Kinostart

Kinostart & Weltpremiere


Am 12. Mai kommt der dokumentarische Spiefilm HEINRICH VOGELER - AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS in die Kinos.

 

In Anwesenheit der Regisseurin, des Produzenten, zahlreicher Protagonist*innen und Schauspieler*innen findet am 12 Mai 2022 im Bremer Theater am Goetheplatz die Weltpremiere von Marie Noëlles Film HEINRICH VOGELER – AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS über den Maler, Grafiker, Architekten, Designer, Pädagogen und Schriftsteller Heinrich Vogeler statt. Vogeler war außerdem Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede. Farbfilm Verleih bringt den Film bundesweit in die Kinos.

 

Marie Noëlle ( DIE FRAU DES ANARCHISTEN) stellt in ihrem Film HEINRICH VOGELER – AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS die außergewöhnliche Biografie von Heinrich Vogeler in den Mittelpunkt. In einer Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm bringt sie Schlüsselszenen seines Lebens auf die Kinoleinwand. In den Hauptrollen spielen Florian Lukas als Heinrich Vogeler, Anna-Maria Mühe als Magda Vogeler und Naomi Achternbusch als Paula Modersohn-Becker. Vor der Kamera stehen außerdem Uwe Preuss, Johann von Bülow, Alice Dwyer und Samuel Finzi.

 

Auf der dokumentarischen Ebene kommen neben Vogelers direkten Nachfahren auch zeitgenössische deutsche und französische Künstler*innen wie Norbert Bisky, oder Sophie Sainrapt sowie Historiker*innen, Literat*innen und Kenner*innen der europäischen und internationalen Kunstszene zu Wort. Im Dialog mit ihnen wird Vogelers Werk und Leben reflektiert und ein Bogen von der damaligen Kunstszene zur Gegenwart geschlagen, und es werden universelle Fragen nach der Natur von Kunst und künstlerischem Dasein am Beispiel Vogelers erzählt.

 

HEINRICH VOGELER ist eine Produktion von Kinescope Film (Produzent: Matthias Greving) in Koproduktion mit NDR/ARTE (Redaktion: Claudia Cellarius) und wurde gefördert von der nordmedia und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF).

 

Foto: Benjamin Eichler

 

 

Jubiläum

Vorfreude(n)


FILMFEST HAMBURG und das MICHEL Kinder und Jugend Filmfest feiern in diesem Jahr runde Geburtstage. Mit Freundeskreis-Filmvorführungen, Kooperationsveranstaltungen und einer Drehbuchlesung sowie mit Workshops und Vorführungen für die jungen Zuschauer*innen stimmt das 1992 gegründete Festival in den nächsten Wochen und Monaten auf das Jubiläum ein.

 
»Wir freuen uns, mit verschiedenen Sonderaktionen auf FILMFEST HAMBURG im Herbst einzustimmen und schon vorab mit unseren langjährigen und treuen Fans und filmbegeisterten Hamburger*innen den Film und das Kino zu feiern. Nach zwei verhaltenen Jahren wird es wieder Zeit für ein richtiges Filmfest«, sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel.


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Unter der Leitung von Dennis Albrecht und seinem Team und gemeinsam mit dem Hammerbrooklyn Youth Innovation Center bietet das MICHEL Filmfest zwischen den Festivalzeiten regelmäßig kostenlose Filmworkshops an. Beim nächsten MICHEL-Workshop am 14. Mai von 12 bis 16 Uhr für Kinder und Jugendliche von 8 bis 16 Jahren wird eine Mittelalter-Fantasy-Szene im Bergedorfer Schloss gedreht. Sie ist Bestandteil eines bereits begonnen Filmprojektes zum Thema Frieden

 

>>Seit drei Jahren gibt es die AG Filmfestival, ein Zusammenschluss von über 60 deutschen Filmfestivals, um sich auszutauschen, zu vernetzen und bessere Bedingungen für Filmfestivals in Deutschland zu schaffen. Das nächste Treffen findet im Rahmen des Kurzfilm Festival Hamburg statt, und FILMFEST HAMBURG lädt am 4. Juni zu einem Branchen-Apéro ein.

  

>>Im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg beleuchtet FILMFEST HAMBURG zusammen mit dem Filmfest Hamburg Freundeskreis unter dem Titel »In der Dunkelkammer der Erinnerungen« mit drei Filmvorführungen die Bedeutung von fotografischen Erinnerungen für die nachfolgenden Generationen: Memory Box (2021) vom Künstler*innen-Duo Joana Hadjithomas und Khalil Joreige – die beiden stellen ihren Film persönlich vor (6. 6., 19.30 Abaton), Nelly & Nadine (2022) vom Dokumentarfilmemacher Magnus Gertten (4.7.,19.30 Uhr Abaton) sowie Missing und Revolutionary Memories of Bahman Who Loved Leila von Farahnaz Sharifi (1.8., 19.30 Abaton). Die iranische Regisseurin ist in Hamburg zu Gast und führt im Anschluss an das Screening ein Filmgespräch mit dem Publikum.  

 

>>Im Sommer werden unter freiem Himmel ausgewählte FILMFEST-Filme der letzten 30 Jahre gezeigt. Das Hamburger Publikum stimmt über seinen Lieblingsfilm ab. Die vom FILMFEST-Programmteam vorausgewählten 30 Filme aus 30 Jahren werden in den nächsten Wochen auf der Website von FILMFEST HAMBURG sowie in Hamburger Medien vorgestellt. Die Abstimmung erfolgt online über die FILMFEST HAMBURG-Website. Die Filmvorführungen sind voraussichtlich am 8. Juli (Zeise Open Air), 29. Juli (Alsterdorf Open Air) und 12. August (Open Air Schanzenkino). Weitere Infos folgen.

 

>>An der frischen Luft zeigt das MICHEL Kinder und Jugend Filmfest am letzten Ferienwochenende der Hamburger Schulferien (13.8./14.8.) ausgewählte Filme für Kinder zwischen 4 und 16 Jahren.

 

 >>Anlässlich des deutschen Kinostarts von Mittagsstunde (Regie: Lars Jessen, Drehbuch: Dörte Hansen, Catharina Junk) am 18. August, lädt FILMFEST HAMBURG am 17. August (tbc.) zu einer Drehbuchlesung ins Levantehaus mit anschließender Preview im Passage Kino ein.

 

Nach dem Motto »Filmfest für alle – überall in Hamburg« wurde 1992 das erste FILMFEST HAMBURG als Zusammenschluss der Hamburger Kinotage und des Europäischen Low Budget Film Forums eröffnet. Bis heute feierten über 3000 nationale und internationale Filmproduktionen bei FILMFEST HAMBURG ihre Welt-, Europa- oder Deutschland-Premiere. Das Festival ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen, die Besucherzahlen haben sich seit 1992 mehr als verzehnfacht. Mit dem Amtsantritt von Albert Wiederspiel, der seit 2003 die Arbeit seiner Vorgänger*innen Rosemarie Schatter (1992), Gerhard von Halem (1994) und Josef Wutz (1995 bis 2002) fortsetzt, fand 2003 das erste MICHEL Kinder und Jugend Filmfest für die jüngsten Kinobesucher*innen statt.

 

Heiner-Carow-Preis für Gewalten

Heiner-Carow-Preis für Gewalten


Kameramann Rafael Starman ist für den Film Gewalten (Produktion: Kinescope Film) von Constantin Hatz in Berlin mit dem Heiner-Carow-Preis der DEFA Stiftung ausgezeichnet worden. Erstmals geht der Preis in der Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino an ein Talent aus den Gewerken.

 

Der Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst wird an ein Talent vergeben, das mit seinen Fähigkeiten im jeweiligen Gewerk einen Dokumentar- oder Spielfilm der Sektion Perspektive Deutsches Kino besonders geprägt hat. Der Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert.

 

Die Jury (Alexander Iskrov, DEFA-Stiftung; Sandra Kaudelka, Filmemacherin; Ute Lubosch, Schauspielerin) war irritiert und beindruckt zugleich. In ihrer Jurybegründung heißt es: »GEWALTEN hat es uns nicht leichtgemacht, er ist nicht gefällig, wir waren ihm ausgeliefert, aber es ist ein Film, der nachhallt, dessen intensiven Bildern wir uns nicht entziehen konnten, der zu Fragen zwingt, auf die sich schwer Antworten finden lassen. In einer Welt voller Brutalität, erschafft Rafael Starman mit seiner Bildgestaltung eine unglaubliche Poesie. Mit seinen perfekt komponierten Bildern kreiert er eine beklemmende Atmosphäre, die keine Dunkelheit scheut. Gleichzeitig gibt er dem großartigen Ensemble voller neuer, unverbrauchter Gesichter viel Raum und setzt sie gekonnt in Szene. Wir mussten uns GEWALTEN im wahrsten Sinne des Wortes erkämpfen, doch trotz aller Hürden und Klippen ist dieser Film auch dank der Bilder vor allem eines: Kino, Kino, Kino!«

 

Ein großes Lob kommt auch von Kinescope Film-Geschäftsführer Matthias Greving: »Die Kamera von Rafael Starman formt GEWALTEN mit großartigen und fein komponierten Bildern zu einer ganz eigenen Welt. Sein Gespür für jedes noch so kleine Detail steht immer im Dienste einer strikten Dramaturgie und eines steten Bewusstsein für die Entwicklung seiner Charaktere. Eine großartige Auszeichnung für einen großartigen Kameramann – sehr verdient, lieber Rafael!«

 

Rafael Starman hat wie Regisseur Constantin Hatz an der Filmakademie Ludwigsburg studiert und war als Kameramann bereits bei dessen Filmen FUGE, BRUT und STAMMTISCH beteiligt.

 

Die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino widmet sich seit 20 Jahren dem deutschen Filmnachwuchs. Neu in diesem Jahr ist der erweiterte Blick auf die vielfältigen filmischen Gewerke, die zum Gelingen eines Films beitragen. Für jeden Film der Sektion wurde ein Perspektive-Talent aus den Bereichen Dokumentarfilm-Regie, Kamera, Montage, Produktion und Szenenbild ernannt.

 

Der Kinospielfilm GEWALTEN erzählt die Geschichte des Teenagers Daniel (Malte Oskar Frank), der seinen todkranken Vater (Robert Kuchenbuch) pflegt und von seinem aggressiven Bruder (Eric Cordes) ausgenutzt wird. Daniels Leben ist geprägt von Gefühlskälte und Gewalt. Trost findet der 14-jährige in der Natur, in einem dichten Wald. Als er den ebenso naturverbundenen Außenseiter Marcel (Paul Wollin) kennenlernt, glaubt er, einen Freund gefunden zu haben. Vor der Kamera von Rafael Starman stehen außerdem Paul Wollin, Susanne Bredehöft, Beatrix Strobel und Ben Felipe.

 

GEWALTEN wurde produziert von der Bremer Kinescope Film (Matthias Greving, Produzent; Kirsten Lukaczik, ausführende Produzentin; Janina Sara Hennemann, Creative Producerin) und gefördert mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Filmförderfonds.

 

Die KINESCOPE FILM ist eine unabhängige Filmproduktion mit Sitz in Bremen, sowie weiteren Firmen und Niederlassungen in Hamburg, Köln und Frankfurt. Das Team um Regisseur und Produzent Matthias Greving produziert seit 2015 nationale und internationale Spielfilme - und Serien sowie Dokumentarfilme und Reportagen für Kino, TV und Online.

 

Foto: Daniel Seiffert, Berlinale 2022

 

European Shooting Stars Awards

European Shooting Stars Awards


Zehn europäischen Schauspielerinn und Schauspieler wurden am 14. Februar im Rahmen der Berlinale mit den European Shooting Stars Awards ausgezeichnet.

 

Die zehn von einer internationalen Jury ausgewählten europäischen Shooting Stars für 2022 sind: Gracija Filipović (Kroatien), Marie Reuther (Dänemark), Anamaria Vartolomei (Frankreich), Emilio Sakraya (Deutschland), Clare Dunne (Irland), Hanna van Vliet (Niederlande), João Nunes Monteiro (Portugal), Timon Sturbej (Slowenien), Evin Ahmad (Schweden) und Souheila Yacoub (Schweiz).

 

Host des Abends war die spannische Schauspielerin und ehemaliger Shooting Star Natalia De Molina, die in dem anschlißenden Wettbewerbsbeitrag Un año, una noche von Isaki Lacuesta vor der Kamera steht.

Nach vier intensiven Branchentreffen mit Casting-Direktoren und der internationalen Presse war die Preisverleihung in Anwesenheit der Festivaldirektoren Mariette Rissenbek und Carlo Chatrian sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, für die Schauspielerinnen und Schauspieler Höhepunkt und Abschluss des internationalen Programm.

Seit 25 Jahren ist EUROPEAN SHOOTING STARS ein wichtiges Sprungbrett für die internationale Karriere der ausgewählten Schauspielerinnen - darunter Matilda de Angelis (Atlas, The Undoing), Carey Mulligan (The Dig, Promising Young Woman, The Great Gatsby), Alba Rohrwacher (Happy as Lazzaro), Oscar-Gewinnerin Alicia Vikander (Beckett, Tomb Raider), Riz Ahmed (Encounter, Sound of Metal, Rogue One: A Star Wars Story, Mogul Mowgli), George MacKay (München - Edge of War, 1917), und Jannis Niewöhner (Kids Run, Je suis Karl).

Gewalten_Berlinale

Festivalpremiere für GEWALTEN von Constantin Hatz


Der Spielfilm GEWALTEN von Constantin Hatz (Produktion: Kinescope Film), feiert in der Sektion Perspektive Deutsches Kino als einer von insgesamt sieben Titeln Weltpremiere bei den 72. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (10. bis 20.2.)

 

»Wir freuen uns riesig! Ein besserer Start ins Jahr geht kaum. Constantin wurde 2018 für sein Drehbuch zu GEWALTEN für den Thomas-Strittmatter-Preis nominiert, so haben wir uns kennengelernt. Wir sind stolz, dass wir zusammen mit einem großartigen Team vor und hinter der Kamera seinen Kinospielfilm produzieren durften und auch aktuell mit diesem talentierten Nachwuchsregisseur weiter zusammenarbeiten«, sagt Produzent und Kinescopefilm -Geschäftsführer Matthias Greving.

 

Der Kinospielfilm GEWALTEN erzählt die Geschichte des Teenagers Daniel (Malte Oskar Frank), der seinen todkranken Vater (Robert Kuchenbuch) pflegt und von seinem aggressiven Bruder (Eric Cordes) ausgenutzt wird. Daniels Leben ist geprägt von Gefühlskälte und Gewalt. Trost findet der 14-jährige in der Natur, in einem dichten Wald. Als er den ebenso naturverbundenen Außenseiter Marcel (wer spiel Marcel? )kennenlernt, glaubt er, einen Freund gefunden zu haben. Vor der Kamera von Rafael Starman stehen außerdem Paul Wollin, Susanne Bredehöft, Beatrix Strobel und Ben Felipe.

 

GEWALTEN wurde produziert von Kinescope Film (Matthias Greving, Produzent; Kirsten Lukaczik, ausführende Produzentin; Janina Sara Hennemann, Creative Producerin) und gefördert mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Filmförderfonds.

 

Die Berlinale-Sektion »Perspektive Deutsches Kino« widmet sich seit 20 Jahren dem deutschen Filmnachwuchs. Erstmals werden 2022 nicht nur die ausgewählten Regisseurinnen und Regisseure gewürdigt, sondern auch Talente aus den Bereichen Dokumentarfilm-Regie, Kamera, Montage, Produktion und Szenenbild. Das Perspektive-Talent für GEWALTEN ist Rafael Starman, der wie Constantin Hatz an der Filmakademie Ludwigsburg studierte und als Kameramann bereits bei dessen Filmen FUGE, BRUT und STAMMTISCH beteiligt war.

 

Regisseur und Autor Constantin Hatz schloss 2017 sein Regiestudium an der Filmakademie Ludwigsburg mit dem Langspielfilm BRUT ab. Der Film feierte bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen Premiere. Für seinen Dokumentarfilm HELIKOPTER HAUSARREST wurde Hatz 2015 mit dem Sonderpreis des deutschen Kurzfilmpreises ausgezeichnet.

 

Die KINESCOPE FILM ist eine unabhängige Filmproduktion mit Sitz in Bremen und weiteren Niederlassungen in Hamburg, Köln und Frankfurt. Das Team um Regisseur und Produzent Matthias Greving produziert seit 2015 nationale und internationale Spielfilme – und Serien sowie Dokumentarfilme und Reportagen für Kino, TV und Online.

 

Foto: Kinescope Film/Rafael Starman

 

NDR Media Personalwechsel

NDR Media: Wechsel in der Geschäftsleitung


Ronja Böhlke rückt in die Geschäftsleitung auf, Mario Czipull wechselt zu Studio Hamburg.

 

Der Start ins neue Jahr beginnt bei der NDR Media mit einem Wechsel in der Geschäftsleitung. Mario Czipull, der in den vergangenen Jahren den Bereich Marketing verantwortete, wechselt zur Studio Hamburg GmbH und wird dort in Zukunft als stellvertretender Leiter HR den Bereich Personal verantworten. Carsten Neitzel, Geschäftsführer der NDR Media GmbH: »Die Zusammenarbeit mit Mario Czipull war stets offen, ehrlich und durch ein gegenseitiges Vertrauen geprägt. Dass er uns nun verlässt, bedauere ich. Gleichzeitig freue ich mich jedoch, dass er mit seiner neuen Position bei Studio Hamburg eine solche Entwicklung nehmen kann.«

 

Auf ihn folgt ein bereits bekanntes Gesicht. Ronja Böhlke rückt zum 1. Januar 2022 in die Geschäftsleitung auf. Die 29-Jährige ist bereits seit 2017 bei der NDR Media und verantwortet bisher als Teamleitung den Bereich Werbung sowie als Verkaufsleitung/-steuerung die Geschicke des Vertriebs. Carsten Neitzel: »Wir freuen uns sehr, mit Ronja Böhlke eine so kompetente Führungskraft aus den eigenen Reihen in der Geschäftsleitung neben Britta Romboy begrüßen zu dürfen. Ronja Böhlke hat in den letzten Jahren maßgeblich zur Umstrukturierung und Neuaufstellung des Bereichs Werbung/Vertrieb beigetragen. Mit ihr haben wir eine Mediaexpertin an der Spitze, mit der wir erfreut in die Zukunft blicken.«

Nominiert und ausgezeichnet

Nominiert und ausgezeichnet


Zwei Filme aus dem letztjährigen FILMFEST-Programm wurden für die Golden Globes Awards nominiert und gleich vier Europäische Filmpreise gab es für den FILMFEST-Beitrag von 2020, Quo vadis, Aida.

 

Der Film Belfast von Kenneth Branagh geht als bester Film ins Rennen um die Golden Globes Awards. Branagh, der den Film über seine Kindheit im turbulenten Nordirland der späten 1960er-Jahre in Hamburg persönlich vorstellte, wurde außerdem für die beste Regie und bestes Drehbuch nominiert. Die Schauspieler*innen Caitriona Balfe, Jamie Dornan und Ciarán Hinds haben Chancen auf einen Award in der Kategorie beste Nebendarstellerin/ bester Nebendarsteller. Van Morrisons „Down to Joy“ wurde als bester Filmsong nominiert. Eine Nominierung in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film erhielt Die Hand Gottes von Paolo Sorrentino. Der italienische Regisseur verarbeitet darin seine Jugend im Neapel der 1980er-Jahre. Die Golden Globes werden am 9. Januar bekannt gegeben.

 

Der FILMFEST HAMBURG-Beitrag von 2020, Quo Vadis, Aida, ist mit insgesamt vier europäischen Filmpreisen (European Film 2021, European Director, European Screenwriter/Jasmila Žbanić , European Actress /Jasna Đuričić) ausgezeichnet worden. Mitte der 90er Jahre ist Aida (Jasna Ðuriči) als Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica tätig. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört auch ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Es beginnen erbitterte politische Verhandlungen, in denen Aida übersetzen muss – und durch die sie fatale und grausame Informationen erfährt. Doch trotz des hochbrisanten Wissens hält sie an der Hoffnung fest, dem drohenden Schicksal zu entrinnen.

 

Ab auf die Leinwand

Ab auf die Leinwand!


 

 Noch bis zum 17. Dezember 2021 können Schüler*innen und junge Erwachsene bis 27 Jahre sowie Filmstudierende Kurzfilme für das 32. Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! einreichen.

 

Das Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! möchte die gesamte Bandbreite der in Hamburg und in der Metropolregion produzierten Filmprojekte zeigen. Erwünscht sind aktuelle, nach September 2019 entstandene Filme aller Genres. Das können Filme sein, die in der Schule, in Jugendeinrichtungen oder in Hochschulen entstanden sind oder von freien Gruppen produziert wurden. Alle eingereichten Filme gehen ins Rennen um den Hamburger Nachwuchsfilmpreis.

 

Nachdem die letzte abgedreht!-Edition in den öffentlichen Raum verlegt wurde und es mit den Filmspaziergängen an 11 Hamburger Stationen eine neue Art der Filmpräsentation gab, geht es 2022 wieder zurück in den Kinosaal: Das 32. Hamburger Nachwuchsfilmfestival unter der Leitung von Carina Steffen-Schwering findet am 30. und 31. März 2022 in den zeise Kinos statt. An zwei Tagen werden alle ausgewählten Filme vor Publikum und auf der großen Leinwand gezeigt und die Filmemacherinnen und Filmemacher nach den Screenings vorgestellt. Auch in diesem Jahr entscheidet eine unabhängige Expert*innen-Jury darüber, welcher Film den Hamburger Nachwuchsfilmpreis gewinnt.

 

Neben den Filmvorführungen mit anschließendem Q & A auf der Bühne wird es ein vielfältiges Begleitprogramm sowie ein Schulprogramm mit Workshops und Lehrerfortbildungen geben.

 

Bekannte Regisseur*innen wie Angelina Maccarone, Fatih Akin, Özgür Yildirim, Benjamin Teske und Janek Rieke haben ihre ersten Filme beim Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! gezeigt.

 

abgedreht! wird veranstaltet vom jaf - Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V. und gefördert vom Jugendinformationszentrum (JIZ) Hamburg / Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) sowie dem Projektfonds Kultur & Schule. Weitere Unterstützer sind das Mediennetz Hamburg e.V. und das up-and-coming Internationale Film Festival Hannover.

 

Informationen zur Einreichung und zum Filmfestival gibt es unter www.abgedreht-hamburg.de

 

 

Abschluss & Preise

Abschluss & Preise


 

Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung sind am 9. Oktober 2021 vor dem Film Wo in Paris die Sonne aufgeht (Regie: Jacques Audiard) in Anwesenheit der Hauptdarsteller Makita Samba und Lucie Zhang im CinemaxX Dammtor die Preise des 29. FILMFEST HAMBURG vergeben worden. Neben den bereits am 8. Oktober bekannt gegebenen Produzentenpreisen finden Sie alle weiteren Preisträger·innen in unserer Übersicht.

 

110 Filme, 392 Filmfest-Gäste aus 32 Ländern – darunter Kenneth Branagh, Andrea Arnold, Mathieu Amalric, Ildikó Enyedi, Stefan Ruzowitzky, Rolf Lassgård, Saskia Rosendahl und Birgit Minichmayr – eine neue Ausgabe der Explorer-Konferenz zur Zukunft des Kinos, »Filmfest ums Eck« mit Filmen in den Stadtteilen, Q&As in den Kinos, digitalen Filmgesprächen und ein umfassendes Branchenprogramm live und online: FILMFEST HAMBURG konnte Publikum und Branche trotz auch in diesem Jahr eingeschränkter Platzkapazitäten gleichermaßen begeistern und zieht eine positive Bilanz.

 

24.859 Besucher·innen haben die Filme im Kino gesehen, das entspricht mehr als der Hälfte der Besucherzahl von 2019 (45.000). Bei einer Sitzplatzkapazität von 50 Prozent in den jeweiligen fünf Festivalkinos mit Schachbrett-Platzierung lag die Auslastung der Kinosäle im Schnitt bei knapp 90 Prozent. Festivalleiter Albert Wiederspiel: »Das freut uns sehr und beweist einmal mehr wie kino-, film- und festivalbegeistert das Hamburger Publikum ist und wir sehr sich alle nach Livekultur sehnen. Mein Wunsch für die Jubiläumsausgabe von FILMFEST HAMBURG 2022 ist ein 100-prozentiges Festival ganz ohne Platzbeschränkungen und ohne Masken mit noch mehr Besucher*innen und vielen Gästen und Partys.«  

 

Fotos von der Preisverleihung finden Sie in der Fotogalerie.

 

Das 30. FILMFEST HAMBURG findet vom 29. September bis 8. Oktober 2022 statt.

 

Foto: Filmfest Hamburg/Martin Kunze

Raus aus dem Krisenmodus - PLAY 2021

Raus aus dem Krisenmodus


 

»Restart Together!« ist das Motto des PLAY – Creative Gaming Festivals, das vom 5. bis 13. November 2021 stattfindet: online und vor Ort in Hamburg.

 

Computer- und Videospiele haben seit Beginn der Pandemie stark an Bedeutung gewonnen. Da vor der Tür strenge Kontaktbeschränkungen galten, haben sich viele soziale Aktivitäten in virtuelle Spielewelten verlegt. PLAY21 beschäftigt sich mit Fragen, wie Spiele Menschen in einer globalen Krisensituation zusammenbringen, wie sie zu alternativen Orten der Begegnung werden und neue (Denk)räume öffnen können und wie sich die Spielekultur nach und durch Corona verändern wird.

 

 

Vielfältiger Festivalzugang

Das PLAY – Creative Gaming Festival findet vom 5. bis 13. November hybrid statt. Über playfestival.de können die
verschiedenen Kanäle des Festivals aufgerufen werden. So auch das Live-Programm inklusive Eröffnung am 5.
November und die Preisverleihung am 12. November, moderiert von OddNina und Manuel Fritsch (Insert Moin),
das beliebte Talkformat »PLAY Couch« mit Moderator Christian Schiffer, die Speakers-Corner als offene Bühne für
thematische Kurzvorträge und die kuratierte Ausstellung, die in diesem Jahr ihren Schwerpunkt auf Multiplayer-
Games legt.  Virtueller Festivalort ist PLAYvalley, eine in Topia gebaute Festivalumgebung. Dort findet man die Streams der
Veranstaltungen, Workshops und auch die Ausstellung, in der online gemeinsam gespielt werden kann. Feste
Programmbestandteile sind außerdem die »Snacktimes«, kurze Tutorials zu verschiedenen Themen des kreativen
Zugangs mit Games. Am Abend dürfen sich die Festivalbesucher*innen auf verschiedene Showformate freuen:
Unter anderem gibt es eine Games-Olympiade in Minetest, eine Show mit dem britischen Spielentwickler und
Unterhalter Alistaire Aitcheson, ein interaktives Twitch-Streaming, Talkrunden und eine Textadventure-Lesung.

 

Ausstellung und Preisverleihung

Neben der im PLAYvalley spielbaren Ausstellung gibt es, je nach Pandemielage, auch eine physische Präsentation der Spiele. Zehn innovative Games, die kontaktlos und hinter Schaufensterscheiben in der Hamburger Innenstadt
gespielt werden. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Fester Bestandteil der Ausstellung sind die sechs für die
Creative Gaming Awards nominierten Games. Der internationale Preis wird bereits zum siebten Mal in den
Kategorien »Most Creative Game Award« für das kreativste Projekt und »Most Innovative Newcomer Award« für
die beste Nachwuchsproduktion vergeben. Eine Fachjury entscheidet über die Gewinner*innen, die bei der
Preisverleihung am 12. November 2021 bekannt gegeben werden. In diesem Jahr gab es mehr als 140 Einreichungen
aus 36 Ländern.

 

Bildungsangebote


In der erstmalig auf neun Tage verlängerten Festivalzeit wird es ein umfangreiches Schulprogramm geben. So ist
das Festival in zehn Schulen mit Workshops zu Gast. Aber auch im Stadtteilzentrum Schorsch in St. Georg gibt es
Angebote. Über die »Hausbesuche« erhalten Festivalbesucher*innen außerdem direkt Einblicke in die erfolgreiche
Hamburger Gamesbranche. »Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr ein Festival durchführen zu können, dass die Erfahrungen der letzten Monate aufgreift und spielerisch erlebbar macht. Die entwickelten Onlineformate bieten ein breites Spektrum der
Beteiligungsmöglichkeiten. Die Durchführung von Workshops für Schüler*innen in Hamburg ist außerdem ein
wichtiger Schritt, um die Diskussion rund um Games und deren Bedeutung für unser Zusammenleben zu führen«,
so PLAY-Geschäftsführer Andreas Hedrich.

»Mit Spielen spielen!« ist das Motto der Initiative Creative Gaming, die das PLAY Festival seit 2008 ausrichtet.
PLAY ist das weltweit erste und einzige Festival, das die Bereiche Medienkunst, Diskurs und Bildung mit der Kultur
digitaler Spiele vereint. Im Zentrum steht die kreative Anwendung von digitalen Spielen. Jede Festivalausgabe widmet sich aktuellen Entwicklungen und einem Themenschwerpunkt: »Die Entwicklung, dass seit Corona viele soziale Aktivitäten in virtuelle Spielewelten übertragen worden sind, wollen wir uns genauer ansehen und auch einen Blick in die Zukunft ‚nach Corona‘ wagen«, sagt Christiane Schwinge, künstlerische Leitung von PLAY, die sich mit dieser Festivalausgabe aus dem PLAY Leitungsteam verabschiedet, um sich neuen
Aufgaben zu widmen. Ihre Nachfolge wird noch bekannt gegeben. Andreas Hedrich: »Christiane Schwinge gehört
zu den Erfinder*innen des Festivals und ist von Beginn an dabei. Sie hat das Festival wie keine andere geprägt und
wichtige Akzente gesetzt. Herzlichen Dank für die lange und inspirierende Reise durch die Festivaljahre!«

 

 

Aus der Geschichte lernen

»Aus der Geschichte lernen«


Am 30. September 2021 startet FILMFEST HAMBURG mit Große Freiheit in seine 29. Edition. Sebastian Meises dritter Kinofilm und Jury-Preis-Gewinner von »Un Certain Regard« in Cannes rückt das wenig beachtete Thema der Kriminalisierung Homosexueller im Nachkriegsdeutschland in den Fokus.

»Nach Enfant Terrible als Eröffnungsfilm 2020 setzen wir die Tradition der anspruchsvollen, deutschsprachigen Filme fort«, freut sich Festivalleiter Albert Wiederspiel. »In Große Freiheit wird ein kaum bekannter Teil der bundesdeutschen Geschichte beleuchtet, die endlich erzählt werden muss. Gerade heute, wo die Intoleranz zunimmt, müssen wir aus der Geschichte lernen.«

 

Denn die Befreiung Nazi-Deutschlands bedeutete nicht für alle Freiheit. Regisseur Sebastian Meise, der gemeinsam mit Thomas Reider das Drehbuch verfasste, erinnert daran, dass mittels des berüchtigten §175 im repressiven Nachkriegsdeutschland bis in die späten 60er-Jahre homosexuelle Männer systematisch verfolgt und inhaftiert wurden.

 

 

Hans (Franz Rogowski) ist einer von ihnen. Er landet immer wieder im Gefängnis, wo er auf seinen Zellengenossen Viktor (Georg Friedrich), einen verurteilten Mörder, trifft. Aus anfänglicher Abscheu entspinnt sich im Laufe von Jahrzehnten eine intensive Freundschaft zwischen den beiden.

 

Große Freiheit feierte seine Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Cannes und gewann dort den Jury-Preis in der Sektion »Un Certain Regard«. Mit den renommierten Schauspielern Franz Rogowski und Berlinale Silberner Bär-Preisträger Georg Friedrich in den Hauptrollen ist das bewegende Drama hochkarätig besetzt. Zur Premiere in Hamburg werden der Regisseur und die Hauptdarsteller erwartet.

 

Ein Blick in die bundesdeutsche Geschichte offenbart die gesellschaftliche Brisanz des Themas: Noch bis 1992 wurde Homosexualität in Deutschland offiziell als Geisteskrankheit angesehen, der §175 erst 1994 vollständig abgeschafft. Weltweit stellt Homosexualität in jedem dritten Land bis heute einen Strafbestand dar.

 

Große Freiheit ist eine deutsch-österreichische Koproduktion von Rohfilm Productions und FreibeuterFilm, dessen Mitgründer Sebastian Meise ist. Der Film wurde gefördert von Österreichisches Filminstitut (ÖFI), Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Deutscher Filmförderfonds (DFFF), ORF Film/Fernseh-Abkommen, Filmstandort Austria (FISA), Filmfonds Wien (FFW), Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) und das ZDF. Piffl Medien bringt Große Freiheit ab dem 18. November 2021 bundesweit in die Kinos.

 

FILMFEST HAMBURG findet vom 30. September bis 9. Oktober 2021 statt. Gezeigt werden rund 100 Produktionen aus aller Welt als Europa-, Deutschland- oder Hamburg-Premieren. Festivalkinos sind das Abaton, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage und das Studio-Kino.