VRHAMMY AWARD 2021

VRHAMMY AWARD 2021


Die VR-Arbeit Reeducated von Sam Wolson ist mit dem VRHAMMY AWARD 2021 ausgezeichnet worden. Eine lobende Erwähnung erhielten Michelle & Uri Kranot für The Hangman at Home.

 

Die internationale Jury (Caroline Monnet, Künstlerin und Regisseurin, Kanada; Manuel Rossner,VR-Künstler, Deutschland und Tricia Tuttle, Festivaldirektorin BFI London Film Festivals, London) lobte Reeducated »eine neue Form des investigativen Journalismus in einer Arbeit, die ein Licht auf eine dringende menschliche Krise im Nordwesten Chinas wirft, eine politische Situation, die zu wenig bekannt ist.«

 

Reeducated ist eine Dokumentation des »New Yorker« über ein »Umerziehungslager« in Xinjiang. Drei Männer erinnern sich an ihre Inhaftierung in derselben Einrichtung. Seit 2016 haben die Behörden im chinesischen Xinjiang einen der umfangreichsten Polizeistaaten der Welt errichtet. Im Jahr 2018 wurden bis zu einer Million Menschen in einem riesigen Netzwerk von »Umerziehungszentren« festgehalten – wahrscheinlich die größte Masseninternierung von ethnischen und religiösen Minderheiten seit dem Zweiten Weltkrieg. Mit stundenlangen Zeugenaussagen aus erster Hand und handgezeichneten Animationen rekonstruiert der mehrfach preisgekrönte immersive Filmregisseur und Fotograf Sam Wolson die Erfahrung der Inhaftierung und politischen Umerziehung in einem immersiven dreidimensionalen Raum.

 

Die Jury vergab eine besondere Erwähnung an The Hangman at Home und lobte die ergreifende Erzählweise. »Der Einsatz von immersiven Techniken durch die Künstler fordert das Publikum auf, vollständig einzutauchen und die Umgebung zu erforschen, um ihre Geheimnisse zu entschlüsseln. Uns gefiel die Wahl der verschiedenen Perspektiven – von der wechselnden Position des Zuschauers bis hin zum direkten Blick der Protagonisten auf den Betrachter.«

 

In  The Hangman at Home erforscht das Künstler*innen-Duo Michelle & Uri Kranot als animiertes VR-Projekt das Unangenehme und Intime des Menschseins. Fünf miteinander verwobenen Geschichten präsentieren uns Menschen in heiklen Situationen: zerbrechlich, verspielt, erschrocken, nachdenklich, verwirrt, neugierig. Situationen, in denen wir uns alle sehr ähnlich sind, und die uns dazu anhalten, die eigene Verantwortung zu erkennen und unsere Handlungen zu hinterfragen.

 

Das VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival läuft noch bis zum 12. Juni 2021 im Hamburger Oberhafen und online. www.vrham.de

 

 

Ausgezeichneter Kulturfunke

Ausgezeichneter Kulturfunke


Die Lübecker Possehl-Stiftung ist für die Aktion »Kulturfunke« mit dem Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet worden. Der vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. und dem Handelsblatt vergebene Preis würdigt mit dem erstmalig ausgeschriebenen »Sonderpreis für ein herausragendes Kulturprojekt im Kontext von Covid 19« die Aktion »Kulturfunke«, ein Kooperationsprojekt der Possehl-Stiftung und der Initiative Kulturtreibhaus, als flexible und nachhaltige Unterstützung der Kulturszene.

 

Überzeugt hat die Jury (Dr. Clemens Börsig, Vorstandsvorsitzender Kulturkreis der deutschen Wirtschaft; Juryvorsitz, Dr. Thomas Bellut, Intendant ZDF; Laura Berman Intendantin der Staatsoper Hannover; Prof. Udo Dahmen, Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg; Sky du Mont, Schauspieler, Ingrid Haas, Mitglied der Gesellschafterversammlung der Deutsche Börse Photography Foundation), Anja Lehner, Vorsitzende Arbeitskreis Kulturförderung (AKF) im Kulturkreis; Dr. Franziska Nentwig, Geschäftsführerin Kulturkreis der deutschen Wirtschaft; Sebastian Matthes Chefredakteur Handelsblatt; Staatsminister Bernd Sibler Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst) »dass die Aktion im Herbst 2020 und im Frühjahr 2021 nochmals aufgelegt wurde – und auch über die Krise hinaus fortbestehen soll. Die Possehl-Stiftung hat es geschafft, aus der Krisensituation heraus ein Projekt zu entwickeln, das die Stadtgesellschaft zukunftsweisend bereichert.«


Max Schön, Vorsitzender der Possehl-Stiftung: »Wir sind glücklich und stolz, dass der Kulturfunke nun über die Grenzen Lübecks hinausspringt und danken der Jury und dem Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft für diese Auszeichnung und die Würdigung unserer Arbeit. Der Preis wird der Possehl-Stiftung Ansporn sein, weiterhin beweglich und nachhaltig zu handeln. Vor allem danken wir den Kulturschaffenden, die in einer für sie besonders schweren Zeit mit bisher rund 1.200 Veranstaltungen an über 400 Orten in Lübeck unser Leben bereichert haben – sie haben sich mit viel Kreativität und Mut aktiv der Krise entgegengestellt. Von der Flexibilität und Innovationskraft, die der Kulturszene entspringt, könnten auch andere Bereiche unserer Gesellschaft heute und in Zukunft profitieren und lernen.«

 

Die Possehl-Stiftung hatte sich um den Preis beworben, um für die Aktion überregional zu werben und Stiftungen, Unternehmen oder andere fördernde Einrichtungen für die Idee einer flexiblen Kulturförderung wie die des »Kulturfunken« zu begeistern.
126 Unternehmen und unternehmensnahe Stiftungen haben sich mit 132 Projekten um den Deutschen Kulturförderpreis 20/21 beworben, darunter über 40 mit Bezug zur Covid 19-Pandemie.

Die Aktion »Kulturfunke« – Kultur trotz(t) Pandemie


Gemeinsam mit dem Lübecker Kulturtreibhaus, einer freien Initiative von Kulturschaffenden und -institutionen, entwickelte die Possehl-Stiftung im Mai 2020 die Aktion »Kulturfunke«: Freie Künstler:innen und Kulturschaffende, die durch das Raster der gängigen Förderangebote in der Corona-Krise fallen, können sich mit einem Vorhaben um eine Förderung in Höhe von jeweils bis zu 6.000 Euro bewerben. Die Mittel stehen den Kulturschaffenden sofort nach der Bewilligung bereit. So konnte die Stiftung in kürzester Zeit einen Beitrag dazu leisten, Kultur in den Alltag der Lübecker:innen zurückzubringen und die vielfältige kulturelle Szene zu unterstützen.
Der Vorstand der Possehl-Stiftung hat für die Aktion »Kulturfunke« 2020 und 2021 bisher rund 2,1 Mio. Euro bewilligt. 229 Projekte wurden in den ersten beiden Förderrunden von einem mit Kulturschaffenden besetzten Gremium ausgewählt: 110 Projekte mit rund 700 Einzelveranstaltungen wurden im zweiten Halbjahr 2020 umgesetzt, 119 Vorhaben mit rund 1.000 Veranstaltungen folgen bis August. Für die aktuell dritte Ausschreibung sind 262 Anträge eingegangen, über die ein unabhängiges Auswahlgremium in Kürze entscheiden wird. Für die Fortsetzung der Aktion bis zum Jahresende stehen zunächst 480.000 Euro bereit.


Neben der Förderung der Kulturschaffenden hat die Possehl-Stiftung auch wertvolle strukturelle Arbeit geleistet: Das vierköpfige Team des Kulturtreibhauses hat Anfang des Jahres ein Quartier in einem ehemaligen Ladengeschäft in der Innenstadt bezogen und steht der freien Kulturszene mit Rat und Tat zur Seite. Auf der Veranstaltungsplattform www.kulturfunke.de werden die Aktivitäten der Künstler:innen sowie die Vernetzungs-, Beratungs- und Workshopangebote des Kulturtreibhauses über Lübecks Grenzen hinaus – in der gesamten Metropolregion Hamburg – bekannt gemacht.


Über das Projekt – Stimmen von Kulturschaffenden zur Aktion »Kulturfunke«:


Valeska Achenbach, Fotografin aus Hamburg:
»Diese Aktion ist für uns Solo-Selbständige eigentlich das Gegenteil zu vielen anderen Förderangeboten, weil hier Möglichkeiten und nicht Probleme im Zentrum stehen. Und dann sind da noch die persönlichen Erfahrungen – für meinen Kulturfunken habe ich über 40 verschiedene Menschen fotografiert und dabei ganz viel Berührendes erfahren über ihre Corona-Zeit und ihren Blick in die Zukunft. Ich bin sicher, es wird auch über diese schwierige Zeit hinaus etwas Gutes für mich und uns bleiben, ganz besonders diese wertvollen neuen Kontakte.«

Juliane Sandberger, Konzert- und Oratoriensängerin aus Lübeck:
»Mir fehlen die großen Oratorienaufführungen und Konzerte wie zum Beispiel in den Lübecker Innenstadtkirchen. Dafür habe ich jetzt auch in abgelegeneren Stadtteilen ganz neue Räume für mich entdeckt, die ich früher einfach nicht wahrgenommen habe. Es war berührend, wie sehr die Menschen in Zeiten, in denen sie im Gottesdienst selbst nicht singen dürfen, empfänglich und dankbar für unsere Musik waren.«

Gespür für Oscars

Gespür für Oscars


Der FILMFEST-Abschlussfilm des letztjährigen Programms, Nomadland, von Chloé Zhao ist der Gewinnerfilm bei den  vergebenen Academy Awards. Das Werk über moderne Nomaden in den USA wurde als bester Film ausgezeichnet, Chloé Zhao als zweite Frau in der Geschichte der Awards überhaupt als beste Regisseurin und Frances McDormand bekam den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Oscar-Filme sind Der Rausch von Thomas Vinterberg (Bester internationaler Film) und Sound of Metal (Bester Schnitt) von Darius Marder.

In Sound of Metal muss der Band-Musiker und Schlagzeuger Ruben einen schweren Schicksalsschlag verkraften: er verliert sein Gehör. Für den besten Schnitt bekam der Film Editor Mikkel E.G. Nielsen die begeehrte Trophäe. Als Bester internationaler Film wurde Der Rausch von Thomas Vinterberg über vier Freunde, die ein alkoholisches Selbstexperiment starten, mit dem Oscar ausgezeichnet.

»Wir freuen uns sehr für die Auszeichnung dieser drei Filme, die wir im letzten Jahr im Programm hatten«, sagt FILMFEST-Leiter Albert Wiederspiel. »Und was für ein großartiger Erfolg für Chloé Zhao, sie ist eine sehr besondere Regisseurin, mit einer ganz eigenen Handschrift. Wir gratulieren ihr und ihrer wunderbaren Hauptdarstellerin Francis McDormand von ganzem Herzen.«

FILMFEST HAMBURG hat bereits alle Langfilme von Chloé Zhao gezeigt: 2015, Songs My Brothers Taught Me und 2017 The Rider, der unter anderem mit dem Art Cinema Preis ausgezeichnet wurde.

 

Die 93. Oscarverleihung fand am 25. April in Los Angeles statt.

 

Fotos: The Walt Disney Company Germany, Weltkino/Henrik Ohsten, Protagonist

Technologie & Innovation

Technologie & Innovation


Der erste von VRAHM! ausgeschriebene Open Call für das EU-geförderte Projekt REAL –IN ist geschlossen. Bis zum 15. März konnten sich kreative Teams und Künstler*innen bewerben, die im Bereich der Interaktiven Kunst arbeiten und in ihrem bestehenden oder aktuellen Projekt den Einsatz von 3D-Scanning-Technologien erproben wollen.

 

Insgesamt wurden 88 Projekte aus 27 Ländern eingereicht. Die Mitglieder der internationalen Fachjury, Judith Guez ( Gründerin und Kuratorin/ Rector VRso Festival), Lilli Paasikivi-Ilves (Künstlerische Leiterin /Finnish National Opera), Tomás Saraceno (Performance und Installationskünstler) und Ulrich Schrauth (Künstlerischer Leiter/VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival), wählen bis Ende März ein künstlerisches Team für die einwöchige Residenz in Marseille aus. Die Preisträger werden von der Firma Dark Euphoria technisch und redaktionell begleitet und erhalten ein Produktionsbudget in Höhe von 10.000 Euro. Die ersten Ergebnisse werden im Rahmen des VRHAM! Festivals präsentiert.

 

REAL IN ist ein kulturspartenübergreifendes und cross-sektorales Forschungsprojekt von VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival (Hamburg), La Manufacture (Avignon), MEET Digital Culture Center (Mailand) und ESPRONCEDA Institute of Arts & Culture (Barcelona). Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Produktionsfirma Dark Euphoria (Marseille) möchten die vier europäischen Partner*innen aus den Bereichen Interaktive Kunst, Theater, Musik, Mode und Design den Einsatz von 3D- Scantechnologie in Kombination mit immersiven Technologien für die Kreativwirtschaft weiterentwickeln.


Oscar Chancen

Oscar-Chancen

Vier Filme aus dem letztjährigen FILMFEST HAMBURG-Programm dürfen auf die wichtigste Auszeichnung hoffen. Nomadland, Sound of Metal und Der Rausch sind gleich mehrfach nominiert worden. Als bester internationaler Film geht neben Der Rausch für Dänemark auch Quo Vadis, Aida für Bosnien-Herzegowina ins Oscar-Rennen.

Der FILMFEST-Abschlussfilm Nomadland von Chloé Zhao ist wurde in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Chloé Zaho), Bester Schnitt (Chloé Zhao), Bestes adaptiertes Drehbuch (Chloé Zaho), Beste Kamera (Joshua James Richards) und Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle (Francis McDormand) nominiert. Nomadland erzählt von einer Frau, die sich in ihrem Van auf den Weg macht, um als moderne Nomadin ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu führen.

In Sound of Metal muss der Band-Musiker und Schlagzeuger Ruben einen schweren Schicksalsschlag verkraften: er verliert sein Gehör. Der Film von Darius Marder wurde als Bester Film nominiert. Auch die Schauspieler Riz Ahmed (Bester Schauspieler in einer Hautrolle) und Paul Raci (Bester Schauspieler in einer Nebenrolle) haben Chancen auf einen Oscar. Sound of Metal ist außerdem in den Kategorien Bestes Originaldrehbuch (Darius Marder, Abraham Marder), Bester Schnitt (Mikkel E.G. Nielsen) und Bester Ton (Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh ) nominiert.

Als Bester internationaler Film geht Der Rausch von Thomas Vinterberg über vier Freunde, die ein alkoholisches Selbstexperiment starten, ins Oscar-Rennen. Der dänische Regisseur ist außerdem in der Kategorie Beste Regie nominiert. Auch Quo Vadis, Aida von Jasmila Žbanić, eine filmische Verarbeitung der Massaker von Srebrenica, wurde in der Kategorie Bester internationaler Film für Bosnien-Herzegowina nominiert.

Die 93. Oscarverleihung findet am 25. April in Los Angeles statt.


VRHAM! FORWARD

Experimente erwünscht!


Für das neue Programm VRHAM! FORWARD in Kooperation mit demInstitut für theatrale Zukunftsforschung (ITZ) am Zimmertheater Tübingen sucht VRHAM! für die aktuelle Festivalausgabe vom 4. bis 12. Juni 2021 Künstler*innen, die Lust haben mit Virtual und Augmented Reality im Bereich der darstellenden Künste zu experimentieren. Zwei kreative Teams haben die Möglichkeit, vor dem Festival in einwöchigen Residenzen beim ITZ ihre bereits konzipierten oder neuen immersiven Projekte (weiter) zu entwickeln und bei VRHAM! zu präsentieren. Der Open Call startet am 3. März 2021.

 

VRHAM! FORWARD

 

VRHAM! lädt Künstler*innen aus Europa ein, die Möglichkeiten von VR und AR für die darstellenden Künste zu erforschen und auszuloten, wie diese Technologien in performative Formate integriert werden können. Die eingereichten bereits konzipierten Projektvorhaben oder künstlerische Arbeiten im Anfangsstadium werden im Rahmen einer einwöchigen Residenz im Zeitraum 1. bis 16. Mai 2021 beim ITZ fortgeführt und von namhaften internationalen Mentor*innen vor Ort begleitet. Ein erster Projektstand soll am Eröffnungswochenende von VRHAM! präsentiert werden.

 

Der Open Call startet am 3. März und endet am 31. März 2021.

 

VRHAM! FORWARD wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. In Kooperation mit dem Institut für theatrale Zukunftsforschung am Zimmertheater Tübingen.

 

Das Institut für theatrale Zukunftsforschung (ITZ) im Zimmertheater Tübingen versteht sich als Antwortversuch auf die Frage nach dem „Stadttheater der Zukunft“. Als Musterbühne für Stückentwicklungen mitten im Cyber Valley in Baden-Württemberg hat das ITZ innerhalb von zwei Spielzeiten durch eine konsequente Hybridisierung, Profilierung und Diskursivierung des Spielplans innerhalb der europäischen Kulturlandschaft eine Vorreiterrolle übernommen. Mit einem eigenen festen Ensemble und als Produktionshaus und Residenzort für die internationale Freie Szene werden im hybriden semi-stagione Betrieb Stückentwicklungen und Koproduktionen in Tübingen erarbeitet.

VRHAM! Open Call

Kunst und Kreative gesucht!


 

 

Für die 4. Ausgabe des VRHAM! Virtual Reality & Arts Festivals vom 4. bis 12. Juni 2021 in Hamburg werden wieder die aktuellsten künstlerischen VR-, AR- und Mixed Reality-Projekte aus aller Welt gesucht. Als einer von fünf Partnern des EU-Projektes REAL-IN freut sich VRHAM! außerdem über Bewerbungen von Einzelkünstler*innen und Künstler*innen-Teams, die im Rahmen ihrer Projekte die Möglichkeiten von 3D-Scantechnologie in einer Residency erforschen wollen. Beide Open Calls starten am 1. Februar.

 

 OPEN CALL VRHAM! 2021

 

VRHAM! lädt VR Künstler*innen aus aller Welt ein, ihre aktuellen Virtual Reality-, Augmented Reaity- und Mixed Reality-Projekte einzureichen. Akzeptiert werden Installationen, 360°-Filme, Live-Performances und interaktive Arbeiten. Die ausgewählten Werke werden im Programm 2021 sowohl physisch in Hamburg als auch weltweit digital präsentiert. Alle eingereichten Projekte gehen außerdem ins Rennen um den mit 5.000 Euro dotierten VRHAMMY AWARD, der am Eröffnungsabend des Festivals von einer internationalen Jury vergeben wird.  Der Open Call startet am 1. Februar und endet am 28. Februar 2021.

  

OPEN CALL REAL-IN: INTERAKTIVE KUNST

 

Für den von VRHAM! ausgeschriebenen Open Call im Rahmen des EU-Projektes REAL-IN können sich Kreative und Künstler*innen bewerben, die im Bereich Interaktive Kunst arbeiten und mit ihrem bereits bestehenden (oder in Entwicklung befindenden) künstlerischen Projekt den Einsatz von 3D-Scantechnologie erforschen und im Rahmen einer einwöchigen Residency weiterentwickeln wollen. Das ausgewählte Kreativteam stellt die Ergebnisse der Residency während des VRHAM! Festivals in Hamburg (4.-12. Juni 2021) im Rahmen einer Konferenz der Branche vor.  Der Open Call startet am 1. Februar und endet am 15. März 2021.

 

NDR Media Sponsoring

Sponsoring im Norddeutschen Rundfunk


Ab sofort gehört auch das Sponsoring im NDR Hörfunk und Fernsehen zum Vermarktungsangebot von NDR Media. Neben der klassischen Radiovermarktung bei NDR 2 bietet das Unternehmen damit ein Spektrum attraktiver Sendungen in den Umfeldern Wetter, Sport und Unterhaltung an.

 

Die Möglichkeit, noch individueller auf Kundenwünsche einzugehen und die Kampagnenplanung mit Hilfe eines Sponsorings zu stärken, ist für das NDR-Sendegebiet neu. »In unserem gewachsenen Portfolio sind den Kundenwünschen fast keine Grenzen mehr gesetzt«, sagt Ronja Böhlke, Verkaufsleitung bei NDR Media. »Mit unserer Sendervielfalt sprechen wir eine große Bandbreite unterschiedlicher Zielgruppen an und können nun die Marken noch viel passgenauer an die gewünschte Zielgruppe bringen – angefangen von der jüngeren bis hin zur kaufkräftigen und markenbewussten Zielgruppe ab Vierzig. Mit allen Hörfunkprogrammen erreichen wir mehr als sechs Millionen Hörer*innen. Diese Gesamtreichweite ist im Norden unschlagbar.«

 

Der Kunde profitiert dabei nicht nur von einer direkten Platzierung nach den bekannten Magazinen im NDR Fernsehen mit regionalem Bezug, sondern gleichzeitig auch vom »Leuchtturm«, der Tagesschau um Acht.

 

Die NDR Media GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Norddeutschen Rundfunks mit Sitz in Hamburg. Zu den Hauptaufgaben gehören die Vermarktung von Hörfunkwerbung bei NDR 2, Sponsoringmöglichkeiten im NDR Hörfunk und Fernsehen sowie On Air und Off Air Kooperationen. Als starker Partner im Norden entwickelt NDR Media zusammen mit ihren Kunden kreative, crossmediale und maßgeschneiderte Lösungen.

PLAY 2020

Ready for PLAY


Das Programm für das diesjährige kostenlose PLAY – Creative Gaming Festival zum Thema »Exploring Borders« steht: Vom 4. bis 8. November 2020 lädt die Initiative Creative Gaming, die das PLAY Festival seit 2008 ausrichtet, Festivalbesucher*innen und Spielebegeisterte ein, Gameentwickler*innen online und vor Ort in Hamburg kennenzulernen, neue Spiele zu entdecken und selber aktiv zu werden. Internationale Gäste und Impulsgeber*innen sind unter anderem der Revoluzzer unter den Gamern, Paolo Pedercini, und Bo Ruberg mit einer neuen Veröffentlichung zum Thema queere Games-Entwickler*innen.

 

Paolo Pedercinis Spiele sind gesellschaftskritisch und radikal. Mal müssen die Spieler*innen einen Ölkonzern managen, eine Fastfood-Kette leiten, die Produktion von Handys überwachen oder sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vertuschen. Die Grenzen werden überschritten, stets wird eine andere Perspektive eingenommen, um den Missstand (spielerisch) zu erfahren. Der Gameentwickler mit italienischen Wurzeln lebt in Amerika und gibt in seinem Impuls einen Einblick in seine Arbeit. Bo Ruberg unterrichtet an der University of California und stellt bei PLAY20 ebenfalls in einem Impuls das Buch The Queer Games Avant-Garde: How LGBTQ Game Makers Are Reimagining the Medium of Video Games vor, ein Sammelband, in dem queere und trans* Spieleentwickler*innen zu Wort kommen.

 

 Artist Talks & Abendveranstaltungen

 

Im Artist Talk spricht Gamerin und Accessibility-Consultant Melanie Eilert, die aufgrund einer Muskelerkrankung im Rollstuhl sitzt, mit Christian Schiffer über das Thema barrierefreies Gaming. Es geht um die Darstellung von Menschen mit Behinderung in Videospielen und um den Zugang mit spezieller Hardware wie zum Beispiel dem Xbox Adaptive Controller, um überhaupt spielen zu können. Bei den Abendveranstaltungen ist der Superlevel-Gründer Fabu mit einem Call-In-Format zu Gast. Der Betreiber des Videospiel Podcasts Doomian lädt das Publikum ein, im Studio live anzurufen und mit ihm über Themen zu sprechen, die mit Spielen zu tun haben. Fabu wird begleitet von One Player Mode. Der Loop-Artist, der Videospielsoundtracks neu interpretiert, hat sich schon mehrmals erfolgreich in der Speakers‘ Corner des Festivals präsentiert und es in diesem Jahr auf die große PLAY Stage geschafft. Im Abendprogramm Live Random Play spielen die Spielejournalisten Florian Zandt und Daniel Ziegener Indie-Titel, die man sonst nie entdeckt hätte. Zusammen mit Lost Levels-Kollegin Christina Kutscher klicken sie sich an diesem Abend durch merkwürdige und unerwartet großartige Projekte. Das Publikum entscheidet, welche Neuentdeckung auf der Bühne gespielt wird.

 

Speakers‘ Corner & Ausstellung

 

Noch bis zum 26. Oktober 2020 können sich Interessierte für die Speakers‘ Corner bewerben, um eigene Themen, Ideen und Erfahrungen zum Thema digitale Spielekultur mit dem Festivalpublikum zu teilen. Kurzentschlossene haben auch noch während des Festivals die Möglichkeit, spontan teilzunehmen. Die sechs für den Creative Gaming Award nominierten Spiele stehen fest und werden in der Festivalzeit im Hamburger designxport nicht nur ausgestellt, sondern sind dort auch spielbar. Nominiert in der Kategorie »Most Creative Game Award« sind: Song of Bloom von Philipp Stollenmayer (Deutschland), Stilstand von Ida Hartmann (Dänemark) und The Almost Gone von Jeroen Janssen (Belgien). In der Kategorie »Most Innovative Newcomer Award« für das beste Nachwuchsprojekt gehen die Spiele Jessika von Seren Besorak (Deuschland), Marble Run vom Entwicklerteam No Time (Deutschland) und Archipelago von Shalev Moran (Dänemark) ins Rennen um den Creative Gaming Award. Die Award Ceremony wird am 7. November 2020 aus dem PLAY Studio im Fundus Theater | Theatre of Research in Hamburg übertragen.

 

Live-Adventure & Game Jam

 

Das von den Festivalmacher*innen entwickelte interaktive Live-Adventure Lost in PLAY wird am ersten Festivaltag gestartet. Das Publikum erhält jeweils morgens Rätsel, die bis zum Abend gelöst werden müssen. Das große Finale ist am 7. November um 20 Uhr. PLAY – Creative Gaming Festival und Gamecity Hamburg laden ab 6. November zum Game Jam ein. Festivalbesucher*innen und Spielebegeisterte mit ganz unterschiedlichen Talenten sind eingeladen, innerhalb von 48 Stunden ein neues Spiel zu entwickeln.

 

Workshops & Fortbildungen

 

Angeboten werden auch in diesem Jahr Workshops rund um das kreative Computerspielen und Game Design. Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene können an Onlineworkshops teilnehmen und zum Beispiel gemeinsam Achterbahnen in Minetest bauen, Filme in RecRoom drehen oder Textadventures in Twine programmieren. Oder sie besuchen das Festival am Samstag vor Ort im Hamburger Designxport oder Jugendinformationszentrum (JIZ) und bauen dort Controller oder entwickeln Point ’n’ Click Adventures und 2D-Spiele. Für Lehrkräfte und Multiplikator*innen gibt es Fortbildungen zum Thema Creative Gaming. Die Teilnahme an allen Workshops ist kostenfrei, eine Anmeldung über die Festivalwebsite ist erforderlich.

 

Festivalzugang

 

Über die PLAY-Website können verschiedene Kanäle in einem Menü aufgerufen werden. Dabei stehen die Channel 1 bis 5 für das PLAY Studio, PLAY on Stage, Labor, Machinima-Kino und für die Online-Ausstellung. Produktionsstandort, Sendezentrale und Festivalhub ist das Fundus Theater | Theatre of Research in Hamburg. Von hier aus werden Gespräche, Diskussionen und Impulsvorträge vorab aufgezeichnet oder live auf YouTube gestreamt. Für Festival-Feeling sorgt die speziell auf PLAY20 angepasste interaktive Variante des AMAZE./SPACE, eine für das diesjährige A MAZE. Festival in Berlin entwickelte digitale Plattform. Hier können sich die Avatare der Besucher*innen treffen, austauschen und gemeinsam das Festival erkunden. Die Bloggerin OddNina und der Podcaster Manuel Fritsch (Insert Moin) führen in der Festivalzeit durch das Programm.

 

 

 

 

Bilanz Filmfest

Bilanz


Mit dem Film Nomadland von Chloé Zhao und der Verleihung des Commerzbank Publikumspreises an den Dokumentarfilm Gunda von Victor Kossakovsky ist am Sonnabend das 28. FILMFEST HAMBURG nach zehn intensiven Festivaltagen zu Ende gegangen.
76 Filme in neun Sektionen, 13 Filme, die im Rahmen des Gastspiels der 17. dokumentarfilmwoche hamburg gezeigt wurden, über 200 Filmfest-Gäste – darunter der Publikumspreisträger Victor Kossakovsky, die Regisseur·innen Jasmila Žbanić, Oskar Roehler, Uberto Pasolini, Fanny Liatard & Jérémy Trouilh, die Schauspieler·innen Oliver Masucci, Jella Haase, Moritz Bleibtreu, Sebastian Blomberg, Marie Leuenberger und Matthias Brandt, 11 Veranstaltungen für akkreditierte Fachbesucher*innen im CinemaxX 3, das Sonderprogramm »Filmfest ums Eck« mit Filmen in den Stadtteilen, aufgezeichnete digitale Filmgespräche und Live-Gespräche in den Kinos: FILMFEST HAMBURG zieht auch in diesem Ausnahmejahr eine positive Bilanz.

 

Als erstes großes deutsches Publikumsfestival nach dem Lockdown fand das 28. FILMFEST HAMBURG in einer hybriden Form statt, mit Filmvorführungen in den Kinos und online. 13.690 Besucher·innen haben die Filme im Kino gesehen, das entspricht knapp einem Drittel der Vorjahresbesucherzahl. Bei einer Sitzplatzkapazität von nur 30 Prozent in den jeweiligen fünf Festivalkinos zeigt diese Zahl eine ungebrochene Begeisterung für das Festival in der Hansestadt und das bei lediglich der Hälfte der Filme im Vergleich zum Vorjahr. Festivalleiter Albert Wiederspiel: »Diese Zahl freut mich als Kinomensch sehr. Es beweist, dass sich das Hamburger Publikum nach Live-Kultur und gemeinsamen Kino- und Festivalerlebnissen sehnt und mit FILMFEST HAMBURG zaghaft die Rückkehr in die Kinosäle gewagt hat.«

Das digitale Filmangebot von STREAMFEST HAMBURG wurde von rund 2500 registrierten Usern genutzt, die Zahl der Filmleihen liegt bei rund 3000. In Abstimmung mit den Lizenzgebern konnten 50 Titel des Programms auf STREAMFEST HAMBURG vom jeweiligen Premierentermin bis Festivalende abgerufen werden. Aufgrund der Hygienevorschriften hatten sich die Festivalmacher·innen entschieden, die freibleibenden Kinositze in den digitalen Raum zu verlegen. Das Konzept wurde mit den Kinobetreibern abgestimmt und stellt durch die reduzierte Anzahl der Video-On-Demand-Tickets sicher, dass es als nachhaltiges Modell das Ökosystem von Vertrieb, Festivals und Kinoauswertung erhält. Neben den Filmen konnten die Festivalbesucher·innen die 11 Fachveranstaltungen streamen sowie die vorab aufgezeichneten Filmgespräche mit den Filmemacher·innen abrufen. »Es sind gerade diese digitalen Zusatzangebote, die wir auch in den kommenden Festivaljahren gerne beibehalten möchten«, so Albert Wiederspiel.

 

Das 29. FILMFEST HAMBURG findet vom 30. September bis 9. Oktober 2021 statt.

 

Spielerisch Grenzen überwinden

Spielerisch Grenzen überwinden


»Exploring Borders« ist das Thema des diesjährigen PLAY–CreativeGaming Festivals, das vom 4. bis 8. November 2020 als hybride und kostenlose Veranstaltungstattfindet.

 

Wo endet ein Spiel, wo beginnt die reale Welt? Welche Grenzziehungen sind für digitale Spiele unvermeidbar, welche gehören endlich abgeschafft? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Festivalausgabe. Es geht um Diversität in Spielen, um Barrierefreiheit und Zugänge, um die Grenzen des guten Geschmacks. Es geht um das Überwinden von Grenzen, um Gemeinschaft, Kommunikation und Zugehörigkeit. PLAY20 lädt die Festivalbesucher*innen ein, die Grenzen digitaler Spiele zu entdecken, zu vermessen und zu überschreiten–in diesem Jahr analog und digital.

 

»Schon vor der Corona-Krisestand das Thema für die diesjährige Ausgabe fest und wurde plötzlich auch für uns sehr konkret. Wir mussten selbst Grenzen überwinden und haben unsentschlossen, eine hybride Festivaledition durchzuführen mit ausgewählten physischen Angeboten vor Ort und einem umfangreichen Onlineprogramm, an dem die Festivalbesucher*innen fünf Tage lang von zu Hause aus mit Computer, Tablet oder Smartphone über verschiedene Kanäle teilnehmen können«, sagt Christiane Schwinge aus dem PLAY-Leitungsteam.

 

Produktionsstandort, Sendezentrale und Festivalhub ist das Fundus Theater | Theatre of Research in Hamburg. Von hier aus werden Diskussionen und Impulsvorträge vorab aufgezeichnet oder live auf YouTube gestreamt. Die Bloggerin OddNina und der Podcaster Manuel Fritsch(Insert Moin)führenin der Festivalzeit durch das Programm. Über die PLAY-Website können verschiedene Kanäle in einem Menü aufgerufen werden. Die bekannten Festivalangebote wie das Live-Programminklusive Eröffnung und Preisverleihung,die PLAY Couch mit Moderator Christian Schiffer, dieSpeakers‘ Corner, dasLabor und die kuratierte Ausstellung mit rund 20 Games zum Thema »Grenzen« wird es auch in diesem Jahr geben–überwiegend online.Für Festival-Feeling sorgt die speziell auf PLAY20 angepasste interaktive Variante des A MAZE./SPACE, eine für das diesjährige A MAZE. Festival in Berlin entwickelte digitale Plattform. Hier können sich die Avatare der Besucherinnen und Besucher treffen, austauschen und gemeinsam das Festival erkunden.

 

Physische Angebote gibt es mit einerAusstellung im Hamburger designxport: Hier werden die insgesamt sechs für die diesjährigen Creative Gaming Awards nominierten Spielepräsentiert. Der internationale Preis wird bereits zum sechsten Mal in den Kategorien »Most Creative Game Award« und »Most Innovative Newcomer Award« an das kreativste Projekt und an die beste Nachwuchsproduktion vergeben. Eine Fachjury entscheidet über die Gewinner*innen, die bei der Preisverleihung am 7. November 2020 bekannt gegeben werden. In diesem Jahr gab es 100 Einreichungen aus 25 Ländern. Außerdem werden in der Festivalzeit an Hamburger Schulen Workshops zum Thema stattfinden, deren Ergebnisse die teilnehmenden Gruppen dann in der virtuellen Speaker‘s Corner des Festivals präsentieren.

 

PLAY20 –Creative Gaming Festival ist eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e. V. und des jaf –Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e. V. in Kooperation mit spielbar.de, der Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zum Thema Computerspiele, der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und dem JIZ –Jugendinformationszentrum Hamburg (BSB), mit Unterstützung von der BürgerStiftung Hamburg, designxportund GamecityHamburg, in Zusammenarbeit mit dem FUNDUS THEATER.