Kultur auf einen B(K)lick

Kultur auf einen B(K)lick


Ob Theater, Ausstellung, Konzert oder Lesung: Mit der NDR Kultur Karte können Kulturinteressierte zu vergünstigten Preisen an ausgewählten Kulturveranstaltungen teilnehmen. Ab sofort ist es noch einfacher, auf der neuen Website die kulturelle Vielfalt im Norden zu entdecken – ganz bequem am Computer, auf dem Tablet oder auf dem Handy.

 

Die von der Agentur No agency im Auftrag von NDR Media neu gestaltete Website ndrkulturkarte.de gibt einen Überblick über das umfassende Kulturangebot der rund 150 Kulturpartner und 35 Partnerkinos in den fünf Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

 

 »Die wichtigste Neuerung der Website ist die Shop-Integration. Die interessierten Besucher können sich nicht nur über das Angebot informieren, sondern die NDR Kultur Karte sofort online bestellen und sie über neue Zahlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel PayPal online bezahlen. Der wichtigste Klickpfad ist der zum Shop. Der Call-To-Action-Button ‚Karte bestellen‘ befindet sich im Header und ist somit von jeder Seite zu erreichen«, sagt No agency-Geschäftsführerin Lilian Jepsen. Eine große Herausforderung für die Agentur war die Zielgruppenansprache: »Mit dieser modernen Website möchten wir auch junge Kulturbegeisterte ansprechen. Es ist uns aber ebenso wichtig, dass sich die treuen und langjährigen Besitzer der NDR Kultur Karte weiterhin auf der neuen Website zurechtfinden.«

 

Herzstück ist die Veranstaltungsseite, die wie ein Kulturkalender funktioniert: NDR Kultur Karteninhaberinnen und -inhaber können sich von den angezeigten und kuratierten Veranstaltungen inspirieren lassen, nach Bundesland und Stadt filtern und schnell die jeweilige Wunschausstellung oder die Lieblingslesung finden.

 

Carsten Neitzel, Geschäftsführer NDR Media: »Wir freuen uns über den neuen Internetauftritt der NDR Kultur Karte. Dieser überzeugt mit einer intuitiven Nutzerführung und einem responsiven Webdesign. Kulturinteressierte können sich zukünftig zu Hause oder von unterwegs auf der neuen Website über ermäßigte und kostenfreie Veranstaltungen informieren und als Besitzer der NDR Kultur Karte die vielseitigen kulturellen Angebote vergünstigt nutzen. Zeitgemäß gibt es die NDR Kultur Karte ab sofort auch papierlos in digitaler Form direkt für das Smartphone.«

 

NDR Media ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) mit Sitz in Hamburg. Zu den Geschäftsfeldern gehören neben der Werbezeitenvermarktung für Hörfunk und Fernsehen unter anderem auch Event- und Kooperationsmarketing, Sponsoring und Crossmedia.

 

Führungswechsel

Führungswechsel


Katharina Jann, Ulrich Meyer-Horsch und Jan Oberndorff übernehmen ab Januar 2020 die Geschäftsführung der Schule für Schauspiel Hamburg (SfSH). Das neue Leitungsteam tritt die Nachfolge von Michaela Uhlig und Olivia Rüdinger an, die die staatlich anerkannte Schule 1987 gemeinsam gegründet haben und noch bis Ende des Jahres leiten.

 

Jan Oberndorff, der bereits seit 2011 zur Geschäftsleitung der Schule für Schauspiel gehört, wird zusammen mit Ulrich Meyer-Horsch die künstlerische Leitung übernehmen. Beide haben ihre Ausbildung an der SfSH absolviert, standen als Schauspieler auf Theaterbühnen und vor der Kamera und arbeiteten erfolgreich als Regisseure und Dozenten im In- und Ausland. Ulrich Meyer-Horsch war stellvertretender Intendant der Kreuzgangspiele Feuchtwangen, Gastprofessor an der Yeditepe Universität Istanbul und ist Ausbilder im Rahmen der internationalen Michael Chekhov Association in New York.

 

Jan Oberndorff und Ulrich Meyer-Horsch sind für das Curriculum der dreijährigen Ausbildung zum Theater- und/oder Filmschauspieler/in und die Fortbildungsangebote verantwortlich, die kontinuierlich ausgebaut und an die Anforderungen des Marktes angepasst werden sollen. Außerdem möchten sie Kooperationen mit Theatern und Produktionsfirmen ausbauen und die Internationalisierung der Schule vorantreiben. »In allen Bereichen des Lebens wird Austausch und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg immer selbstverständlicher. Wir werden mit internationalen Schulen zusammenarbeiten und wollen für Studierende aus dem Ausland noch attraktiver werden. Unser Ziel ist es, in zwei bis drei Jahren unsere Ausbildung in den ersten beiden Semester zweisprachig anzubieten«, sagt Jan Oberndorff.

 

Die kaufmännische Leitung liegt in den Händen von Katharina Jann. Die studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaftlerin arbeitete unter anderem am Thalia Theater, als Produktionsleiterin für Christoph Schlingensiefs letzte internationale Inszenierung »Via Intolleranza II« und als Assistentin der Geschäftsführung an der Schule für Schauspiel Hamburg. Nach einem Zwischenstopp als Marketing-Assistentin an den Hamburger Kammerspielen kehrte sie 2014 als Geschäftsleiterin und Verantwortliche für die Bereiche Presse und Marketing an die SfSH zurück. Im neuen Geschäftsführungs-Team wird sie neben ihren betriebswirtschaftlichen Aufgaben auch Theatergeschichte und Selfmanagement unterrichten.

 

Auf dem Lehrplan der staatlich anerkannten Schauspielschule in der Oelkersallee 33 stehen alle relevanten Schauspielmethoden, die in den vergangenen hundert Jahren entwickelt worden sind (Jerzy Grotowski, Michael Chekhov, Konstantin Stanislawski, Sanford Meisner) um den Schüler_innen eine möglichst große Wahlfreiheit und Entfaltungsmöglichkeit zu bieten. Im letzten Ausbildungsjahr können die Studierenden zwischen einem auf den Bereich Theater bzw. Film spezialisierten Abschluss wählen, um sich auf die sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen jeweils optimal vorbereiten zu können.

 

Das Dozententeam der Schule besteht aus renommierten Praktikern aus der Theater- und Filmszene. Absolvent_innen der SfSH spielten bzw. spielen aktuell unter anderem am Thalia Theater (Jennifer Wollny in »Der Spieler« ), Altona Theater (Johan Richter, Nadja Wünsche in »Die Kempowski-Saga«; Selina Bödewadt, Mats Kampen, Jacob Loerboks, Hannes Träbert, in »Shakespeare in Love« ), Hamburger Kammerspiele (Lisa Tschanz in »Glücklich in 90 Minuten« ) und Ernst Deutsch Theater (Alina Hidic, Flavio Kiener, Rabea Lübbe, Daniel Schütter in »Pension Schöller« ). Beim Musical »Harry Potter«, das am 15. März 2020 Premiere feiert, sind Tino Frers, Cornelius Henne und Uwe Serfain mit dabei. Weitere namhafte Schauspieler_innen, die ihre Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg absolviert haben, sind unter anderem Pheline Roggan, Patrick Abozen, Niklas Osterloh, Aybi Era und Henny Reents.

Lesen macht glücklich

Lesen macht glücklich


Der nicaraguanische Schriftsteller und Cervantes-Preisträger 2017 Sergio Ramírez ist Namenspatron der Bibliothek des Instituto Cervantes Hamburg.

 

»Für die Freie und Hanstadt ist die Umbenennung der Bibliothek eine große Ehre«, sagte Schulsenator Ties Rabe am Montagabend im Rahmen einer Feierstunde im Instituto Cervantes Hamburg in Anwesenheit von Sergio Ramírez. Es werde damit nicht nur die literarische Leistung des Schriftstellers gewürdigt, sondern auch dessen politisches und gesellschaftliches Engagement für sein Heimatland, mit dem Hamburg über die Städtepartnerschaft mit Léon freundschaftlich verbunden sei. Literatur sei auch immer ein Weg zur Reflexion und zur Veränderung, so Rabe. »Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen, dass viele Menschen hierherkommen.«

 

 »Bibliotheken haben in unserer heutigen Zeit eine große Bedeutung«, sagte Luis García Montero, Direktor der Cervantes Institute, in seinem Grußwort. »Wir können das Lesen, die Literatur als Metapher demokratischer Gesellschaften verstehen. Freiheit wurde immer durch das Lesen gefördert.« Sergio Ramírez als einer der wichtigsten Erzähler Nicaraguas und als politischer Mensch, der unter den totalitären Systemen gelitten hat, passe perfekt als Namensgeber. Er habe niemals den Glauben an die Utopie verloren und stehe für die demokratische Identität seines Landes.

 

Sergio Ramírez freut sich »in der der Bibliothek des Instituto Cervantes Hamburg jetzt unter Büchern zu leben, dem Paradies, von dem Borges immer geträumt hat.« In seiner Ansprache verglich er ein Buch mit einem Haus, das aus vielen Räumen und Etagen besteht, ein Haus mit offenen Türen und Fenstern mit unterschiedlichen Ausblicken. Es erfülle ihn mit Glück, durch das Lesen und mit Büchern in andere Landschaften einzutauchen, immer jemand anderes sein zu dürfen und mit jeder Seite seine Vorstellungskraft zu erweitern. »Lesen macht glücklich«, so der Schriftsteller, der im Anschluss an die Feierstunde im Instituto Cervantes Hamburg vor rund 100 Gästen sein neuestes Buch Um mich weint keiner mehr vorstellte. Die deutschen Passagen hat der Schauspieler Rolf Becker vorgetragen.

 

Seit 2005 werden die Bibliotheken der Cervantes Institute meistens nach einem Cervantes Literatur-Preisträger (»Premio Cervantes«) benannt. Die Preisträger*innen werden nach ihrer besonderen Beziehung zu der Stadt oder dem Land, in dem sich das jeweilige Instituto Cervantes befindet, ausgewählt. Das Instiuto Cervantes Hamburg hat als letzter deutscher Standort seine Bibliothek umbenannt. Namensgeber der Instituts-Bibliotheken in Berlin, Bremen, Frankfurt und München sind der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa, der chilenische Dichter Gonzalo Rojas, der spanische Dichter Antonio Gamoneda und der paraguayische Schriftsteller Augusto Roa Bastos.

 

Die öffentlich zugänglichen Sergio Ramírez Bibliothek im Bug des Chilehauses stellt unter fachkundlicher Leitung des Bibliothekars Arturo Munguía Mediavilla neben zeitgenössischer Literatur und Zeitschriften und einer ständig wachsenden spanischen Kinderbuchsammlung auch DVDs mit aktuellen Filmen und Filmklassikern aus Spanien und Lateinamerika sowie CDs mit Musik aller Stilrichtungen zur Verfügung.

 


Neuer Ort, neuer Termin, neue Leitung

Neue Leitung, neuer Ort, neuer Termin


Noch bis zum 19. Dezember 2019 können Schüler*innen und junge Erwachsene bis 27 Jahre sowie Filmstudierende ihre Kurzfilme für das 31. Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! am 25. und 26. März 2020 im Uebel & Gefährlich einreichen.

 

Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! möchte die gesamte Bandbreite der in Hamburg und in der Metropolregion produzierten Filmprojekte zeigen. Erwünscht sind aktuelle, in 2018/2019 entstandene Filme aller Genres. Das können Filme sein, die in der Schule, in Jugendeinrichtungen oder in Hochschulen entstanden sind oder von freien Gruppen und Einzelpersonen produziert wurden.

 

Unter der neuen Leitung von Carina Steffen-Schwering findet das Festival am 25. und 26. März 2020 erstmals im Uebel & Gefährlich statt:

 

»Wir möchten mit dem Festival zukünftig die Vernetzung und den Austausch der Filmemacher*innen untereinander intensivieren. Der bei jungen Menschen beliebte Musikclub Uebel & Gefährlich eignet sich mit seiner lockeren und kommunikativen Atmosphäre hervorragend dafür, sagt Festivalleiterin Carina Steffen-Schwering.

 

Neben den Filmvorführungen mit anschließendem Q & A auf der Bühne wird es jeweils an den Vormittagen interaktive Impulse von professionellen Filmemacher*innen geben. Mit der aktuell im Rahmen des Projektfonds »Kultur & Schule« geförderten Abgedreht FilmSchool sollen Hamburger Schulen stärker in die Abläufe des Festivals eingebunden werden. So wird es im Vorfeld von abgedreht! Filmprojekte an den neuen Partnerschulen (Stadtteilschule Mitte, Gymnasium Lerchenfeld, Margaretha-Rothe-Gymnasium und Stadtteilschule Meiendorf) des Festivals geben, bei denen Filme entstehen. Ebenfalls werden sich die Schüler*innen und Lehrkräfte der Partnerschulen schon vor dem Festival im Unterricht mit den eingereichten Filmen befassen und Fragen an die Filmemacher*innen, die sie bei abgedreht! kennenlernen können, vorbereiten. Auf dem Festival wird es zusätzlich einen Intensivworkshop für abgesandte Schüler*innen der Partnerschulen geben.

 

Regisseur*innen wie Angelina Maccarone, Fatih Akin, Sven Taddicken, Özgür Yildirim, Benjamin Teske und Janek Rieke haben ihre Filme beim Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht, das im vergangenen Jahr 30. Jubiläum feierte, gezeigt.

 

abgedreht! wird veranstaltet vom jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., vom Jugendinformationszentrum (JIZ) Hamburg und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Weitere Unterstützer sind das Uebel & Gefährlich, das Mediennetz Hamburg e.V. und das up-and-coming Internationales Film Festival Hannover.

 

Informationen zur Einreichung und zum Filmfestival gibt es unter www.abgedreht-hamburg.de

Kultureller Brückenschlag

Kultureller Brückenschlag


Im Rahmen einer Feierstunde wird am 25. November 2019 die öffentliche Bibliothek des Instituto Cervantes im Chilehaus in »Bibliothek Sergio Ramírez« umbenannt. Namensgeber ist der nicaraguanische Schriftsteller Sergio Ramírez, der 2017 mit dem »Premio Cervantes«, einem der bedeutendsten Literaturpreise der spanischsprachigen Welt, ausgezeichnet wurde. Sergio Ramírez wird an dem Abend sein neuestes Buch Um mich weint niemand mehr vorstellen.

 

»Wir freuen uns sehr, dass Sergio Ramírez nach Hamburg kommt. Mit der Namensgebung möchten wir nicht nur einen der wichtigsten Erzähler Lateinamerikas ehren, sondern mit unserer Bibliothek im Instituto Cervantes, die offen ist für alle, eine kulturelle Brücke zwischen der Hansestadt und der hispanischen Welt schlagen«, sagt Pedro Jesús Eusebio Cuesta, Direktor des Instituto Cervantes Hamburg.

 

Sergio Ramírez: »Bücher sind die beste Nachbarschaft der Welt. In der Bibliothek des Instituto Cervantes Hamburg werde ich jetzt unter Büchern leben, dem Paradies, von dem Borges immer geträumt hat.«

 

Weitere Gäste des Abends sind anderem der spanische Generalkonsul in Hamburg, Pedro Antonio Villena Pérez, der Hamburger Senator für Schule und Berufsbildung, Ties Rabe, und der Direktor der Cervantes Institute, Luis García Montero.

 

Seit 2005 werden die Bibliotheken der Cervantes Institute meistens nach einem Cervantes Literatur-Preisträger (»Premio Cervantes«) benannt. Die Preisträger*innen werden nach ihrer besonderen Beziehung zu der Stadt oder dem Land, in dem sich das jeweilige Instituto Cervantes befindet, ausgewählt. Sergio Ramírez, 1942 in Masatepe geboren, lebte zwischen 1973 und 1975 als Stipendiat des DAAD-Künstlerprogramms in West-Berlin und war 2001 Gastprofessor an der Freien Universität Berlin. Nach dem Sturz des Regimes 1979 war er Mitglied der fünfköpfigen Regierung Nicaraguas und von 1984 bis 1990 Vizepräsident. Dann überwarf er sich mit den Sandinisten. Bis heute engagiert er sich für Menschenrechte und ist eine der wichtigsten oppositionellen Stimmen in seinem Land. Ramirez, der sich als Schriftsteller, wie er selber sagt, in der »Rolle eines Zeugen« sieht, ist Mitbegründer von EDUCA, dem Verlag der Mittelamerikanischen Universitäten in Costa Rica und arbeitet als Autor und Literaturprofessor.

 

Anlässlich der feierlichen Namensgebung wird es in der Bibliothek eine Ausstellung mit über 70 Werken und Veröffentlichungen des Schriftstellers geben. Sein neuestes Buch Um mich weint niemand mehr stellt Sergio Ramírez im Gespräch mit Inke Gunia, stellvertretende geschäftsführende Direktorin am Institut für Romanistik an der Universität Hamburg und Luis García Montero, Direktor der Cervantes Institute, persönlich vor. Die deutschen Passagen liest der Schauspieler Rolf Becker.

 

 

Feierliche Namensgebung mit Buchvorstellung

25. 11. 2019, 17.15 Uhr

Bibliothek des Instituto Cervantes

Chilehaus, Eingang B, 1. Etage,

Fischertwiete 1, 20095 Hamburg

 

Nach der Veranstaltung lädt das Instituto Cervantes zu spanischem Wein ein. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten

 

Sergio Ramírez steht für Interviews vor der Veranstaltung gerne zur Verfügung.

 

 

Über die Bibliothek des Instituto Cervantes

Die Bibliothek im »Bug« des Chilehauses gehört im weltweiten Verbund aller Bibliotheken der Kulturinstitute zum spanischen Bibliothekssystems. Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich und stellt überwiegend zeitgenössische Literatur und Zeitschriften, spezialisierte Bibliografien und audiovisuelle Medien aus dem gesamten spanischsprachigen Raum zur Verfügung. Weitere Schwerpunkte sind die DVD-Sammlung mit aktuellen Filme und Filmklassikern aus Spanien und Lateinamerika mit spanischen, englischen und teilweise auch deutschen Untertiteln und die CD-Sammlung mit Musik aller Stilrichtungen. Es gibt außerdem einen großen Bestand an Lehr- und Lernmaterialen für den Spanischunterricht, eine ständig wachsende spanische Kinderbuchsammlung sowie E-Bücher in spanischer Sprache. Ansprechpartner vor Ort ist der Bibliothekar Arturo Munguía Mediavilla. Die Bibliothek veranstaltet in regelmäßigen Abständen Literaturzirkel für Erwachsene sowie Lesenachmittage für Kinder, darunter auch Leseförderungs-Initiativen. Fünfzehn Bibliotheken des Instituto Cervantes (darunter auch Hamburg und Berlin) nehmen an einem neuen Projekt teil: In einem virtuellen Leseclub können Nutzer*innen der deutschen Bibliotheken mit Nutzer*innen der Instituto-Cervantes-Bibliotheken von Sydney, Athen, Rabat oder Chicago diskutieren und sich austauschen.

 

Das Instituto Cervantes ist eine gemeinnützige, öffentliche Einrichtung, die 1991 vom spanischen Staat zur Förderung der spanischen Sprache und zur Verbreitung der hispanoamerikanischen Kultur gegründet wurde. Der Hauptsitz des Instituts befindet sich in Madrid und in Alcalá de Henares, dem Geburtsort des Schriftstellers Miguel de Cervantes. Das Instituto Cervantes ist weltweit die größte Institution für die spanische Sprache mit mehr als 70 Zentren auf fünf Kontinenten. Weitere deutsche Institute gibt es neben dem Standort Hamburg auch in München, Berlin, Bremen und Frankfurt.

 

 

Filmische Masterclass

Filmische Masterclass


Dass auch Sound Designer*innen Storyteller sind und sie mit ihren Klängen und Geräuschen Charaktere charakterisieren und emotionalisieren, beweist der Film Making Waves: The Art of Cinematic Sound. Die Regisseurin Midge Costin ist selber Sound Designerin und arbeitet als Professorin für Sound Design an der USC School of Cinematic Art. In ihrem Film lässt sie Regisseure wie George Lucas, Steven Spielberg, David Lynch oder Sofia Coppola zu Wort kommen, die erklären, welche Bedeutung die Tongestaltung für ihre Filme hatte. Außerdem versammelt sie die Sound Designer Walter Murch (The Conversation, Apokalypse Now!), Alan Splet (The Elephant Man), Ben Burtt (Star Wars, ET) und Gary Rydstrom (Toy Story, Jurassic Park) vor der Kamera.

 

MediaSoundHamburg präsentiert den Film, der beim Filmfest München 2019 Deutschlandpremiere feierte, exklusiv an drei Abenden im Studio Kino, Bernstorffstraße 93-95 in Hamburg. »Dieser Film ist ein Muss für alle Film- und Musikbegeisterte, es ist eine 90-minütige Masterclass und passt perfekt zu unserer Internationalen Sommerakademie für Filmmusik, Gamemusic und Sounddesign in Hamburg, zumal einige unserer Freund*innen und ehemaligen Gästen wie Ben Burtt mit dabei sind«, sagt MediaSoundHamburg-Leiter Achim Esser-Mamat.

 

MediaSoundHamburg präsentiert:
Making Waves: The Art of Cinematic Sound
Freitag, 13.12. 20.30 Uhr
Samstag, 14.12. 20.30 Uhr
Sonntag, 15.12. 20 Uhr
Studio Kino, Bernstorffstraße 93-95, 22767 Hamburg

Tickets

 

PLAY 19

PLAY 19 Interview mit den Festivalmacher*innen


»Of Monsters and Games« ist das Motto des diesjährigen PLAY – Creative Gaming Festivals vom 14. bis 17. November 2019 in Hamburg. Im Interview mit den Festivalmacher*innen erzählt Christiane Schwinge über das diesjährige Thema, über Award, Ausstellung und Sonderveranstaltungen, Vera Marie Rodewald über das diesjährige Workshop- und Fortbildungsprogramm und Andreas Hedrich über digitale Spielkultur, Festivalstandort und kulturelle Vielfalt.

 

Christiane, wie seid ihr auf das diesjährige Thema gekommen, um welche Monster geht es?

CS: Alle Menschen verbinden etwas mit Monstern. Sie kommen in der Literatur, in Filmen und natürlich auch in Spielen vor. Wir möchten über Monster reden, sie erfahr- und erlebbar machen. Was sind die Monster von heute? Sind es die angsteinflößenden haarigen Ungeheuer oder haben wir putzige kleine Pokémons im Kopf? Wie werden Monster in Spielen dargestellt? Welche Geschichten werden erzählt? Uns geht es dabei nicht nur um konkrete Figuren, sondern auch um die inneren Dämonen, die uns lähmen und krankmachen, es geht um Depressionen und erlebte Gewalterfahrungen, es geht aber auch um die Monster in Politik und Gesellschaft. Wir möchten die gesamte Bandbreite und auch die Ambivalenz des Themas spielerisch und kreativ aufgreifen.

 

Apropos spielerisch und kreativ: Warum ist PLAY ein Festival?

CS: Das Motto der Initiative Creative Gaming lautet: »Mit Spielen spielen!«, und das setzen wir bei unserem Festival um – und zwar gemeinsam für eine bestimmte Zeit an verschiedenen Orten. Wir laden unsere Besucher*innen ein, sich über Computerspiele auszutauschen und gemeinsam Spiele zu entwickeln. Es ist immer wieder toll zu beobachten, wenn Schulklassen manchmal eher »unterwältigt« unsere Ausstellung besuchen und eben nicht die gängigen Computerspiele entdecken, sich dann aber auf neue Spiele und Ästhetiken einlassen und analog wieder ganz andere Gemeinschaftserfahrungen machen. Uns geht es um Irritation, um das aktive Brechen von Regeln, um das Wechseln der Perspektiven und um das gemeinsame kreative Neugestalten – und das alles eingebettet in ein buntes und vielseitiges Festivalprogramm.

 

Wie sieht das Programm konkret aus? Gibt es feste Sektionen?

CS: Es gibt zum Beispiel die PLAY-Ausstellung, in der themenrelevante Spiele vorgestellt und vor allem ausprobiert werden können. Im Monster Lab werden die Festivalbesucher*innen selbst aktiv, kreieren an verschiedenen Stationen vom Charakterdesign, über Storytelling bis hin zu Programmierung und Sound ihr eigenes Monsterspiel. In der 2018 neu eingeführten und sehr gut angenommen Speakers‘ Corner gibt es die Möglichkeit, vor Publikum in 15 bis maximal 30 Minuten über ein spannendes Thema rund um digitale Spielekultur zu berichten, Erfahrungen auszutauschen oder ein Projekt vorzustellen. Themen können ab dem 15. August eingereicht werden. Bei PLAY on Stage gibt es Theateraufführungen und Abendveranstaltungen wie Rock & Wrestling, in den Artist Talks kommen spannende Gäste wie der Synchronsprecher Alexander Merbeth oder die Sounddesignerin Mathilde Hofmann zu Wort. Außerdem freue ich mich auf die PLAY Friends, das sind Partnerveranstaltungen, die im Vorfeld von PLAY stattfinden. Außerdem machen wir in der Festivalzeit Ausflüge in Hamburger Entwicklerstudios.

 

Und dann gibt es auch noch die Preisverleihung?

CS: Genau. Wir vergeben zum fünften Mal den Creative Gaming Award. In der Ausstellung werden auch die nominierten Spiele, Medienproduktionen und Prototypen gezeigt. Der internationale Preis wird in den Kategorien Most Creative Game Award und Most Innovative Newcomer Award an das kreativste Projekt und an die beste Nachwuchsproduktion vergeben. Eine Fachjury entscheidet über die Gewinner*innen, die bei der Preisverleihung am 16. November 2019 bekannt gegeben werden.

 

Vera Marie, Du bist für das Workshop-Programm zuständig. Was wird in diesem Jahr angeboten?

VMR: Das Monster Lab hat Christiane ja schon erwähnt. Es wird darüber hinaus diverse zweistündige Workshops geben, unter anderem zu den Themen Storytelling (Matthias Kempke und Aljoscha Jelinek), Sound Design (Mathilde Hofmann) und Character Design (Dominik Johann). Katharina Appel und Christina Metzler zeigen, wie man alternative Controller baut und in einem zweiten Workshop, wie man ein Let’s Play Video erstellt, Heiko Wolf bietet einen Game Design Workshop mit Bloxels an und Andreas Rauscher gibt einen Überblick über die Geschichte von Monstern in Spielen. Und noch zwei weitere Workshops sind spannend: Dom Schott beschäftigt sich mit den inneren Monstern und Mareike Kochansky mit parasozialen Beziehungen zu Pokémons.

 

Und dann gibt es noch einen Zombie-Workshop?

VMR: Ja genau. Die Regisseurin und Performerin Charlotte Pfeifer lässt die Workshop-Teilnehmenden selbst zu Zombies werden. Wie verhält man sich als Monster, wie bewegt man sich, wie teilt man sich mit? Aber auch in den beiden Workshops des Fundus Theater wird es performativ: die Besucher*innen entwickeln gemeinsam Monster und dazu Anleitungen zur Monstersuche auf dem Festivalgelände. Es wird also überall um die verschiedenen Facetten von Monstern und ihrer Gestaltung gehen.

 

Welche Fortbildungsworkshops gibt es bei PLAY19 und an wen richten sie sich?

VMR: Unser Fortbildungsprogramm richtet sich vor allem an Lehrkräfte und Fachpädagog*innen. Nico Nolden und Alexander Buck erläutern den Einsatz von digitalen Geschichtsspielen (Histogames) im Unterricht, die Initiative Creative Gaming bietet einen praktischen Workshop zum Ansatz von Creative Gaming an.

 

Andreas, wie wichtig ist PLAY für den Festivalstandort Hamburg?

AH: PLAY ist international renommiert, hat damit einen festen Platz in der Festivalkultur der Stadt und ist genauso wichtig wie die bekannten Literatur-, Musik- und Filmfestivals in dieser Stadt. PLAY ist in der Form einzigartig, da es die Bereiche Medienkunst, Diskurs und Bildung mit der Kultur digitaler Spiele vereint. Wir möchten sichtbar machen, dass Games ein großes kreatives Potential haben, sie längst gesellschafts- und bildungsrelevant sind und von Jugendlichen bis hin zu Senior*innen sehr viele Menschen ansprechen.

 

Was bedeutet das konkret?

AH: Games erzählen Geschichten, geben Impulse und regen Prozesse an. Diese kulturelle Vielfalt möchten wir mit unserem Festival zeigen und erfahrbar machen. PLAY ist ein Treffpunkt, ein Ort des gemeinsamen Erlebens und des Austauschs. Games stehen nicht für sich, sondern greifen genau wie Film, Literatur und Musik gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen auf. PLAY möchte sich mit diesen gesellschaftsrelevanten Themen auseinandersetzen, die künstlerischen und technischen Weiterentwicklungen im Bereich Games aufzeigen sowie den Einsatz von Computerspielen als wichtiger Teil der Jugendkultur in Schulen und Bildungseinrichtungen unterstreichen. Dieser Themen-Mix macht es auch für unsere Besucher*innen interessant.

 

Wer ist Eure Zielgruppe und wie viele kommen zu Euch?

AH: Zu uns kommen jedes Jahr um die 5.000 Besucher*innen. Das sind Game-Entwickler*innen, Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen, Studierende, Schüler*innen, Filmemacher*innen und Medienkünstler*innen, Sounddesigner*innen und natürlich Game- und Kulturinteressierte.

 

In Hamburg gibt es das Branchennetzwerk Gamecity und überhaupt auch einen großen politischen Support für die Spielebranche als Wirtschaftsfaktor. Wo ist da Euer Platz? Wer sind Eure Förderer und Partner?

AH: Die Initiative Creative Gaming, die das Festival seit 2008 zunächst in Potsdam, seit 2013 zusammen mit dem jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg dann in der Hansestadt ausrichtet, ist Partner des Netzwerkes. Wir stehen mit vielen Akteur*innen in Verbindung und tauschen uns aus. Die behördliche Zuständigkeit bleibt schwierig, da wir uns in den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft und nur indirekt im wirtschaftlichen Umfeld bewegen. Hier wünschen wir uns mehr Durchlässigkeit und gemeinsames Voranschreiten, dazu sind wir auf dem richtigen Weg. Von Seiten der Stadt werden wir von der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (BSB), dem JIZ – Jugendinformationszentrum Hamburg (ebenfalls BSB) und gamecity:Hamburg unterstützt. Unser langjähriger bundesweiter Kooperationspartner ist die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und deren Plattform spielbar.de zum Thema Computerspiele. In der Hamburger Politik haben wir viele Fans. Nach unseren großen Veranstaltungen u. a. im Rathaus wird die Präsidentin der Bürgerschaft, Carola Veit, wieder die diesjährige PLAY eröffnen. Das freut uns sehr, nicht zuletzt, da sie das Festival persönlich schon seit vielen Jahren begleitet.

scripts for sale

Gute Zeiten für Autor*innen


Gute Geschichten sind gefragt: Die Drehbuchagentin Elke Brand von scripts for sale beobachtet gravierende Marktveränderungen mit guten Chancen und mehr kreativer Freiheit für Autor*innen. Diese sollten stärker als bisher produzentische Aufgaben übernehmen, Verantwortung für die eigene künstlerische Leistung tragen und sichtbarer werden. 

 

»Als Agentinnen sind wir gefordert, diesen neuen Weg mitzugehen und unsere Autor*innen zu begleiten und zu stärken«, sagt Elke Brand. Seit 20 Jahren leitet sie die Agentur scripts for sale, vertritt Drehbuchautor*innen und Regisseur*innen,  vermittelt Verfilmungsrechte an Romanstoffen und vertritt mit der Agentur zurzeit exklusiv die Filmrechte für die Verlage dtv und Carlsen.

Der Beruf habe sich gewandelt, durch die neuen Plattformen seien bestehende Machtgefüge vor allem bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ins Wanken geraten. Die im Kontrakt 18 formulierten Forderungen der Drehbuchautor*innen über mehr Mitbestimmung bei Film und TV hätten Wirkung gezeigt und ein längst überfälliges Umdenken bei Produzenten und Sendern in Gang gesetzt. »Die Rolle der Autor*innen wurde aufgewertet, sie sind wichtige Partner*innen im kreativen Prozess und müssen heute mehr sein als Ideengeber*innen und Geschichtenerfinder*innen«, sagt Elke Brand. »Autor*innen übernehmen mehr und mehr Aufgaben eines Creative Producers, sie sollten idealerweise Marktkenntnisse haben und direkt mit ihren Auftraggebern/Sendern kommunizieren«.

Es seien genau diese Fähigkeiten, die Elke Brand ihren Kund*innen mit auf den Weg geben möchte. Neben den klassischen Agenturaufgaben möchte sie die Autor*innen auf ihre neue Rolle vorbereiten und sie ermuntern, sich selber zu hinterfragen und den eigenen Weg zu finden: Bin ich eher der Einzelkämpfer? Bin ich kommunikativ? Kann ich Leute im Team begeistern und einen Writers Room leiten? Bin ich bereit, offen über mich und meine Arbeit zu reden? Neben Selbstmarketing und Sichtbarkeit der eigenen Person zum Beispiel über eine eigene Website sollten sich Autor*innen vor  allem auch mit den Entwicklungen der Branche auseinandersetzen. Wie ticken die Auftraggeber*innen, welche Verschiebungen lassen sich auf dem Markt beobachten, welche internationalen Trends setzen sich in Deutschland durch?  Autor*innen  müssen anders als noch vor 15 Jahren Verantwortung übernehmen und sich aktiv einbringen. Elke Brand: »Wir unterstützen sie dabei, ihre eigene Handschrift zu entwickeln, ihre kreative Bandbreite zu zeigen und neue und auch radikale Geschichten zu erzählen.«

Die Agentur scripts vor sale wurde 1999  in Hamburg und Frankfurt von Elke Brand und Petra Hermanns als Medienagentur gegründet. Seit 2016 leitet Elke Brand die Agentur für Drehbuchautor*innen, Regisseur*innen und Literaturadaptionen allein und vertritt zusammen mit ihrer Kollegin Ellen Bleckmann rund 40 Autor*innen und Regisseur*innen, darunter Marc Blöbaum, Holger Karsten Schmidt, Nina Bohlmann, Andreas Dirr, Elena Senft, Florian Hanig und Elke Schuch. Die Agentur feiert ihr Jubiläum am 27. September 2019 im Rahmen des diesjährigen Filmfests Hamburg.

Foto: Frank P. Wartenberg

 

Schule für Schauspiel

Lebenserfahrungen


Der Regisseur Harald Weiler inszeniert das diesjährige Abschlussstück der Theaterklasse an der Schule für Schauspiel Hamburg. Auf dem Programm steht das Jugenddrama Sinn von Anja Hilling über fünf Lebenserfahrungen von höchster Intensität. Die Premiere ist am 9. August 2019.  

»Wir sind sehr stolz und glücklich, dass wir mit Harald Weiler einen Regisseur engagieren konnten, der auf fast allen Hamburger Bühnen gespielt und inszeniert hat und inzwischen im gesamten deutschsprachigen Raum arbeitet«, sagt Jan Oberndorff, der zusammen mit Michaela Uhlig und Olivia Rüdinger die Schule für Schauspiel Hamburg leitet.

Harald Weiler arbeitete nach seinem Schauspielstudium in Köln zunächst an Theatern in Essen, Neuss, Hannover, Köln, Berlin und Hamburg. Mit dem Thalia Theater wurde er 2001 (Liliom, Regie: Michael Thalheimer) und 2005 (Lulu, Regie: Michael Thalheimer) zum Theatertreffen der Berliner Festspiele eingeladen. Seit 2009 arbeitet Weiler verstärkt als Regisseur. Für seine Inszenierung des Theaterstücks Das Wind macht das Fähnchen von Philipp Löhle am Theater Kontraste in der Komödie Winterhuder Fährhaus wurde er 2012 mit dem Rolf Mares-Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet.

»Die Protagonist_innen in Anja Hillings Stück Sinn sehnen den Kontrollverlust herbei. Gleichzeitig haben sie große Angst, verletzt zu werden. Das Stück handelt von der ersten Liebe, dem Tod, der Einsamkeit, der Krankheit und dem unfassbaren Glück sich selbst zu begegnen. Und vom Jungsein«, erläutert Harald Weiler.

Sinn entstand als Auftragsproduktion des Thalia Theaters in Kooperation mit der Comédie de St. Etienne. Die Uraufführung fand 2007 im Thalia in der Gaußstraße statt.

Die Schule für Schauspiel Hamburg (SfSH) ist eine staatlich anerkannte und BAföG-geförderte Schauspielschule. Die dreijährige Ausbildung mit internationalen Dozent_innen, die alle aktuell als renommierte Theater- und Filmschauspieler_innen oder als Regisseur_innen arbeiten, kann wahlweise mit einem Film- oder Theaterabschluss oder mit beidem beendet werden.

 
Sinn |Regie: Harald Weiler
Abschlussinszenierung der Theaterklasse
Mit: Jannis Achermann, Jarmo Busch, Selina Bödewadt, Hannah Marie Dalmeyer, Pornpailin Distakul, Luca Hämmerle, Alina Hidic, Juliane Krug, Frederik Reents, Yves Zahnd 
Premiere: 9. August 2019 | 19.30 Uhr
Schule für Schauspiel Hamburg |Studio Bühne, Oelkersallee 33
Weitere Aufführungen: 10., 11., 16. & 17. August
Eintritt: 10 Euro, Karten an der Abendkasse
Reservierung unter: info@sfsh.de | 040/4302050

MediaSoundHamburg

Know-how mit Aussicht


Highlights der diesjährigen MediaSoundHamburg vom 9. bis 18. August 2019 im Elsa Brändström Haus in Hamburg-Blankenese sind unter anderem die MasterClass Sound Design mit Randy Thom (Direktor Sound Design, Skywalker Sound, zweifacher Oscar-Gewinner, Der Stoff, aus dem Helden sind, 1984 und The Incredibles, 2005), die »MasterClass Filmmusik« mit dem dänischen Filmkomponisten und Sounddesigner Kristian Eidnes Andersen (Antichrist, Lars von Trier; Submarino, Thomas Vinterberg, Ida, Pawel Pawlikowski), die »MasterClass Foley« mit Sue Harding (Foley-Künstlerin und Emmy-Award-Gewinnerin/Sherlock; beteiligt u.a. an Deine Juliet, Ich, Daniel Blake, James Bond 007 – Ein Quantum Trost, Brügge sehen … und sterben) und Adam Méndez (Foley- und ADR-Mixer, beteiligt u.a. an Tulpenfieber, Tanz ins Leben, Florence Foster Jenkins, Exodus: Götter und Könige, Jason Bourne und Inspector Barnaby) und die »MasterClass GameMusic« mit John Broomhall (Mitbegründer und Leiter von Game Music Connect, Komponist von Games-Klassikern wie Transport Tycoon und X-COM/UFO: Enemy Unknown) und Alastair Lindsay (Head of Audio bei CORD Worldwide, davor Leiter des Audio-Teams von Sony Interactive Entertainment Europe, Komponist u.a. von Tempest 2K, The Getaway, Eye Toy, SingStar, VR Worlds, RIGS und Horizon Zero Dawn).

 

Der Musiker, Musikproduzent und Komponist Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten) entwickelt in seinem Forum »Radical Soundtracks« Strategien gegen Stereotype Filmmusik, der dänische Komponist Jonas Struck und der Sound Designer Peter Albrechtsen erläutern in ihrem Forum »The Magical of Musical Collaboration« wie Musik und Sound das Drehbuch, die Aufnahme und auch die Bildbearbeitung beeinflussen können. Bereits eine Woche vor dem Start der Internationalen Sommerakademie für Filmmusik, Gamemusic und Sound Design findet in Kooperation mit der HAW vom 5. bis 8. August der »Music Production Workshop« statt. Thomas Görne und Made Indrayana geben Einblicke in die Produktion eines Tonträgers mit der Band Sahad & The Nataal Patchwork aus dem Senegal.

»Jedes Jahr kommen großartige internationale Filmkomponist*innen, Branchenprofis und Künstler*innen zu unserer internationalen Sommerakademie nach Hamburg, um ihr Wissen in unserer wunderbaren Location mit Blick auf die Elbe weiterzugeben und sich mit den Teilnehmer*innen auszutauschen. Wir möchten unseren Gästen in diesem Jahr eine noch größere Bühne bieten und uns stärker als bisher mit öffentlichen Konzerten in der Innenstadt für ein breites Publikum öffnen. Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr erstmals mit zwei Veranstaltungen im resonanzraum zu Gast sind«, sagt MediaSoundHamburg-Leiter Achim Esser-Mamat.

Bei der Afrikanischen Nacht am 10. August 2019 spielen ab 21 Uhr im resonanzraum unter anderem Sahad & The Nataal Patchwork aus dem Senegal, Topher Jaxx aus Sansibar/Tansania und Eric Wainaina aus Kenia. (Vorverkauf:15 €, Abendkasse: 20 €)

 

Auch die Preisverleihung des Young Talent Award Media Music findet im resonanzraum statt. Am 14. August werden um 20 Uhr die prämierten Kompositionen der ersten drei Preisträger, David Kolder (Niederlande), Tharcisio Vaz (Brasilien) und Deanna H. Choi (Kanada) vom Kaiser Quartett uraufgeführt. Auf dem Programm stehen außerdem die Stücke von Gijs Knol und Rinkie Bartels, die den diesjährigen Buma Music in Motion Awards gewonnen haben, und von Levente Kovacs, der mit dem diesjährigen German Game Music Award ausgezeichnet worden ist. Alle Preisträger*innen erhalten ein Stipendium für die MediaSoundHamburg. Als Special Guest wird der niederländische Komponist und Arrangeur Bob Zimmerman zusammen mit dem Kaiser Quartett eigene Kompositionen spielen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.

Der kenianische Singer/Songwriter Eric Wainaina, wird bei der Publikumsveranstaltung Ein Abend mit … am 11. August 2019 im Elsa Brändström Haus über seine Arbeit als Filmkomponist sprechen. Er schrieb unter anderem die Filmmusik für das von Tom Tykwer initiierte Projekt One Fine Day Films, produzierte die 52-teilige britisch-kenianische Kinder TV-Serie Tinga Tinga Tales und schrieb auch die Musik dazu. Das Musical Tinga Tinga Tales wird seit Sommer letzten Jahres unter anderem am Broadway aufgeführt. (Eintritt: 5 €)

MediaSoundHamburg ist eine internationale Sommerakademie für Filmmusik, Gamemusic und Sounddesign, die von nationalen und internationalen Partnern und Sponsoren unterstützt wird, darunter Dolby Institute (USA), Genelec (Finnland), Buma (Niederlande), Körber Stiftung, Hamburg Kreativ Gesellschaft und HAW Hamburg. Seit 2011 treffen im Elsa Brändström Haus in Hamburg-Blankenese nationale und internationale Filmkomponist*innen, Gamemusiker*innen und Sounddesigner*innen auf internationale Branchenprofis und renommierte Expert*innen. In verschiedenen Workshops, Master Classes und Foren arbeiten die Teilnehmer*innen zehn Tage lang an konkreten Projekten und bekommen neue Anregungen für ihr künstlerisches Schaffen. Bisherige Gäste in Hamburg waren unter anderem Patrick Doyle, Michael Nyman, Chris Huelsbeck, Christopher Young, Ben Burtt, Alva Noto, Michel van Dyke und Hauschka.

Filmfest ums Eck

Zu Gast in den Stadtteilen


Von Blankenese bis Bergedorf, von Wilhelmsburg bis Volksdorf: FILMFEST HAMBURG ist in der Festivalzeit in den Stadtteilen zu Gast und zeigt Filme aus dem aktuellen Programm.


Neben den fünf Festivalkinos Abaton, Metropolis, Cinemaxx Dammtor, Passage und Studio Kino ist FILMFEST HAMBURG erstmals in diesem Jahr in den Stadtteilen zu Gast. Nach dem Motto »Filmfest ums Eck« wird in der Festivalzeit der rote Teppich auch in Altona (Zeise Kinos), Bergedorf (Hansa Filmstudio), Blankenese (Blankeneser Kino), Hafencity (Astor Filmlounge), Volksdorf (Koralle Lichtspielhaus), Winterhude (Alabama Kino und das Magazin Filmkunsttheater) und Wilhelmsburg (Zinnwerke) ausgerollt.


»Das Kino als kultureller und sozialer Raum hat nichts an Faszination verloren und wir freuen uns, dass wir in der Festivalzeit an fast jedem Abend mit unseren Gästen ein anderes Kino im Hamburger Stadtgebiet besuchen dürfen. Mit unserer Sonderaktion möchten wir auf die großartige und engagierte Arbeit der Kinobetreiber*innen und Programmmacher*innen für die Stadtteilkultur hinweisen, ein bisschen Festivalflair in die Stadtteile bringen und das Publikum dort für FILMFEST HAMBURG begeistern«, sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel.

Vom 28. September bis 4. Oktober wird es in den beteiligten Stadtteilkinos Sondervorführungen mit Gästen geben. Gezeigt wird ein Film aus dem aktuellen FILMFEST-Programm. Tickets sind bei den teilnehmenden Kinos sowie über FILMFEST HAMBURG erhältlich. Das Programm wird Mitte September mit dem Gesamtprogramm bekannt gegeben.