Technologie & Innovation

Technologie & Innovation


Der erste von VRAHM! ausgeschriebene Open Call für das EU-geförderte Projekt REAL –IN ist geschlossen. Bis zum 15. März konnten sich kreative Teams und Künstler*innen bewerben, die im Bereich der Interaktiven Kunst arbeiten und in ihrem bestehenden oder aktuellen Projekt den Einsatz von 3D-Scanning-Technologien erproben wollen.

 

Insgesamt wurden 88 Projekte aus 27 Ländern eingereicht. Die Mitglieder der internationalen Fachjury, Judith Guez ( Gründerin und Kuratorin/ Rector VRso Festival), Lilli Paasikivi-Ilves (Künstlerische Leiterin /Finnish National Opera), Tomás Saraceno (Performance und Installationskünstler) und Ulrich Schrauth (Künstlerischer Leiter/VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival), wählen bis Ende März ein künstlerisches Team für die einwöchige Residenz in Marseille aus. Die Preisträger werden von der Firma Dark Euphoria technisch und redaktionell begleitet und erhalten ein Produktionsbudget in Höhe von 10.000 Euro. Die ersten Ergebnisse werden im Rahmen des VRHAM! Festivals präsentiert.

 

REAL IN ist ein kulturspartenübergreifendes und cross-sektorales Forschungsprojekt von VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival (Hamburg), La Manufacture (Avignon), MEET Digital Culture Center (Mailand) und ESPRONCEDA Institute of Arts & Culture (Barcelona). Zusammen mit der mehrfach ausgezeichneten Produktionsfirma Dark Euphoria (Marseille) möchten die vier europäischen Partner*innen aus den Bereichen Interaktive Kunst, Theater, Musik, Mode und Design den Einsatz von 3D- Scantechnologie in Kombination mit immersiven Technologien für die Kreativwirtschaft weiterentwickeln.


Oscar Chancen

Oscar-Chancen

Vier Filme aus dem letztjährigen FILMFEST HAMBURG-Programm dürfen auf die wichtigste Auszeichnung hoffen. Nomadland, Sound of Metal und Der Rausch sind gleich mehrfach nominiert worden. Als bester internationaler Film geht neben Der Rausch für Dänemark auch Quo Vadis, Aida für Bosnien-Herzegowina ins Oscar-Rennen.

Der FILMFEST-Abschlussfilm Nomadland von Chloé Zhao ist wurde in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Chloé Zaho), Bester Schnitt (Chloé Zhao), Bestes adaptiertes Drehbuch (Chloé Zaho), Beste Kamera (Joshua James Richards) und Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle (Francis McDormand) nominiert. Nomadland erzählt von einer Frau, die sich in ihrem Van auf den Weg macht, um als moderne Nomadin ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft zu führen.

In Sound of Metal muss der Band-Musiker und Schlagzeuger Ruben einen schweren Schicksalsschlag verkraften: er verliert sein Gehör. Der Film von Darius Marder wurde als Bester Film nominiert. Auch die Schauspieler Riz Ahmed (Bester Schauspieler in einer Hautrolle) und Paul Raci (Bester Schauspieler in einer Nebenrolle) haben Chancen auf einen Oscar. Sound of Metal ist außerdem in den Kategorien Bestes Originaldrehbuch (Darius Marder, Abraham Marder), Bester Schnitt (Mikkel E.G. Nielsen) und Bester Ton (Nicolas Becker, Jaime Baksht, Michelle Couttolenc, Carlos Cortés und Phillip Bladh ) nominiert.

Als Bester internationaler Film geht Der Rausch von Thomas Vinterberg über vier Freunde, die ein alkoholisches Selbstexperiment starten, ins Oscar-Rennen. Der dänische Regisseur ist außerdem in der Kategorie Beste Regie nominiert. Auch Quo Vadis, Aida von Jasmila Žbanić, eine filmische Verarbeitung der Massaker von Srebrenica, wurde in der Kategorie Bester internationaler Film für Bosnien-Herzegowina nominiert.

Die 93. Oscarverleihung findet am 25. April in Los Angeles statt.


VRHAM! FORWARD

Experimente erwünscht!


Für das neue Programm VRHAM! FORWARD in Kooperation mit demInstitut für theatrale Zukunftsforschung (ITZ) am Zimmertheater Tübingen sucht VRHAM! für die aktuelle Festivalausgabe vom 4. bis 12. Juni 2021 Künstler*innen, die Lust haben mit Virtual und Augmented Reality im Bereich der darstellenden Künste zu experimentieren. Zwei kreative Teams haben die Möglichkeit, vor dem Festival in einwöchigen Residenzen beim ITZ ihre bereits konzipierten oder neuen immersiven Projekte (weiter) zu entwickeln und bei VRHAM! zu präsentieren. Der Open Call startet am 3. März 2021.

 

VRHAM! FORWARD

 

VRHAM! lädt Künstler*innen aus Europa ein, die Möglichkeiten von VR und AR für die darstellenden Künste zu erforschen und auszuloten, wie diese Technologien in performative Formate integriert werden können. Die eingereichten bereits konzipierten Projektvorhaben oder künstlerische Arbeiten im Anfangsstadium werden im Rahmen einer einwöchigen Residenz im Zeitraum 1. bis 16. Mai 2021 beim ITZ fortgeführt und von namhaften internationalen Mentor*innen vor Ort begleitet. Ein erster Projektstand soll am Eröffnungswochenende von VRHAM! präsentiert werden.

 

Der Open Call startet am 3. März und endet am 31. März 2021.

 

VRHAM! FORWARD wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. In Kooperation mit dem Institut für theatrale Zukunftsforschung am Zimmertheater Tübingen.

 

Das Institut für theatrale Zukunftsforschung (ITZ) im Zimmertheater Tübingen versteht sich als Antwortversuch auf die Frage nach dem „Stadttheater der Zukunft“. Als Musterbühne für Stückentwicklungen mitten im Cyber Valley in Baden-Württemberg hat das ITZ innerhalb von zwei Spielzeiten durch eine konsequente Hybridisierung, Profilierung und Diskursivierung des Spielplans innerhalb der europäischen Kulturlandschaft eine Vorreiterrolle übernommen. Mit einem eigenen festen Ensemble und als Produktionshaus und Residenzort für die internationale Freie Szene werden im hybriden semi-stagione Betrieb Stückentwicklungen und Koproduktionen in Tübingen erarbeitet.

VRHAM! Open Call

Kunst und Kreative gesucht!


 

 

Für die 4. Ausgabe des VRHAM! Virtual Reality & Arts Festivals vom 4. bis 12. Juni 2021 in Hamburg werden wieder die aktuellsten künstlerischen VR-, AR- und Mixed Reality-Projekte aus aller Welt gesucht. Als einer von fünf Partnern des EU-Projektes REAL-IN freut sich VRHAM! außerdem über Bewerbungen von Einzelkünstler*innen und Künstler*innen-Teams, die im Rahmen ihrer Projekte die Möglichkeiten von 3D-Scantechnologie in einer Residency erforschen wollen. Beide Open Calls starten am 1. Februar.

 

 OPEN CALL VRHAM! 2021

 

VRHAM! lädt VR Künstler*innen aus aller Welt ein, ihre aktuellen Virtual Reality-, Augmented Reaity- und Mixed Reality-Projekte einzureichen. Akzeptiert werden Installationen, 360°-Filme, Live-Performances und interaktive Arbeiten. Die ausgewählten Werke werden im Programm 2021 sowohl physisch in Hamburg als auch weltweit digital präsentiert. Alle eingereichten Projekte gehen außerdem ins Rennen um den mit 5.000 Euro dotierten VRHAMMY AWARD, der am Eröffnungsabend des Festivals von einer internationalen Jury vergeben wird.  Der Open Call startet am 1. Februar und endet am 28. Februar 2021.

  

OPEN CALL REAL-IN: INTERAKTIVE KUNST

 

Für den von VRHAM! ausgeschriebenen Open Call im Rahmen des EU-Projektes REAL-IN können sich Kreative und Künstler*innen bewerben, die im Bereich Interaktive Kunst arbeiten und mit ihrem bereits bestehenden (oder in Entwicklung befindenden) künstlerischen Projekt den Einsatz von 3D-Scantechnologie erforschen und im Rahmen einer einwöchigen Residency weiterentwickeln wollen. Das ausgewählte Kreativteam stellt die Ergebnisse der Residency während des VRHAM! Festivals in Hamburg (4.-12. Juni 2021) im Rahmen einer Konferenz der Branche vor.  Der Open Call startet am 1. Februar und endet am 15. März 2021.

 

NDR Media Sponsoring

Sponsoring im Norddeutschen Rundfunk


Ab sofort gehört auch das Sponsoring im NDR Hörfunk und Fernsehen zum Vermarktungsangebot von NDR Media. Neben der klassischen Radiovermarktung bei NDR 2 bietet das Unternehmen damit ein Spektrum attraktiver Sendungen in den Umfeldern Wetter, Sport und Unterhaltung an.

 

Die Möglichkeit, noch individueller auf Kundenwünsche einzugehen und die Kampagnenplanung mit Hilfe eines Sponsorings zu stärken, ist für das NDR-Sendegebiet neu. »In unserem gewachsenen Portfolio sind den Kundenwünschen fast keine Grenzen mehr gesetzt«, sagt Ronja Böhlke, Verkaufsleitung bei NDR Media. »Mit unserer Sendervielfalt sprechen wir eine große Bandbreite unterschiedlicher Zielgruppen an und können nun die Marken noch viel passgenauer an die gewünschte Zielgruppe bringen – angefangen von der jüngeren bis hin zur kaufkräftigen und markenbewussten Zielgruppe ab Vierzig. Mit allen Hörfunkprogrammen erreichen wir mehr als sechs Millionen Hörer*innen. Diese Gesamtreichweite ist im Norden unschlagbar.«

 

Der Kunde profitiert dabei nicht nur von einer direkten Platzierung nach den bekannten Magazinen im NDR Fernsehen mit regionalem Bezug, sondern gleichzeitig auch vom »Leuchtturm«, der Tagesschau um Acht.

 

Die NDR Media GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Norddeutschen Rundfunks mit Sitz in Hamburg. Zu den Hauptaufgaben gehören die Vermarktung von Hörfunkwerbung bei NDR 2, Sponsoringmöglichkeiten im NDR Hörfunk und Fernsehen sowie On Air und Off Air Kooperationen. Als starker Partner im Norden entwickelt NDR Media zusammen mit ihren Kunden kreative, crossmediale und maßgeschneiderte Lösungen.

PLAY 2020

Ready for PLAY


Das Programm für das diesjährige kostenlose PLAY – Creative Gaming Festival zum Thema »Exploring Borders« steht: Vom 4. bis 8. November 2020 lädt die Initiative Creative Gaming, die das PLAY Festival seit 2008 ausrichtet, Festivalbesucher*innen und Spielebegeisterte ein, Gameentwickler*innen online und vor Ort in Hamburg kennenzulernen, neue Spiele zu entdecken und selber aktiv zu werden. Internationale Gäste und Impulsgeber*innen sind unter anderem der Revoluzzer unter den Gamern, Paolo Pedercini, und Bo Ruberg mit einer neuen Veröffentlichung zum Thema queere Games-Entwickler*innen.

 

Paolo Pedercinis Spiele sind gesellschaftskritisch und radikal. Mal müssen die Spieler*innen einen Ölkonzern managen, eine Fastfood-Kette leiten, die Produktion von Handys überwachen oder sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vertuschen. Die Grenzen werden überschritten, stets wird eine andere Perspektive eingenommen, um den Missstand (spielerisch) zu erfahren. Der Gameentwickler mit italienischen Wurzeln lebt in Amerika und gibt in seinem Impuls einen Einblick in seine Arbeit. Bo Ruberg unterrichtet an der University of California und stellt bei PLAY20 ebenfalls in einem Impuls das Buch The Queer Games Avant-Garde: How LGBTQ Game Makers Are Reimagining the Medium of Video Games vor, ein Sammelband, in dem queere und trans* Spieleentwickler*innen zu Wort kommen.

 

 Artist Talks & Abendveranstaltungen

 

Im Artist Talk spricht Gamerin und Accessibility-Consultant Melanie Eilert, die aufgrund einer Muskelerkrankung im Rollstuhl sitzt, mit Christian Schiffer über das Thema barrierefreies Gaming. Es geht um die Darstellung von Menschen mit Behinderung in Videospielen und um den Zugang mit spezieller Hardware wie zum Beispiel dem Xbox Adaptive Controller, um überhaupt spielen zu können. Bei den Abendveranstaltungen ist der Superlevel-Gründer Fabu mit einem Call-In-Format zu Gast. Der Betreiber des Videospiel Podcasts Doomian lädt das Publikum ein, im Studio live anzurufen und mit ihm über Themen zu sprechen, die mit Spielen zu tun haben. Fabu wird begleitet von One Player Mode. Der Loop-Artist, der Videospielsoundtracks neu interpretiert, hat sich schon mehrmals erfolgreich in der Speakers‘ Corner des Festivals präsentiert und es in diesem Jahr auf die große PLAY Stage geschafft. Im Abendprogramm Live Random Play spielen die Spielejournalisten Florian Zandt und Daniel Ziegener Indie-Titel, die man sonst nie entdeckt hätte. Zusammen mit Lost Levels-Kollegin Christina Kutscher klicken sie sich an diesem Abend durch merkwürdige und unerwartet großartige Projekte. Das Publikum entscheidet, welche Neuentdeckung auf der Bühne gespielt wird.

 

Speakers‘ Corner & Ausstellung

 

Noch bis zum 26. Oktober 2020 können sich Interessierte für die Speakers‘ Corner bewerben, um eigene Themen, Ideen und Erfahrungen zum Thema digitale Spielekultur mit dem Festivalpublikum zu teilen. Kurzentschlossene haben auch noch während des Festivals die Möglichkeit, spontan teilzunehmen. Die sechs für den Creative Gaming Award nominierten Spiele stehen fest und werden in der Festivalzeit im Hamburger designxport nicht nur ausgestellt, sondern sind dort auch spielbar. Nominiert in der Kategorie »Most Creative Game Award« sind: Song of Bloom von Philipp Stollenmayer (Deutschland), Stilstand von Ida Hartmann (Dänemark) und The Almost Gone von Jeroen Janssen (Belgien). In der Kategorie »Most Innovative Newcomer Award« für das beste Nachwuchsprojekt gehen die Spiele Jessika von Seren Besorak (Deuschland), Marble Run vom Entwicklerteam No Time (Deutschland) und Archipelago von Shalev Moran (Dänemark) ins Rennen um den Creative Gaming Award. Die Award Ceremony wird am 7. November 2020 aus dem PLAY Studio im Fundus Theater | Theatre of Research in Hamburg übertragen.

 

Live-Adventure & Game Jam

 

Das von den Festivalmacher*innen entwickelte interaktive Live-Adventure Lost in PLAY wird am ersten Festivaltag gestartet. Das Publikum erhält jeweils morgens Rätsel, die bis zum Abend gelöst werden müssen. Das große Finale ist am 7. November um 20 Uhr. PLAY – Creative Gaming Festival und Gamecity Hamburg laden ab 6. November zum Game Jam ein. Festivalbesucher*innen und Spielebegeisterte mit ganz unterschiedlichen Talenten sind eingeladen, innerhalb von 48 Stunden ein neues Spiel zu entwickeln.

 

Workshops & Fortbildungen

 

Angeboten werden auch in diesem Jahr Workshops rund um das kreative Computerspielen und Game Design. Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene können an Onlineworkshops teilnehmen und zum Beispiel gemeinsam Achterbahnen in Minetest bauen, Filme in RecRoom drehen oder Textadventures in Twine programmieren. Oder sie besuchen das Festival am Samstag vor Ort im Hamburger Designxport oder Jugendinformationszentrum (JIZ) und bauen dort Controller oder entwickeln Point ’n’ Click Adventures und 2D-Spiele. Für Lehrkräfte und Multiplikator*innen gibt es Fortbildungen zum Thema Creative Gaming. Die Teilnahme an allen Workshops ist kostenfrei, eine Anmeldung über die Festivalwebsite ist erforderlich.

 

Festivalzugang

 

Über die PLAY-Website können verschiedene Kanäle in einem Menü aufgerufen werden. Dabei stehen die Channel 1 bis 5 für das PLAY Studio, PLAY on Stage, Labor, Machinima-Kino und für die Online-Ausstellung. Produktionsstandort, Sendezentrale und Festivalhub ist das Fundus Theater | Theatre of Research in Hamburg. Von hier aus werden Gespräche, Diskussionen und Impulsvorträge vorab aufgezeichnet oder live auf YouTube gestreamt. Für Festival-Feeling sorgt die speziell auf PLAY20 angepasste interaktive Variante des AMAZE./SPACE, eine für das diesjährige A MAZE. Festival in Berlin entwickelte digitale Plattform. Hier können sich die Avatare der Besucher*innen treffen, austauschen und gemeinsam das Festival erkunden. Die Bloggerin OddNina und der Podcaster Manuel Fritsch (Insert Moin) führen in der Festivalzeit durch das Programm.

 

 

 

 

Bilanz Filmfest

Bilanz


Mit dem Film Nomadland von Chloé Zhao und der Verleihung des Commerzbank Publikumspreises an den Dokumentarfilm Gunda von Victor Kossakovsky ist am Sonnabend das 28. FILMFEST HAMBURG nach zehn intensiven Festivaltagen zu Ende gegangen.
76 Filme in neun Sektionen, 13 Filme, die im Rahmen des Gastspiels der 17. dokumentarfilmwoche hamburg gezeigt wurden, über 200 Filmfest-Gäste – darunter der Publikumspreisträger Victor Kossakovsky, die Regisseur·innen Jasmila Žbanić, Oskar Roehler, Uberto Pasolini, Fanny Liatard & Jérémy Trouilh, die Schauspieler·innen Oliver Masucci, Jella Haase, Moritz Bleibtreu, Sebastian Blomberg, Marie Leuenberger und Matthias Brandt, 11 Veranstaltungen für akkreditierte Fachbesucher*innen im CinemaxX 3, das Sonderprogramm »Filmfest ums Eck« mit Filmen in den Stadtteilen, aufgezeichnete digitale Filmgespräche und Live-Gespräche in den Kinos: FILMFEST HAMBURG zieht auch in diesem Ausnahmejahr eine positive Bilanz.

 

Als erstes großes deutsches Publikumsfestival nach dem Lockdown fand das 28. FILMFEST HAMBURG in einer hybriden Form statt, mit Filmvorführungen in den Kinos und online. 13.690 Besucher·innen haben die Filme im Kino gesehen, das entspricht knapp einem Drittel der Vorjahresbesucherzahl. Bei einer Sitzplatzkapazität von nur 30 Prozent in den jeweiligen fünf Festivalkinos zeigt diese Zahl eine ungebrochene Begeisterung für das Festival in der Hansestadt und das bei lediglich der Hälfte der Filme im Vergleich zum Vorjahr. Festivalleiter Albert Wiederspiel: »Diese Zahl freut mich als Kinomensch sehr. Es beweist, dass sich das Hamburger Publikum nach Live-Kultur und gemeinsamen Kino- und Festivalerlebnissen sehnt und mit FILMFEST HAMBURG zaghaft die Rückkehr in die Kinosäle gewagt hat.«

Das digitale Filmangebot von STREAMFEST HAMBURG wurde von rund 2500 registrierten Usern genutzt, die Zahl der Filmleihen liegt bei rund 3000. In Abstimmung mit den Lizenzgebern konnten 50 Titel des Programms auf STREAMFEST HAMBURG vom jeweiligen Premierentermin bis Festivalende abgerufen werden. Aufgrund der Hygienevorschriften hatten sich die Festivalmacher·innen entschieden, die freibleibenden Kinositze in den digitalen Raum zu verlegen. Das Konzept wurde mit den Kinobetreibern abgestimmt und stellt durch die reduzierte Anzahl der Video-On-Demand-Tickets sicher, dass es als nachhaltiges Modell das Ökosystem von Vertrieb, Festivals und Kinoauswertung erhält. Neben den Filmen konnten die Festivalbesucher·innen die 11 Fachveranstaltungen streamen sowie die vorab aufgezeichneten Filmgespräche mit den Filmemacher·innen abrufen. »Es sind gerade diese digitalen Zusatzangebote, die wir auch in den kommenden Festivaljahren gerne beibehalten möchten«, so Albert Wiederspiel.

 

Das 29. FILMFEST HAMBURG findet vom 30. September bis 9. Oktober 2021 statt.

 

Spielerisch Grenzen überwinden

Spielerisch Grenzen überwinden


»Exploring Borders« ist das Thema des diesjährigen PLAY–CreativeGaming Festivals, das vom 4. bis 8. November 2020 als hybride und kostenlose Veranstaltungstattfindet.

 

Wo endet ein Spiel, wo beginnt die reale Welt? Welche Grenzziehungen sind für digitale Spiele unvermeidbar, welche gehören endlich abgeschafft? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Festivalausgabe. Es geht um Diversität in Spielen, um Barrierefreiheit und Zugänge, um die Grenzen des guten Geschmacks. Es geht um das Überwinden von Grenzen, um Gemeinschaft, Kommunikation und Zugehörigkeit. PLAY20 lädt die Festivalbesucher*innen ein, die Grenzen digitaler Spiele zu entdecken, zu vermessen und zu überschreiten–in diesem Jahr analog und digital.

 

»Schon vor der Corona-Krisestand das Thema für die diesjährige Ausgabe fest und wurde plötzlich auch für uns sehr konkret. Wir mussten selbst Grenzen überwinden und haben unsentschlossen, eine hybride Festivaledition durchzuführen mit ausgewählten physischen Angeboten vor Ort und einem umfangreichen Onlineprogramm, an dem die Festivalbesucher*innen fünf Tage lang von zu Hause aus mit Computer, Tablet oder Smartphone über verschiedene Kanäle teilnehmen können«, sagt Christiane Schwinge aus dem PLAY-Leitungsteam.

 

Produktionsstandort, Sendezentrale und Festivalhub ist das Fundus Theater | Theatre of Research in Hamburg. Von hier aus werden Diskussionen und Impulsvorträge vorab aufgezeichnet oder live auf YouTube gestreamt. Die Bloggerin OddNina und der Podcaster Manuel Fritsch(Insert Moin)führenin der Festivalzeit durch das Programm. Über die PLAY-Website können verschiedene Kanäle in einem Menü aufgerufen werden. Die bekannten Festivalangebote wie das Live-Programminklusive Eröffnung und Preisverleihung,die PLAY Couch mit Moderator Christian Schiffer, dieSpeakers‘ Corner, dasLabor und die kuratierte Ausstellung mit rund 20 Games zum Thema »Grenzen« wird es auch in diesem Jahr geben–überwiegend online.Für Festival-Feeling sorgt die speziell auf PLAY20 angepasste interaktive Variante des A MAZE./SPACE, eine für das diesjährige A MAZE. Festival in Berlin entwickelte digitale Plattform. Hier können sich die Avatare der Besucherinnen und Besucher treffen, austauschen und gemeinsam das Festival erkunden.

 

Physische Angebote gibt es mit einerAusstellung im Hamburger designxport: Hier werden die insgesamt sechs für die diesjährigen Creative Gaming Awards nominierten Spielepräsentiert. Der internationale Preis wird bereits zum sechsten Mal in den Kategorien »Most Creative Game Award« und »Most Innovative Newcomer Award« an das kreativste Projekt und an die beste Nachwuchsproduktion vergeben. Eine Fachjury entscheidet über die Gewinner*innen, die bei der Preisverleihung am 7. November 2020 bekannt gegeben werden. In diesem Jahr gab es 100 Einreichungen aus 25 Ländern. Außerdem werden in der Festivalzeit an Hamburger Schulen Workshops zum Thema stattfinden, deren Ergebnisse die teilnehmenden Gruppen dann in der virtuellen Speaker‘s Corner des Festivals präsentieren.

 

PLAY20 –Creative Gaming Festival ist eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e. V. und des jaf –Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e. V. in Kooperation mit spielbar.de, der Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zum Thema Computerspiele, der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und dem JIZ –Jugendinformationszentrum Hamburg (BSB), mit Unterstützung von der BürgerStiftung Hamburg, designxportund GamecityHamburg, in Zusammenarbeit mit dem FUNDUS THEATER.

Neustart fürs Kino

Neustart fürs Kino


FILMFEST HAMBURG zeigt auch in diesem besonderen Jahr ein internationales Programm, das die aktuellen Entwicklungen des Weltkinos abbildet, Neuentdeckungen und Unbekanntes präsentiert sowie Filme von den Festivals in Cannes, Venedig und Toronto in die Hansestadt holt, um so zu einem Neustart für das Kino beizutragen.

Mit 76 Filmen in neun Sektionen präsentiert FILMFEST HAMBURG in diesem Jahr ein konzentriertes Programm in den Festivalkinos Abaton, CinemaxX Dammtor, Metropolis, Passage und Studio-Kino. Alle Filme des Programms werden im Kino zu sehen sein. Um Besucher·innen die Teilnahme zu ermöglichen, werden bei ausgewählten Filmen die aufgrund der Hygienevorschriften freibleibenden Kinositze in den digitalen Raum verlegt. Das Konzept wurde mit den Kinobetreibern abgestimmt und stellt durch die reduzierte Anzahl der Video-On-Demand-Tickets sicher, dass es als nachhaltiges Modell das Ökosystem von Vertrieb, Festivals und Kinoauswertung erhält. In Abstimmung mit den Lizenzgebern können 50 Titel des Programms auf der in Kooperation mit festivalscope und shift72 entstandenen Plattform STREAMFEST HAMBURG ab dem jeweiligen Premierentermin bis Festivalende abgerufen werden. Im Kino und im Stream zu sehen sind auch einige Filme aus dem Programm der 17. dokumentarfilmwoche Hamburg, die in diesem Jahr bei FILMFEST HAMBURG zu Gast ist.

In Venedig wurde in der vergangenen Woche die Sektion »Orizzonti« mit dem griechischen Film Apples eröffnet. Der Debütfilm von Christos Nikou, dem ehemaligen Regieassistenten von Yorgos Lanthimos, wurde am Lido von der Kritik gefeiert und erzählt von einer eigenartigen Pandemie, die zu Gedächtnisverlust führt.

Nach Hamburg kommt auch Quo Vadis, Aida? von Jasmila Žbanić, der zuvor im Wettbewerb von Venedig sowie auf dem Filmfestival in Toronto zu sehen sein wird. Die bosnische Regisseurin hatte für ihr Debüt Esmas Geheimnis – Grbavica den Goldenen Bären der Berlinale erhalten und erzählt in ihrem neuen Film eine Familientragödie vor dem Hintergrund des Massakers in Srebrenica.

Der polnische Film Sweat vom schwedischen Regisseur Magnus von Horn gehörte in diesem Jahr zur Offiziellen Auswahl der Filmfestspiele von Cannes, die aufgrund der Pandemie nicht stattfinden konnten. Der Film über eine Instagram-Influencerin, der die reale Welt in Gestalt eines Stalkers zu nah kommt, feiert seine Deutschlandpremiere in der Hansestadt.

Der philippinische Filmemacher Lav Diaz war im vergangenen Jahr in Hamburg zu Gast und sein Werk wurde im Format »Gegenwartskino im Fokus« beleuchtet. Auch sein neuer Film Genus Pan ist bei FILMFEST HAMBURG zu sehen, ebenso wie die neuen Werke einiger anderer Größen des Weltkinos: darunter City Hall von Frederick Wiseman, Kajillionaire von Miranda July, Vergiftete Wahrheit von Todd Haynes und Never Gonna Snow Again von Małgorzata Szumowska.

Damit Publikum und Gäste von FILMFEST HAMBURG trotz Kontaktbeschränkungen nicht nur im Kinosaal zusammenkommen, wird es in diesem Jahr einen alternativen Treffpunkt unter freiem Himmel geben. Zwischen Abaton, CinemaxX Dammtor und Grand Elysée Hotel gelegen, bietet der Außenbereich der Turmbar auf der Moorweide einen zentralen Ort der Begegnung.

MICHEL Filmfest

MICHEL Programm


Sune kehrt nach Hamburg zurück: Nach der Premiere von Sune vs Sune im vergangenen Jahr kommt mit Sune – Bester Mann das zweite Abenteuer des schwedischen Regisseurs Jon Holmberg auf die Leinwand. Kleine und große Cineast·innen zwischen vier und 14 Jahren können sich beim 18. MICHEL Kinder und Jugend Filmfest vom 26. bis 29. September 2020 außerdem auf Filme aus Frankreich und Großbritannien sowie auf zwei neue Folgen der Pfefferkörner freuen.

»Auch in diesem besonderen Jahr, das erstmals kompakt an vier Tagen stattfindet, wird es in den Kinosälen und online ein kleines, feines MICHEL Kinder und Jugend Filmfest geben. Vieles wird wie immer sein: wir zeigen tolle Filme und zwei neue Abenteuer der Pfefferkörner. Auch die ›Reihe für Minis‹ wird es geben, wir stellen pädagogisches Begleitmaterial zu den Filmen zur Verfügung, und wir bieten einen Workshop vor Ort an, natürlich mit Abstand«, sagt MICHEL-Leiterin Ronja Niendorff.

Die MICHEL-Filme werden von Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 16 Jahren im Kinosaal vorgestellt, sie führen die Interviews mit den Gästen und leiten die Publikumsgespräche. Auch die MICHEL MOVIE KIDS sind wieder im Einsatz. Für ihre Radiosendung am 3. Oktober von 10 bis 11 Uhr auf TIDE 96.0 führen sie vorab Interviews mit den Regisseur·innen und stellen die aufgezeichneten Gespräche auch online bereit. Der MICHEL-Filmpreis wird in diesem Jahr ausgesetzt.

 

Da in diesem Jahr nicht alle Plätze in den Kinos belegt werden dürfen, können für die »Reihe für Minis« sowie für die Filme Perfekt 10 und Meine Familie und der Wolf zusätzlich Streamingtickets gekauft werden. Fast alle Filme werden in der Originalsprache gezeigt und live im Kinosaal eingesprochen, Perfekt 10 wird mit deutschen Untertiteln präsentiert.

 

Das MICHEL Kinder und Jugend Filmfest wurde 2003 von Festivalleiter Albert Wiederspiel gegründet und ist seitdem eine feste Programmsektion bei FILMFEST HAMBURG.

Festival-Experiment

Festival-Experiment mit Zukunft


Das viertägige VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival ist am 7. Juni 2020 mit der Vergabe des Publikumspreises an die Experience Gravity VR und einem Konzert in Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival zu Ende gegangen.

 

»Unser Experiment, mit VRHAM! VIRTUAL das Festival für internationale VR-Kunst in den virtuellen Raum zu verlegen, ist geglückt«, so Ulrich Schrauth. Der künstlerische Leiter freut sich über die positive Resonanz der nationalen und internationalen Gäste und über den großen Zuspruch. »Allein über 600 Registrierungen auf unserer Website für die Brillen-Rabatt-Aktion in Kooperation mit grover.com und DKB, für Steam-Codes und Freischaltungen, dazu kommen weit über 2000 Besucher*innen, die unsere Eröffnung am Donnerstag verfolgt haben. Hochgerechnet auf die vier Festivaltage gehen wir aktuell von über 20.000 Viewern auf unseren Kanälen inklusive Museum of Other Realities und Magenta VR aus“, sagt Ulrich Schrauth.

 

Der Publikumspreis für die beste Experience des künstlerischen Programms geht an Gravity VR von Fabito Rychter und Armir Admoni. Die beiden Künstler setzen sich mit dem Fallen auseinander und inszenieren es als ein friedliches Schweben in der Schwerelosigkeit. Der bereits bei der Eröffnung von einer internationalen Fachjury (Liz Rosenthal, Jesse Damiani, Kay Watson) vergebene VRHAMMY Award mit freundlicher Unterstützung der ZEIT-Stiftung geht an The Key von Celine Tricart. Eine lobende Erwähnung wurde für Daughters of Chibok von Joel ‘Kachi Benson ausgesprochen.

 

Highlights des Programms waren unter anderem der Artist Talk mit den Künstler*innen Michelle-Marie Letelier (The Bone), Christian Lemmerz (La Apparizione) und Michel Lemieux (iCarus), über die Möglichkeiten von VR-Kunst in Zeiten physischer Distanz. In Kooperation mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein wurden im Rahmen des Residency-Programms die Projekte Captured und The smallest of Worlds – a Social Landscape of collected Privacy vorgestellt. Die CyberRäuber haben Einblicke gegeben in ihre theatrale Installation CyberBallett. VRHAM! VIRTUAL endete am 7. Juni musikalisch: In Kooperation mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) und mit Unterstützung der NORDAKADEMIE-Stiftung wurde das Werk Tessellatum von Donnacha Denney live von Viola da Gamba-Spieler Liam Byrne zusammen mit den Musiker*innen Johanna Ruppert (Violine), Friedemann Slenczka (Viola), Simone Drescher (Violoncello) und Kristina Edin (Kontrabass) aus dem Festivalhub in das Museum of Other Realities und auf YouTube übertragen. Das aufgezeichnete VRHAM!-Konzert aus dem Oberhafen wird als eines von drei »Moondog-Konzerten« der Startschuss sein für den »Sommer der Möglichkeiten« des diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festivals.

 

Zahlreiche Partner haben die digitale Ausgabe des seit 2018 stattfindenden Festivals unterstützt. Ulrich Schrauth: »Mit VRHAM! VIRTUAL haben wir erfolgreich die wachsenden digitalen Möglichkeiten erforscht. Noch nie hat ein Festival mit Begegnung und sozialer Interaktion im virtuellen Raum stattgefunden. Wir haben mit dieser Ausgabe eine virtuelle Variante von VRHAM! –  inklusive einer von INVR.Space großartig gestalteten virtuellen Gleishalle –  kreiert, die mit uns weiter wachsen wird und uns die Chance eröffnet, bei allen kommenden Editionen neben der physischen Durchführung auch ein digitales VRHAM! Festival anzubieten.«

Die 18 Arbeiten aus dem künstlerischen Programm können noch bis zum 4. August 2020 im Museum of Other Realities und über die Magenta VR App erlebt werden.

 

Das vierte VRHAM Virtual Reality & Arts Festival findet als physisches Festival  voraussichtlich Anfang Juni 2021 im Hamburger Oberhafenquartier statt.