Elmøe og Hoffmann aus Kopenhagen und drei Musikern aus Hamburg unter der Leitung der Geigerin Sonu Tokuda (02.07.2019) und die Fotoausstellung »City Tales« in der Galerie im Levantehaus mit Werken von Fotograf*innen aus Hamburg, Kopenhagen und Malmö (12.8.-25.08.2019).

Move the North, ein internationales Cross-Border-Festival und gemeinsames Strategieprojekt mit Partnern aus Deutschland, Dänemark und Schweden, möchte die bereits bestehenden wirtschaftlichen Kooperationen der Metropolregion Hamburg mit der Region Greater Copenhagen/Malmö über Kulturprojekte für die Bürger*innen sicht- und erlebbar machen. Kooperationspartner sind unter anderem die Hamburger Behörde für Kultur und Medien, die Senatskanzlei Hamburg, die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Hansestadt Stade, City of Odense, Femern A/S, Kommune København und die deutsche Botschaft in Kopenhagen.

 

Weitere Informationen zu Programm, Terminen & Aktualisierungen unter www.movethenorth.com

Of Monsters and Games

Of Monsters and Games


Das weltweit einzige und einmalige internationale Creative Gaming Festival, das die Bereiche Medienkunst, Diskurs und Bildung mit der Kultur digitaler Spiele vereint, geht in die nächste Runde:  »Of Monsters and Games« ist das Motto der diesjährigen PLAY19 vom 14. bis 17. November 2019 in Hamburg.

Schon seit Jahrtausenden erfinden Menschen Ungeheuer und Fabelwesen, die zugleich Furcht einjagen und faszinieren. Die fantastischen Kreaturen werden gebraucht, um den eigenen Ängsten eine Gestalt zu geben und sie so beherrschbar zu machen. Was sind die Monster von heute? Wie werden sie in Computer- und Videospielen dargestellt? Werden in Games bekannte Geschichten fortgesetzt oder neue erdacht? PLAY 19 lädt Indie-Game-Entwickler*innen, Medienkünstler*innen, Schüler*innen und Studierende, Pädagog*innen, Wissenschaftler*innen und alle Games-Interessierte ein, sich vier Tage lang über neueste Stories, technische Entwicklungen und aktuelle Spiele auszutauschen, über die Rolle von Monstern in Computer- und Videospielen zu diskutieren, gemeinsam thematisch passende Spiele zu entwickeln, zu spielen und zu feiern.

Neben Workshops, einem umfangreichen Bühnenprogramm und Talks mit nationalen und internationalen Gästen gibt es auch in diesem Jahr wieder das offene Entwicklungslabor und die interaktive Games-Ausstellung.

In der Ausstellung werden auch die für den Creative Gaming Award 2019 nominierten Spiele, Medienproduktionen und Prototypen vorgestellt. Der internationale Preis wird zum fünften Mal in den Kategorien Most Creative Game Award und Most Innovative Newcomer Award an das kreativste Projekte und an die beste Nachwuchsproduktion vergeben. Indie-Spieleentwickler*innen aus ganz Europa können ihre Spiele und spielbare Medien noch bis zum 30. Juni 2019 einreichen. Eine Fachjury entscheidet über die Gewinner*innen, die bei der Preisverleihung am 16. November 2019 bekannt gegeben werden. 

PLAY ist das Festival für kreatives Computerspielen und eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e. V. und des jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e. V. in Kooperation mit spielbar.de, der Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zum Thema Computerspiele, der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und dem JIZ – Jugendinformationszentrum Hamburg (BSB).

 

Weitere Informationen, Flyer und Fotos zum Download unter www.playfestival.de sowie im Anhang.

Titelmusik erwünscht

Titelmusik erwünscht


Ab sofort können junge Musiker*innen, Komponist*innen, Game-Musiker*innen und Sound Designer*innen bis 35 Jahre ihre Kompositionen für den Young Talent Award Media Music einreichen. Einreichschluss ist der 1. Juni 2019. Die Aufgabe in diesem Jahr ist die Komposition einer Titelmusik zu Raymonds Chandlers Roman Playback. Der Preis wird am 14. August 2019 im Rahmen der diesjährigen MediaSoundHamburg (9. bis 18.8.2019) verliehen.

 

Playback aus dem Jahr 1958 ist Chandlers letzter vollständige Kriminalroman mit dem melancholischen Privatdetektiv Philip Marlow. Der amerikanische Autor überarbeitete für den siebten Fall sein gleichnamiges Drehbuch von 1949. Dieses wurde damals abgelehnt und erst nach Chandlers Tod veröffentlicht. Playback ist Chandlers einziger Roman, der nicht verfilmt wurde.


Für den diesjährigen Young Talent Award Media Music lädt MediaSound Hamburg junge Musiker*innen, Komponist*innen, Game-Musiker*innen und Sound Designer*innen bis 35 Jahre ein, eine Titelmusik für das renommierte Kaiser Streichquartett zu schreiben. Das gesamte Material, inklusive Audio-Files, Partitur für Streichquartett, und eine kurze schriftliche Erläuterung des Kompositionsprozesses muss bis zum 1. Juni 2019 eingereicht werden. Eine dreiköpfige Fachjury bestehend aus den niederländischen, deutschen und dänischen Komponisten Than van Nispen, Stefan Eicke und Kristian Eidnes Andersen, entscheidet über die Gewinner*innen. Die ersten drei prämierten Kompositionen werden im Rahmen der diesjährigen MediaSoundHamburg bei der Preisverleihung am 14. August 2019 im resonanzraum live vom Kaiser Quartett vorgetragen. Der Gewinner/die Gewinnerin des ersten Preises erhält eine Einladung zur MediaSoundHamburg inklusive kostenloser Unterkunft und Verpflegung.

 

Der Young Talent Award Media Music wird 2019 zum sechsten Mal im Rahmen der MediaSoundHamburg verliehen. Preisträger*innen der vergangenen Jahre waren Lev Tyrnov /Ukraine und Rune Eskildsen/Dänemark (2018), Maxime Hervé/Frankreich (2017), Hayat Selim/Ägypten (2016), Simon Schmidt/Deutschland (2015) und Alin Oprea/Deutschland (2014).

Wert und Wirkung

Wert und Wirkung


Das journalistische Qualitätsumfeld von NDR 2 und die Hörerverfassung im Tagesverlauf haben unmittelbaren Einfluss auf die Werbewirkung. Sie geben den Rahmen vor, in dem Werbung eingeordnet und beurteilt wird. Auch die Positionierung des Senders im Norden als Garant für die Mitte der Gesellschaft mit starker regionaler Verbundenheit, hoher Wertigkeit und Kultivierung wird auf die Werbung übertragen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des rheingold Instituts im Auftrag von NDR Media zur »Werberezeptionsverfassung und Branchenpassung vor den NDR 2 Nachrichten«.

 

Nicole Hanisch, Studienleiterin und Mitglied der Geschäftsführung des rheingold Instituts, fasst das Kernergebnis der Studie wie folgt zusammen: »Für die Befragten ist NDR 2 der Heimatsender für den Norden, der die Region verbindet, mit relevanten Informationen und gut recherchierten Beiträgen versorgt, dabei den Zuhörer durch den Tag trägt und niveauvoll informativ begleitet.«

 

NDR 2 definiert im soziographischen Sinne die Mitte der Gesellschaft im Norden. Bei NDR 2 fühlt sich der Hörer gut aufgehoben. Die Nachrichten werden von den Befragten als sachlich und glaubwürdig bewertet. Sie fokussieren sich auf das Wesentliche. Mit diesen journalistisch gut recherchierten Informationen fühlen sich die Hörer für den Alltag bestens ausgerüstet.

 

Passende Werbung im Qualitätsumfeld

 

Der Block aus Werbung, Nachrichten, Wetter und Verkehr wird von den Befragten als eine Einheit empfunden, als zusammenhängender Informationsblock, der den Tag strukturiert. Die dort geschalteten Werbespots werden als positive Impulse wahrgenommen.

»Die Studienergebnisse unterstreichen das qualitativ hochwertige sowie glaub- und vertrauenswürdige Programmumfeld, in dem sich Werbetreibende sehr gezielt platzieren können. Werbung bei NDR 2 kann die Marke und/oder das Produkt aufwerten«, erläutert Ronja Böhlke, verantwortlich für Werbung und Verkaufssteuerung bei NDR Media.

 

Studiendesign

 

Das rheingold Institut befragte im November 2018 insgesamt 42 Probanden, 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen, jeweils im Alter 30- bis 45 Jahre sowie 46- bis 59 Jahre.

Erhebungsorte waren Hamburg (2 Gruppen, 13 Interviews) und Hannover (13 Interviews). Das Nutzungsverhalten der Probanden war unterteilt in Heavy User (Hören mind. 1x/Tag die NDR 2 Nachrichten und mind. 1-2x/Woche mehrmals täglich zu unterschiedlichen Tageszeiten) und Light User (Hören mind. 2x/Woche die NDR 2 Nachrichten, mind. jede 2. Woche samstags oder mind. 1x/Woche zu unterschiedlichen Zeiten)

 

Über NDR Media

 

NDR Media ist eine 100-prozentige Werbetochter des NDR mit Sitz in Hamburg. Zu den Geschäftsfeldern gehören neben der Werbezeitenvermarktung für Hörfunk unter anderem auch Eventsponsoring, Kooperationsmarketing und Crossmedia.

 

Über das rheingold institut

 

Das rheingold institut gilt als eines der führenden Institute der qualitativen und quantitativen Marktforschung und spürt mit tiefenpsychologischen Methoden gesellschaftliche Trends auf. Rund 45 feste und 55 freie Mitarbeiter erforschen Märkte, Medien und Kultur. Daraus ist ein einzigartiger Erfahrungsschatz zu den unterschiedlichsten Themen entstanden. rheingold verfügt damit über umfassendes, stets aktuelles Verbraucherwissen weltweit. Mit Dependancen in San Francisco und Shanghai baut das Institut seine Internationalität stetig aus.

Workshop mit Band

Workshop mit Band


Im viertägigen Music Production Workshop (5. bis 8. August 2019) mit der Band Sahad the Nataal Patchwork geben Thomas Görne und Made Indrayana von der Hochschule für Angewandte Medien Hamburg (HAW) Einblicke in die Produktion eines Tonträgers. Veranstalter sind die Internationale Film- Fernseh und Musikakademie (IFFMA) in Zusammenarbeit mit der HAW und der MediaSoundHamburg. Das öffentliche Konzert mit der bekannten Band aus dem Senegal am 9. August 2019 um 21 Uhr im Resonanzraum ist Abschluss des Workshops und zugleich Start der 9. Internationalen Hamburger Sommerakademie für Filmmusik, Gamemusic und Sounddesign.

Der Praxisworkshop unter dem Motto »Vom Mikrofon zum fertigen Mix« richtet sich an Musiker*innen, Komponist*innen, Produzent*innen und Toningenieur*innen, die mehr Erfahrung auf dem Gebiet Aufnahme und Mischung sammeln möchten. Es geht unter anderem um Raumakustik, um die Wechselwirkungen von Instrument, Raum und Mikrofon sowie um die Aufstellung der Mikrofone und des Mischpults einschließlich der Outboardeffekte im Aufnahmeprozess zur Unterstützung der musikalischen Ziele der Band oder des Produzenten. Vor Ort wird mit der Band Sahad the Nataal Patchwork gearbeitet. Frontman Sahad Sarr und seine Musiker schlagen eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und mischen viele musikalische Stile: vom senegalesisches Mbalax, über malischen Wüstenblues, Afrobeat, kubanische Musik bis hin zum Rock und Jazz.

Bettermakers

Filme für ein besseres Miteinander


Noch bis zum 15. April 2019 können Jugendliche bis 19 Jahre ihren Film für den neuen Wettbewerb »Film uns Deine Meinung!« auf der sozialen Videoplattform Battermakers hochladen. Gesucht werden Kurzfilme bis maximal 4 Minuten, in denen Jugendliche gesellschaftliche Probleme wie zum Beispiel Umweltschutz, Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Generationenvertrag, Diskriminierung oder Altersarmut thematisieren und ihre Vorstellungen von einem besseren gesellschaftlichen Miteinander sichtbar machen.

 

 »Dabei sind alle Filmgenres erlaubt. Der Kurzfilm kann allein, im Team, in der Schule oder in Jugendeinrichtungen realisiert werden«, sagt Esther Kaufmann, Projektleitern von Bettermakers. Eine Jury aus Jugendlichen und Branchenprofis unter anderem mit Lars Jessen (Regisseur und Produzent), Anne Wendelin (Studio Rakete GmbH), Sören Wendt (Animationsregisseur), Jon Frickey (Animationsregisseur), Marcel Wicker (Pinkstinks Germany e.V.) und Michael Krennerich (Vorsitzender des Nürnberger Menschenrechtszentrums), wählt die drei besten Filme aus. Die Gewinner*innen des zweiten und dritten Preises erhalten Gutscheine in Höhe von 150 und 250 Euro für Filmequipment, der/die Gewinner*in des ersten Preises darf an einem hochwertigen Filmworkshop teilnehmen.

 

Die soziale Videoplattform www.better-makers.de ist ein Projekt der Hamburger Initiative für Menschenrechte. In einer Pilotphase wurden in Kooperation mit einigen Hamburger Schulen erste Videos für die Plattform produziert und die Website nach den Wünschen der Jugendlichen entwickelt. Ein weiterer Bestandteil der Plattform sind Umfragen zu bestimmten gesellschaftsrelevanten und politischen Themen. Geschulte gleichaltrige Moderator*innen geben Impulse und greifen, wenn nötig, in Diskussionen ein.

»Mit unserem Projekt möchten wir Hamburger Jugendliche über das Medium Film zum Nachdenken anregen und miteinander ins Gespräch bringen. Unsere Plattform www.better-makers.de bietet Jugendlichen einen digitalen Raum, in dem sie ohne Hemmschwelle Meinungsbildung üben, sich über Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen, austauschen und gemeinsam neue Utopien entwickeln können«, sagt Susanna Hegewisch-Becker von der Hamburger Initiative für Menschenrechte.

 

Ein Film des Bettermaker-Projektes hat es aktuell in die Auswahl für das diesjährige Hamburger Nachwuchsfilmfestival »abgedreht!« geschafft: Der Animationsfilm Stoppt Diskriminierung von Anna Stolper, Samira Mansuri und Rosalie Reschke wurde am Donnerstag, 13.12.2018 um 12.30 Uhr im Metropolis Kino auf der großen Leinwand gezeigt. Die drei Schülerinnen des Corvey Gymnasiums realisierten das Projekt im Rahmen ihrer Film AG und der Hochbegabten-Förderung und mit Unterstützung der Filmemacherin Barbara Dévény und den Lehrerinnen Isabel Peters und Lisa Liepelt.

 

Projektleiterin Esther Kaufmann: »Wir sind sehr stolz auf die Macher*innen des Films, die die Werte und das Motto unseres Projekts Bettermakers so wunderbar umgesetzt und eine spannende kreativ-künstlerische Ausdrucksform gefunden haben.«

 

Foto: Bettermakers

abgedreht_Preise

Preise für den Filmnachwuchs


Feierlicher Abschluss des 30. Hamburger Nachwuchsfilmfestivals »abgedreht!« war der Jubiläumsabend mit Preisverleihung am 14.12.2018 im Metropolis Kino. Insgesamt fünf Teams bzw. Einzelpersonen wurden ausgezeichnet, darunter Schülerinnen und Schüler des Lycée Français de Hambourg »Antoine de Saint-Exupéry« für ihren Anti-Mobbing-Film Das Opfer. Der Täter und die HAW-Studentin Magda Kreps für ihren Animationsfilm Die Doppelung.

 

In dem Film Die Doppelung visualisiert Magda Kreps, Studentin an der HAW Hamburg, Department Design, das Gefühl der Scham. Laut Jury (Dario Becker, Filmfest Hamburg; Laura Schubert Mo & Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg; Julia Ritschel, Regisseurin) gelingt ihr dies mit einer »ganz besonderen Handschrift«, mit »spielerischen Bildern und einer subtilen Montage«. Eine weitere Auszeichnung erhalten die Schülerinnen und Schüler des Lycée Français de Hambourg »Antoine de Saint-Exupéry« für ihren Film Das Opfer. Der Täter über Mobbing, Verwundbarkeit und Rachegefühle. Vor allem trage, so die Jury, der charmante Hauptdarsteller Raphael »auf eindrückliche Weise dazu bei, dass sich der Film nicht in moralischen Dogmen verliert«. Ausgezeichnet wurde außerdem der Trickfilm Die Prinzessin und das Monster, realisiert von Hamburger Kita-Kindern und Grundschüler*innen. Das Projekt entstand im Rahmen des Medienprojektes »Haste Töne?« der Rudolf-Ballinn-Stiftung und hat die Jury in puncto Einfallsreichtum überzeugt. Einen Preis für die beste Independent-Produktion erhielt Akim Trüller für seinen Film Falsehood über einen jungen Afrikaner, der nach Europa kommt, um für sich und seine Familie ein besseres Leben aufzubauen, jedoch schon bald mit der harten Realität konfrontiert wird. Die Jury zeigte sich vor allem beeindruckt von der Inszenierung, vom Farbkonzept und von der Tonästhetik. Der Publikumspreis geht an Alles oder nichts, ein Actionfilm à la Ocean Eleven von Conny Padberg und Jonathan Quast.

 

»Um den Filmnachwuchs in Hamburg müssen wir uns keine Sorgen machen! Nicht nur die Preisträgerfilme sind großartig, sondern alle für unser Programm ausgewählten Filme zeichnen sich durch erzählerischen Einfallsreichtum und cineastisches Experimentierfreude aus«, sagt Festivalleiter Lars Hertling, der nach zehn Jahren die Festivalleitung abgibt. Seine Nachfolgerin ist die Kultur- und Medienmanagerin Carina Steffen-Schwering.

 

Insgesamt 45 Kurzfilme von Schüler*innen, Studierenden und jungen Erwachsenen bis 27 Jahren aus Hamburg und der Metropolregion wurden am 13. und 14. Dezember auf der großen Kinoleinwand gezeigt und von den Filmemacher*innen persönlich vorgestellt. Tipps gab es von Filmexpert*innen, die als Medienpädagog*innen, Filmwissenschaftler*innen bei Festivals, in Schulen oder bei der Filmförderung arbeiten. Rund 800 Besucher kamen zur diesjährigen Ausgabe des Hamburger Nachwuchsfilmfestival »abgedreht«! ins Metropolis Kino.

 

Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival »abgedreht«! begann 1988 unter dem Namen »abgezoomt - die Hamburger Film- und Videoschau von und für Schüler« als dreitägige Filmschau, wurde zwischenzeitlich auf einen Festivaltag verkürzt, hieß dann »abgedreht: Hamburger Jugendmediale« und hat sich unter dem jetzigen Namen als zweitägiges Festival in der Hansestadt fest etabliert. Veranstalter sind der jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., das Jugendinformationszentrum (JIZ) Hamburg und das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, weiterer Unterstützer ist das Metropolis Kino.

 

Foto: Claudia Meiners

abgedreht

Ein Fest für den Filmnachwuchs


Am 13. und 14.12.2018 präsentiert sich der Filmnachwuchs aus Hamburg und Umgebung im Metropolis Kino: 44 Kurzfilme, realisiert von Schülerinnen und Schülern, jungen Erwachsenen und Studierenden bis 27 Jahren, werden beim 30. Hamburger Nachwuchsfestival »abgedreht!« in sieben Programmblöcken auf der großen Leinwand präsentiert und im Anschluss mit dem Publikum und mit Experten aus der Film- und Fernsehbranche diskutiert.

 
Stolz sind die Festivalmacherinnern und -macher im Jubiläumsjahr nicht nur auf den großen Zuspruch, sondern auch auf die vielen ehemaligen und heute in der Banche bekannten Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie Fatih Akin, Angelina Maccarone, Janek Rieke, Ayse Polat, Martina Plura und Özgür Yildirim. Der Hamburger Regisseur (Chiko, Blutzbrüdaz, Boy7 und Nur Gott kann mich richten) kann sich noch gut an die Vorstellung seines ersten Kurzfilms Don Juan de Türko in der Hamburger Markthalle erinnert. Das war im Jahr 2000, als das Festival noch »abgezoomt« hieß: »Die Leinwand und das Publikum beeindruckten mich sehr, vorher schauten nur Freunde und Familie meine Filme auf meinem Röhrenfernseher«, so Yildirim.

 

Festivalleiter Lars Hertling: »Diese Karrieren freuen uns natürlich riesig! Unser Festival ist eines der ältesten Nachwuchsfestivals in Deutschland und bis heute eine wichtige Plattform für junge, film- und kinobegeisterte Menschen aus Hamburg und der Metropolregion, die selber Filme drehen und die sich mit dem Medium ernsthaft und kreativ auseinandersetzen. Das Erlebnis Kino, mit dem eigenen Werk dabei zu sein und das Feedback, der Applaus von Unbekannten ist zugleich Kritik und Wertschätzung der eigenen Arbeit und eine Ermutigung zum Weitermachen. Darüber hinaus entstehen hier Verbindungen und Kontakte, die sehr wertvoll sein können.«

 

Gezeigt werden in diesem Jahr Komödien, Horror- und Historienfilme, Literaturverfilmungen, animierte Kurzfilme, Musikvideos und ein Aufklärungsfilm. Es geht um Umweltschutz, um Schutz vor Diskriminierung, um Flucht und Verfolgung, um Konflikte in der Familie, um Sehnsüchte und Superhelden-Kräfte. Die Filme wurden von Einzelpersonen gemacht oder sie sind in Teamarbeit an Schulen, in Filmclubs oder medienpädagogischen Einrichtungen entstanden. Der längste Film ist 38 Minuten lang, der kürzeste Film dauert knapp 45 Sekunden. Gezeigt werden auch aktuelle Arbeiten von Studierenden der Hamburg Media School, der Hochschule für bildenden Künste und der HAW.

 

»Die Kernthemen haben sich in den drei Jahrzehnten nicht grundlegend geändert«, erläutert Lars Hertling. Es sind mehr die Darstellungsformen und Erzählweisen, die von den aktuellen Sehgewohnheiten und technischen Entwicklungen beeinflusst werden. Und was sich mit einer gewissen Verzögerung zeigt, sind gesellschaftliche Entwicklungen, Veränderungen in der Kommunikation und eine Grundstimmung unter den jungen Leuten.«

 

Die Preisverleihung am 14.12.2018 um 20 Uhr ist zugleich die offizielle Jubiläumsfeier mit vielen Gästen und mit einem Rückblick auf 30 bewegte und bewegende Festivaljahre. Kurzfilme der letzten drei Jahrzehnte werden in die jeweiligen sieben Programmblöcke mit eingebaut.

 

Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival »abgedreht«! begann 1988 unter dem Namen »abgezoomt - die Hamburger Film- und Videoschau von und für Schüler« als dreitägige Filmschau, wurde zwischenzeitlich auf einen Festivaltag verkürzt, hieß dann »abgedreht: Hamburger Jugendmediale« und hat sich unter dem jetzigen Namen als zweitägiges Festival in der Hansestadt fest etabliert. Veranstalter sind der jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., das Jugendinformationszentrum (JIZ) Hamburg und das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, weiterer Unterstützer ist das Metropolis Kino.

 

www.abgedreht-hamburg.de

Foto: Musik sein/Stadtteilschule Wilhelmsburg

 

 

Kunst und Protest

Kunst und Protest


Aid A fördert den Performance-Künstler Silvanos Mudzvova aus Simbabwe und ermöglichte am 13.11.2018 im Rahmen der Tage des Exils die Uraufführung seiner satirischen Performance »King of Mutapa« im Lichthof Theater.

 

Eine dunkle Bühne, auf dem Boden Laub, Räucherstäbchen, Federschmuck, Masken und Tierfelle: Der Performance-Künstler Silvanos Mudzvova ist King of Mutapa und Chronist einer vergangenen Zeit, die bis heute (nach)wirkt. Er schlüpft in die Rolle der Herrscher, der Eroberer, der Ahnen und Heiler, der Unterdrückten und Gefolterten, begleitet von den sich ständig wiederholenden Klängen der Mbira (Musik: Björn Norrgard). Mit vollem Körpereinsatz und großer Intensität vermittelt Mudzvova das Leid seiner Vorfahren und seines Landes. Wütend spricht er vom eigenen Schmerz und demonstriert grotesk hinter einer Masken-Fratze die Härte der Eroberer, der Regierenden und Herrschenden. Geschichte wiederholt sich.

 

Es ist auch die eigene Geschichte, die Silvanos Mudzvova mit seiner Performance im Rahmen der Tage des Exils preisgibt. Auch er ist Opfer des repressiven Regimes in Simbabwe und wurde wegen seiner regimekritischen Theaterarbeiten und seinen Aktionen im öffentlichen Raum unter dem ehemaligen Präsidenten Robert Mugabe verhaftet, entführt und gefoltert, zuletzt im September 2016. Seitdem ist er linksseitig gelähmt.

 

Mudzvova lebt und arbeitet aktuell in Manchester. Dort gründete er 2017 den Online TV-Kanal BhanditiTV als alternativen Medienkanal für Simbabwe. Im gleichen Jahr wurde er mit dem Václav Havel Prize for Creative Dissent ausgezeichnet, 2018 war er für den Freedom of Expression Award nominiert.

 

Sein Theaterstück »King of Mutapa« schrieb er 2017 als Stipendiat an der Universität Manchester. Die Uraufführung in Hamburg und das anschließende Publikumsgespräch mit Anne Jäger von saavy contemporary wurde durch den Verein Aid A  - Aid for Artists in Exil ermöglicht und finanziert. Weitere Aufführungstermine sind am am 24.11. (Brüssel), 25.11 (Gent), 1.12. (Oulu) und 3.12.2018 (Helsinki).

 

Aid A – Aid for Artists in Exile führt seit 2017 mit gleicher Buchstabenfolge aber unter neuem Namen und mit neuer inhaltlicher Ausrichtung die Arbeit des von Ariane Mnouchkine und Patrice Chéreau 1979 in Paris gegründeten Vereins AIDA (Association Internationale de Défense des Artistes /Internationale Vereinigung zur Verteidigung verfolgter Künstler) im Sinne ihrer Gründer*innen fort: »Wir werden Zeugnis ablegen, wir werden das Echo derjenigen sein, die um Hilfe rufen. Wir werden ihre Schriften vervielfältigen, ihre Zeichnungen nachmalen, ohne Unterlass ihre Worte wiederholen, ihre Musik aufführen«.

 

Fotos: Alexander Merbeth, Bente Stachowske

 

Erste Namen

Erste Namen


MediaSoundHamburg arbeitet unter Hochdruck am Programm für 2019. Schon zwei internationale MasterClasses stehen fest. Randy Thom kommt erneut nach Hamburg und leitet die MasterClass Sound Design. Für die MasterClass Foley konnte  MediaSoundHamburg-Leiter Achim Esser-Mamat Sue Harding und Adam Méndez gewinnen.

 

Die MasterClasses richten sich an SoundDesigner*innen, Tonmeister*innen, Toningenieur*innen, Musiker*innen, Komponist*innen, Regisseur*innen und Produzent*innen. Die Teilnehmer*innen erhalten im Vorfeld der Workshops eine Hausaufgabe zur Erstellung eines eigenen Sounddesigns, eines eigenen Foleys. Die Ergebnisse werden jeweils Teil der Diskussionen am letzten Tag des Workshops sein.

Die MasterClass Sound Design bietet die einzigartige Möglichkeit, in enger Zusammenarbeit mit einem der renommiertesten Sounddesigner unserer Zeit praktische Erfahrungen zu sammeln und persönliches Feedback zur eigenen Arbeit zu erhalten. Randy Thom plant, einige »On Location«-Aufnahmen zu machen, deshalb bitten wir alle Teilnehmer*innen, ihr eigenes Audio Recording Equipment mitzubringen. Es gibt einen ProTools-Arbeitsplatz für jede/jeden Teilnehmer*in, eigene Laptops/MacBook können mitgebracht werden.

 

In der MasterClass Foley werden die Teilnehmer*innen nach einem Theorieteil aufgefordert, selbst Geräusche aufzunehmen, zu editieren und zu präsentieren. Für jede/n Teilnehmer*in steht ein ProTools Arbeitsplatz zur Verfügung, eigene Laptops/MacBook können mitgebracht werden. Für die Foley-Recording Sessions wird gebeten, eigenes Audio-Recording-Equipment mitzubringen.

 

MediaSoundHamburg findet vom 9. bis 18. August 2019 statt.

Preise und Bilanz

Preise und Bilanz


Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung sind am Abend vor dem Abschlussfilm Loro von Paolo Sorrentino im CinemaxX Dammtor die Preise des 26. FILMFEST HAMBURG vergeben worden. Festivalleiter Albert Wiederspiel freut sich über einen leichten Besucherzuwachs, trotz Herbstferien, und über den großen Erfolg des 16. MICHEL Kinder und Jugend Filmfest.

»Wir können mit rund 43.000 Besuchern erneut an das sehr gute Vorjahresergebnis anknüpfen und einen leichten Besucherzuwachs verzeichnen. Trotz oder gerade wegen Herbstferien und Feiertag hatte das Hamburger Publikum Lust auf Kino, auf Filme aus aller Welt, auf Diskussionen und Austausch«, sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel. Besonders gerührt habe das Publikum die Verleihung des Douglas Sirk Preises an den iranischen Regisseur Jafar Panahi, dessen Tochter den Preis entgegennahm. »Ein Festivalmoment, den es vielleicht nur einmal gibt und den man nie vergessen wird.« Besonders erfreulich sei die Auslastung beim diesjährigen MICHEL Kinder- und Jugend Filmfest von rund 70 Prozent. Das zeitlich vorgelagerte Binnenalster Filmfest in Kooperation mit dem City Management Hamburg und mit dem Verein Lebendiger Jungfernstieg e.V. unter freiem Himmel, verzeichnete in diesem Jahr insgesamt über 10.000 Besucher an vier Abenden.

 

Informationen zu den Preisträger*innen finden Sie hier.

Das 27. FILMFEST HAMBURG findet vom 26. September bis 5. Oktober 2019 statt.

 

Foto: Filmfest Hamburg/Martin Kunze