Unter dem Titel „Spanien und Deutschland – zwei Perspektiven auf den globalen Journalismus“ diskutieren die spanische Journalistin Rosa María Calaf und der deutsche Schriftsteller und Kulturkorrespondent Paul Ingendaay über die aktuellen Herausforderungen ihres Berufsstandes.
Wie lässt sich in einer von Beschleunigung und Desinformation geprägten Welt verantwortungsvoll berichten? Wie gelingt es, Fakten einzuordnen, Zusammenhänge zu erklären und als Brücke zwischen Kulturen und Gesellschaften zu wirken? Ausgehend von ihren unterschiedlichen Karrierewegen und Erfahrungen als Korrespondent:innen in vielen Ländern und Metropolen dieser Welt beleuchten beide, was kritischen Journalismus heute ausmacht und warum er unverzichtbar bleibt.
Rosa María Calaf, geboren 1945 in Barcelona, ist eine der prägendsten Stimmen des spanischen Journalismus. Als Korrespondentin für RTVE berichtete sie aus New York, Moskau, Buenos Aires und dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Mitbegründerin von TV3, u. a. ausgezeichnet mit dem Premio Ondas und dem Kreuz von Sant Jordi (2025), steht für eine einzigartige Verbindung von juristischer Expertise und leidenschaftlichem investigativem Journalismus.
Paul Ingendaay, geboren 1961 in Köln, ist Schriftsteller, Journalist und Literaturkritiker. Als langjähriger Redakteur und Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gestaltete er die Berichterstattung aus Spanien und weiteren europäischen Ländern mit. Als Autor mehrerer Romane und Mitherausgeber des Gesamtwerks von Patricia Highsmith vereint er journalistische Präzision mit literarischer Tiefe.
Die Veranstaltung findet mit deutscher Übersetzung statt, der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten unter: [email protected]
Feierlicher Abschluss des 36. Hamburger Nachwuchsfilmfestivals »abgedreht!« war die Preisverleihung am letzten Festivaltag in den zeise kinos. Insgesamt sechs Teams bzw. Einzelpersonen wurden ausgezeichnet oder lobend erwähnt, darunter der Film The Impossibility of Survival as a Woman von Charlotte Bierhaus (Gymnasium Dörpsweg). Der Publikumspreis geht an das freie Schüler*innen-Projekt Liebe Ella, von Laura Vanessa Schultz, Linnja Teistler, Victoria Ziemer und Fabian Kacperowski aus Norderstedt.
In The Impossibility of Survival as a Woman geht es um Statistiken rund um das Leben als Frau in unserer heutigen Gesellschaft. Die Filmemacherin Charlotte Bierhaus vom Hamburger Gymnasium Dörpsweg visualisiert die Aspekte sexuelle Gewalt, Femizide und Abtreibung in kurzen Clips. »Der Film«, so die Jury (Antonia Breidenbach, Schauspielerin; Katharina Paul, Talentförderung, MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein; Sandro Togonidze, Regisseur; Hendrikje Witt, Lehrerin und Kulturbeauftragte), »überzeugt durch seine klare Haltung und eine präzise, sorgfältige Recherche. Besonders hervorzuheben ist die kreative und eindrucksvolle Inszenierung, die das Thema nicht nur sichtbar macht, sondern emotional erfahrbar werden lässt.«
Ein weiterer Preis geht an den Film Home von Esa-Lu Lorenz, Nick Antonio Hempel, Camille Younan, Tobias Mader, Marcel S. Behrens und Anton Stein von der Hamburger Clipper Filmproduktion. Das freie Filmprojekt thematisiert Zugehörigkeit, Integration und Bürokratie. Die Filmexpert*innen lobten nicht nur die professionelle Umsetzung des Films, sondern auch die zurückhaltende und eindringliche Erzählweise. Den Filmschaffenden sei es gelungen, »sowohl die Leichtigkeit des Anfangs als auch die zunehmende Schwere der Situation spürbar zu machen.«
In ihrem freien Filmprojekt Tethered werfen Jonas Steinbach, Robin Wurbs und Mika Schliemann einen Blick in die ferne Zukunft, in der NeuroJack-Implantate zur Extrahierung von Erinnerungen eingesetzt werden. Die Jury lobte den Mut, einen Science-Fiction-Film zu realisieren: »Gerade vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen ist das Ergebnis bemerkenswert und zeugt von großer Leidenschaft und Innovationsgeist.«
Große Freude bei den Filmemacher*innen von Besser kein Popcorn: Die Jury war begeistert von dem Mystery-Kurzfilm, der im Rahmen des Ferienworkshops »Film Dir Einen« von den Schüler*innen Lia, Johanna, Maila, Nora, Felix und Myla umgesetzt wurde. Gelobt wurden vor allem die originelle Geschichte, die fantasievollen Kostüme und das stimmige, durchdachte Storytelling. »Der gezielte Einsatz von Technik und die überzeugenden schauspielerischen Leistungen tragen zu einem runden Gesamtwerk bei, das mit einem gelungenen Ende abschließt und das Publikum mit einem Lächeln entlässt.«
Neben den vier Hauptpreisen sprach die Jury noch eine lobende Erwähnung für den Dokumentarfilm Ein neues Leben von Venus Hemmat aus. Der Film entstand während eines Praktikums an der Jangdaehyun-Schule für nordkoreanische Flüchtlingskinder in Busan. »Ein berührender, kurzer Film und ein guter Überblick über die Situation und den Schulalltag vor Ort«, heißt es in der Jurybegründung.
Das Publikum hat für den Film Liebe Ella gestimmt, ein freies Schüler*innen-Projekt über Freundschaft, Trauer und Erinnerung, das Laura Vanessa Schultz, Linnja Teistler, Victoria Ziemer und Fabian Kacperowski aus Norderstedt in den Sommerferien in Dänemark gedreht haben. Das Filmteam hat sich beim Jugend-Film-Fest Schleswig-Holstein kennengelernt.
Nach der 36. Ausgabe des sehr gut besuchten Hamburger Nachwuchsfilmfestivals abgedreht! ziehen die Festivalleiterinnen Carina Steffen-Schwering und Christina Metzler eine positive Bilanz: »Wir gratulieren den ausgezeichneten Filmteams sehr herzlich. Um den Filmnachwuchs müssen wir uns keine Sorgen machen. In den 49 Filmen werden ernste und humorvolle Themen reflektiert, alle Teams beweisen eine große Leidenschaft für den Film, experimentieren mit den unterschiedlichsten Genres und haben uns und das Publikum mit ihrer Kreativität überzeugt.«
abgedreht! wird veranstaltet vom jaf- Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V. und vom Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ)/ Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BFSB). Weitere Unterstützer sind das Mediennetz Hamburg e.V., das up-and-coming Internationale Film Festival Hannover und die zeise kinos.
Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde das traditionsreiche Hamburger Nachwuchsfilmfestival abgedreht! 2026 mit dem Prädikat »Faires Festival« ausgezeichnet, einer bundesweiten Anerkennung für faire Arbeitsbedingungen auf Grundlage einer anonymen Befragung von Festivalmitarbeitenden durch die AG Festivalarbeit in ver.di.
Vom 18. bis 21. November 2026 lädt das PLAY – Creative Gaming Festival erneut ins urbaneo – Junges Architektur Zentrum ein. An diesem und noch weiteren Orten in Hamburg dürfen sich die Besucher*innen schon jetzt auf ein vielfältiges Programm aus interaktiven Ausstellungen, Talks, Workshops, Fortbildungen und Shows freuen. Alle Angebote sind kostenfrei.
Das PLAY – Creative Gaming Festival vereint seit 2008 digitale Spiele mit Medienkunst, Bildung und gesellschaftlichem Diskurs. 2025 verzeichnete das Festival rund 6.000 Besucher*innen vor Ort in Hamburg sowie knapp 27.000 online. Auch in diesem Jahr wird das Programm live via Twitch gestreamt, sodass eine Teilnahme sowohl digital als auch vor Ort möglich ist.
Das PLAY – Creative Gaming Festival ist eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e. V. und des jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e. V. Gefördert durch den Projektfonds Medien und Bildung Hamburg, die BürgerStiftung Hamburg, das Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ) der BSFB, die Haerlin Stiftung, Gamecity Hamburg. Unterstützt von: Urbaneo – Junges Architektur Zentrum, Kurzfilm Agentur Hamburg, New Work SE / XING, Indie Treff e. V., FUNDUS THEATER | Forschungstheater, KUTI-Spiele. Gesponsert durch siebold/hamburg messebau GmbH und Fritz Kola.
Zehn aufstrebende Schauspielerinnen und Schauspieler aus ganz Europa nehmen im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin am renommierten Nachwuchsprogramm von European Film Promotion (EFP) teil.
Die zehn ausgezeichneten European Shooting Stars erwartet während der Berlinale ein viertägiges Programm mit Networking-Formaten, Branchentreffen und Presseterminen – darunter der International Press Day am 15. Februar. Zu den weiteren Höhepunkten zählen der öffentliche Auftritt der European Shooting Stars am 16. Februar von 13:00 bis 15:00 Uhr im Berlinale Hub, moderiert von Aminata Belli, sowie der feierliche Moment auf dem roten Teppich und die offizielle Begrüßung im Berlinale Palast. Den Abschluss bildet die Verleihung der Shooting Stars Awards im Rahmen des EFP-Galadinners.
Das Programm EUROPEAN SHOOTING STARS stärkt gezielt die internationale Sichtbarkeit der ausgewählten Talente, vernetzt sie mit zentralen Entscheiderinnen und Entscheidern der Branche und stellt ihr Potenzial zu einem entscheidenden Zeitpunkt ihrer Karriere in den Fokus.
Die European Shooting Stars 2026 sind: Fatlume Bunjaku (Albanien), Lucas Englander (Österreich), Violet Braeckman (Belgien), Salif Cissé (Frankreich), Enno Trebs (Deutschland), Danielle Galligan (Irland), Tecla Insolia (Italien), Joes Brauers (Niederlande), Sofia Tjelta Sydness (Norwegen) und Cleo Diára (Portugal).
Seit 29 Jahren gilt EUROPEAN SHOOTING STARS als wichtiges Sprungbrett für internationale Karrieren. Zu den ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen unter anderem Asta Kamma August, Suzy Bemba, Leonie Benesch, Valentina Bellè, Thibaud Dooms, Clare Dunne, August Diehl, Matilda De Angelis, Cécile de France, Seidi Haarla, Éanna Hardwicke, George MacKay, Joely Mbundu, Carey Mulligan, Benedetta Porcaroli, Riz Ahmed, Alba Rohrwacher, Ella Rumpf, Bill Skarsgård, Katharina Stark, Vic Carmen Sonne, Anamaria Vartolomei, die Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander, Luna Wedler sowie Maisie Williams.
Mit der Preisverleihung des Deutschen Nachwuchsfilmpreises, des Bundes-Schülerfilm-Preises (FILMKOMET) sowie des up-and coming International Film Awards ist heute das 18. up-and-coming Int. Film Festival Hannover zu Ende gegangen. Insgesamt sieben Filmteams wurden mit Preisen bedacht, darunter Enno Wronka und Joscha Bär von der IGS Kastellstraße in Wiesbaden, die für ihren Film Under Pressure den mit 2.000 Euro dotierten und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gestifteten Bundes-Schüler-Filmpreis gewonnen haben.
Mit dem Bundes-Schülerfilm-Preis (FILMKOMET) wird eine herausragende filmische Arbeit von bis zu 19-jährigen Filmschaffenden gewürdigt. In ihrem Film Under Pressure (Regie und Drehbuch: Enno Wronka, Joscha Bär) thematisieren Jugendliche der 10. Klasse an der IGS Kastellstraße in Wiesbaden Gruppenzugehörigkeit, Unsicherheiten und Druck. Die Jury (Laura Fischer, Regisseurin und Produzentin; Jochen Alexander Freydank, Regisseur; Seneit Debese Geschäftsführerin von Greta & Starks; Jonathan Berlin, Schauspieler und Regisseur; Klara Lange, Schauspielerin) war von der kreativen Umsetzung des Projektes und dem Teamgeist der Crew beeindruckt: »Dieser Film hat das Potenzial, eine positive Wirkung auf seine Altersgenoss*innen und die gesamte Gemeinschaft zu entfalten: Seid empathisch. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, eine unterstützende und inklusive Umgebung zu schaffen, in der jeder gehört und akzeptiert wird.«
Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für den Film Romnja Rangers aus. Die Schüler*innen Jana Beganovic, Jelena Beganovic, Gabi Asanovic, Zlata Stefanovic, Samira Stefanovic, Petra Smailovic aus Hamburg thematisieren in ihrem freien Filmprojekt mit viel Fantasie und Girlpower, betreut u.a. von Karola e.V., ihre eigenen Diskriminierungserfahrungen. »Der Film vermittelt, wie wir Rassismus aktiv begegnen können, und zeigt, dass wir durch Gemeinschaft Superkräfte erlangen, die uns helfen, uns selbst zu empowern.«
Den Deutschen Nachwuchsfilmpreis hat der Film Apocalíptica (Regie: Diego Oliva Tejeda; Drehbuch: Lukas März & Karla Cristóbal), gewonnen, der an HFF München entstanden ist und über eine junge Frau erzählt, die von einem Militärputsch in ihrem Heimatland erfährt und in einer Nacht voller Angst und Ohnmacht versucht, ihre Familie zu erreichen. Für die Jury ist dieser an der Hochschule für Film und Fernsehen München entstandene Kurzfilm »...ein großer Film, in dem wir aus sehr persönlicher Sicht die Angst zweier Frauen erleben. Er wirft ein Licht auf eine scheinbar isolierte Welt in unserer doch so vernetzten Zeit. Er wirft ein Licht auf Menschen fern der Heimat. Wir erleben hautnah und hochemotional, was es heißt, wenn Demokratie und demokratische Strukturen zerbrechen. Dieser Film besticht durch das beeindruckende Schauspiel zweier Frauen unterschiedlicher Generationen. Visualität und Schauspiel bilden eine gelungene Einheit.«
Ebenfalls mit dem Deutschen Nachwuchsfilmpreis ausgezeichnet wurde Kirschen essen (Regie Nandi Nastasja; Drehbuch: Emma Holzapfel, Nandi Nastasja; Filmakademie Baden-Württemberg, Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg) über eine junge Jurastudentin, die seit einem Kindheitsmissbrauch keine Nähe mehr zulassen kann. Der Film wirft Fragen über Schuld, Vergebung und Rache auf. Die Hauptrolle spielt Jule Hermann, die die Jury begeistert hat: »Zart und voller Power spielt die Hauptdarstellerin, sodass man keinen Moment verpassen und ihrer Figur die Last von den Schultern nehmen will. Ein Film, der das Schweigen über pädophilen Missbrauch bricht und über den Willen, sich die Entscheidungsmacht über sein Leben wieder zurückzuholen!«
Ein weiterer Deutscher Nachwuchsfilmpreis geht an den Film Schweden von Nik Azad über Behördenirrsinn und Lebensläufe. In der Jurybegründung heißt es zu dem an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf produzierten Film: »Kurzweilig, ideenreich und originell überrascht uns der Gewinnerfilm mit unerwarteten Wendungen und tiefen Reflexionen über das Leben. Diese Komödie spielt mit einem Augenzwinkern und einem zärtlichen Blick mit unseren deutschen Tugenden. Ein Film, der uns zwischen Stempel, Akten und Drucker über die Absurdität des Lebens, des Sterbens bzw. des After-Lifes lachen lässt.«
Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis wird dreimal gleichwertig vergeben und ist mit je 2000 Euro dotiert, die vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich erhalten die Preisträger*innen eine einjährige Mitgliedschaft im Bundesverband Regie (BVR) sowie einjährige Produzent*innen-Patenschaft. Die Paten sind in diesem Jahr: Fabian Döring (PINK FOX STORYHOUSE), Hüseyin Tabak (Regisseur) sowie Svenja Vanhoefer (REBELLE Film).
Die Jury sprach zusätzlich zwei lobende Erwähnungen aus. Der Film R 52.9, Pain unspecified (Regie und Drehbuch: Lili Henrike Knickenberg, Amélie Charlotte Gentsch, Christin Gutwasser; Hochschule Flensburg) über Menstruationsschmerz »arbeitet auf experimentelle Weise mit kraftvollen Bildern, innovativem Schnitt und eindrucksvollem Ton, um ein Gefühl sichtbar zu machen.«
Im Film Einer von euch (Regie: Amos Ostermeier; Drehbuch: Carlos Gerner; HFF München) geht es um toxische Männlichkeit, Einengung und Entfaltung: »Mit austariertem Gespür für Zwischentöne wird hier gezeigt, wie subtil, aber tiefgreifend jene Machtstrukturen sind, die junge Menschen dazu zwingen, sich zu verstellen und zu verleugnen.«
Der up-and-coming international Film Award wird ebenfalls dreimal gleichwertig vergeben und geht an den brasilianischen Film Hide and Seek von Vitória Vasconcellos, ein auf 16-mm-gedrehtes Porträt aus der Ich-Perspektive über Schwesternschaft und Überleben unter den restriktiven Abtreibungsgesetzen Brasiliens. Es sei ein stimmiger Film mit einer einzigartigen Perspektive, so die Jury: »Durch seinen fast dokumentarischen Stil und das großartige, feinfühlige Schauspiel der Frauen vermittelt der Film dem Zuschauer das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein… Dieses mutige Kunstwerk thematisiert implizit die Dringlichkeit der Frauenrechte und die Gefahren, die entstehen, wenn diese Rechte verweigert werden. Es ist unverzichtbar für die Selbstbestimmung, Gesundheit und Integrität von Frauen weltweit.«
Ein weiterer Film Award geht an den spanischen Kurzfilm Now and Then von Iván Melguizo, »eine Komödie als Hymne an die Zweisamkeit und neue Chancen.« In der Jurybegründung heißt es weiter: »Dieser Film zeichnet mit feinem und unglaublich unterhaltsamem Blick den Kreislauf einer Beziehung nach – mit all den zarten, schmerzhaften und widersprüchlichen Momenten, die dazwischen liegen. Der präzise Rhythmus und der klug gesetzte Schnitt verleihen dem Film eine fließende, fast musikalische Dynamik, die Nähe, Distanz und Wandel in kürzester Zeit greifbar macht. Die beiden Schauspielenden tanzen dabei beeindruckend leichtfüßig auf dem Parkett einer Liebe in all ihren Facetten, von leuchtender Anziehung bis zu leiser Entfremdung.«
Ausgezeichnet mit einem Film Award wurde auch When the Petals Fall von Ka Hin Tsoi aus Hong Kong in dem ein alter Mann darum kämpft, sein brutales Geheimnis zu verbergen, während ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft immer näher in sein Leben rückt. Für die Jury ist der Film ein Meisterwerk: »Der Film bringt uns die Innenwelt eines alten Mannes näher, der mit der dunkelsten Seite seiner Persönlichkeit zu kämpfen hat. Wir betreten diese Welt durch die Augen eines kleinen Jungen. Mit großem Einfühlungsvermögen begleitet der Film seine Protagonisten. Wir sehen verschiedene Generationen, und der Film wird von den herausragenden Leistungen seiner Darsteller getragen. Die einfühlsame, fast lyrische Kameraführung gibt dem Publikum genügend Raum, um sich diesen Protagonisten anzunähern. Dieser Film erzeugt eine unglaubliche Spannung, ohne auf Effekte zu setzen. Er vertraut seiner Geschichte und seinen Darstellern. Er urteilt nicht, obwohl er sich mit einem äußerst sensiblen Thema befasst.«
Eine lobende Erwähnung sprach die Jury außerdem für den Film Sweet Heist (Regie Ali Kisitu, Drehbuch: Ali Kisitu, Isaac Muwonge) aus Uganda aus. Für die Jury sei dieser Kurzfilm »ein Geschenk über die pure Freude am Filmemachen trotz aller Widerstände.«
Allee Preisträger*nnen des undotierten up-and-coming International Film Awards werden in die internationale Masterclassfilm aufgenommen. In digitalen Workshops werden die Talente unter anderem in Scriptwriting und Internationale Co-Produktionen gecoacht und miteinander vernetzt.«
Festivalleiter Burkhard Inhülsen: »Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger*innen. Wir haben in den vergangenen fünf Tagen 81 berührende, emotionale, spannende Filme von jungen Talenten gesehen, die in unterschiedlichen Kontexten entstanden sind und uns alle mit ihrer Kreativität und den Geschichten überzeugt haben. Viele nationale und internationale Filmschaffende sind nach Hannover gereist und konnten sich vernetzen. Gespannt sind wir auch auf die Filme, die in diesem Jahr bei der Drehbuchklasse Deutschland entwickelt wurden. Zehn Schüler*innen haben teilgenommen. Es gibt sie, die jungen Filmtalente, und wir sind stolz, ihnen mit unserem Festival eine Sichtbarkeit zu geben. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe von up-and-coming 2027.«
Über das Festival
Seit 1982 gibt das up-and-coming Int. Film Festival Hannover einer jungen Generation von Filmemacher*innen eine erste Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival gehört zu den führenden künstlerischen Nachwuchs-Filmfestivals und ist ein Ort des Austauschs und der Vernetzung für Filmschaffende aus aller Welt. Als kultureller Bundeswettbewerb wird up-and-coming vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Das Bundesministerium stiftet auch alle Preisgelder. Weitere Förderer des Festivals sind die nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover. Weitere Partner sind: casting network, Bundesverband Regie (BVR), Produktionsallianz, Deutscher Drehbuchverband (DDV), jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., Kino im Künstlerhaus und Künstlerhaus Hannover.
Foto: Alex Martin
Das PLAY – Creative Gaming Festival hat am Samstagabend seine diesjährigen Preise vergeben. Der Most Creative Game Award 2025 geht an »Scriptorium: Master of Manuscripts« vom Studio Yaza Games aus Polen. Die Installation »Aurora Sensoria« von Multimedia-Designerin Lea Schroth aus Halle (Saale) wurde von den Festivalbesucher*innen mit dem Audience Award ausgezeichnet.
Eine Expertinnen-Jury (Senta Gohr, Gamecity Hamburg; Hannah, Young PLAY; Christina Kutscher, Dozentin & Journalistin; Sven Ahlgrimm, Game Designer; Su-Jin Song, Cologne Game Lab) würdigte »Scriptorium: Master of Manuscripts« als ein Werk, das auf außergewöhnliche Weise kreatives Erzählen, historische Ästhetik und spielerisches Humorverständnis verbindet. Das Game lasse Spielerinnen zu Illustrator*innen mittelalterlicher Manuskripte werden und öffne damit einen Raum, in dem künstlerisches Handwerk und interaktives Design auf besondere Weise verschmelzen.
Der Audience Award ging an »Aurora Sensoria«, eine immersive Installation, die Besucher*innen dazu einlädt, die Welt aus der Perspektive einer Qualle zu erleben. Das leuchtende Farbspiel entpuppt sich als Ausdruck von Druck und Stress – ein Setting, das ein eindrucksvolles und poetisches Nachdenken über Wahrnehmung, Empfindung und Umweltreize ermöglicht.
Festivalrückblick: Vier Tage im Zeichen von »Take Care«
Unter dem Festivalmotto »Take Care« verwandelte sich die Hamburger HafenCity vom 12. bis 15. November 2025 in einen lebendigen Treffpunkt für kreative digitale Spielkultur. An den neuen Festivalstandorten urbaneo – Junges Architektur Zentrum und New Work erlebten die Besucher*innen interaktive Ausstellungen, Talks, Workshops, Shows und offene Mitmachformate – kostenfrei und für alle zugänglich.
Insgesamt waren über 40 Werke aus 17 Ländern zu sehen, darunter die fünf Award-Nominierten, internationale Produktionen, Hamburger Indies, Werke lokaler Games-Schulen sowie eine kuratierte Sonderausstellung des Jugendteams Young PLAY. Die zentrale Ausstellung zum Motto »Take Care« beleuchtete Fürsorge in all ihren Facetten: von globaler Verantwortung über gemeinschaftliches Überleben bis zu persönlicher Achtsamkeit.
Das Diskursprogramm setzte Akzente zu aktuellen Themen der Gameskultur – etwa in den Talks »Kapitalismuskritik in Spielen« (Christina Kutscher & Eric Jannot) und »Take Care?! – Verantwortung und Sorgearbeit im Spiel« (moderiert von Nora Beyer). Workshops thematisierten spielbasierte Lösungen für globale Herausforderungen und nutzten Games, um Diskriminierung sichtbar zu machen und kritisches Denken zu fördern.
Große Resonanz erhielten der Game Jam des Young PLAY-Programms, das Straßen-Spiel Snake für alle, die offenen Austauschformate Stand der Dinge, die Speakers’ Corner, der Hamburger Indie Treff und das FLINTA Games Meetup* von Gamecity Hamburg.
Young PLAY gestaltet Festival aktiv mit
Zum dritten Mal wurde PLAY durch das Jugendteam Young PLAY mitgestaltet. Jugendliche entwickelten Programmpunkte mit, produzierten eine eigene Ausstellung und brachten damit ihre Perspektiven sichtbar ins Festival ein – ein Kernanliegen von PLAY, das digitale Spielkultur seit 2008 mit Medienkunst, Bildung und gesellschaftlichem Diskurs verbindet.
PLAY25 ist eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e. V. und des jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e. V. Gefördert durch den Projektfonds Medien und Bildung Hamburg, die BürgerStiftung Hamburg, das Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ) der BSFB, die Haerlin Stiftung, Gamecity Hamburg. Unterstützt von: Urbaneo – Junges Architektur Zentrum, Kurzfilm Agentur Hamburg, New Work SE / XING, Indie Treff e. V., FUNDUS THEATER | Forschungstheater, KUTI-Spiele. Gesponsert durch siebold/hamburg messebau GmbH und Fritz Kola.
Foto: Miguel Ferraz Araújo
European Film Promotion (EFP) hat die Jury für die European Shooting Stars 2026 bekannt gegeben. Fünf international profilierte Persönlichkeiten aus Regie, Produktion, Casting, Schauspiel und Filmkritik wählen in diesem Jahr jene zehn Nachwuchstalente aus, die im Februar während der Berlinale als European Shooting Stars geehrt werden. Das Programm wird durch Creative Europe MEDIA der Europäischen Union unterstützt.
Der Regisseur Danis Tanović, Oscar Preisträger für No Mans Land, prägt mit sozial engagierten Filmen wie An Episode in the Life of an Iron Picker und Death in Sarajevo seit vielen Jahren das europäische Kino. Danica Ćurčić, Shooting Star von 2014, hat sich mit Rollen in The Chestnut Man, Secrets We Keep und Silent Heart international etabliert. Der belgische Produzent Jacques Henri Bronckart verantwortet mehr als hundert Filme und Serien, die regelmäßig bei führenden Festivals vertreten sind. Die portugiesische Casting Direktorin und Filmemacherin Jo Monteiro bringt umfassende internationale Erfahrung aus Film und Serienproduktionen ein. Die in London lebende Kritikerin und Moderatorin Leila Latif schreibt für führende Medien wie Total Film, The Guardian und Sight and Sound und ist als Expertin im BBC Programm präsent.
Die ausgewählten European Shooting Stars 2026 werden Mitte Dezember vorgestellt. Während der Berlinale erwartet die Talente ein viertägiges Programm mit Industriegesprächen, Presseformaten, der Verleihung des European Shooting Stars Award und einem Auftritt im Berlinale Palast.
Seit fast drei Jahrzehnten vernetzt das Programm herausragende junge Schauspielerinnen und Schauspieler aus ganz Europa mit der internationalen Filmbranche und setzt Impulse für die Zukunft des europäischen Kinos. Die Ausgabe 2026 wird durch Creative Europe MEDIA sowie durch Partner wie die MOIN Filmfoerderung Hamburg Schleswig Holstein und Hessen Film und Medien unterstützt.
Das Instituto Cervantes präsentiert den Film Chinas im Rahmen der diesjährigen »Iberoamerikanischen und karibischen Filmwoche« als Teil des »Lateinamerika und Karibik Herbstfestivals«. Es ist einer von insgesamt acht Filmen, die vom 7. bis 13 November im 3001 Kino gezeigt werden.
Der spanische Film Chinas von Regisseurin Arantxa Echevarría (11.11., 19 Uhr) erzählt eindrucksvoll vom Leben der chinesischen Community in Spanien. Im Mittelpunkt stehen drei Familien, die in Madrid zu Hause sind. Es ist ein Film über Identität, Zugehörigkeit und das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen. Regisseurin Arantxa Echevarría beschreibt ihren Film als »eine Geschichte über Identität und Zugehörigkeit innerhalb der chinesischen Gemeinschaft, die in unserem Land lebt«. Besonders Jugendliche stehen laut Echevarría im Spannungsfeld zwischen Integration und Selbstfindung: »In der Pubertät wollen wir dazugehören – gerade dann, wenn wir besonders verletzlich sind«, erklärt sie. »Diese zweite Generation von Einwanderern befindet sich in einer sehr komplexen Lage: Sie fühlen sich als Spanier*innen und zugleich als Teil einer ganz anderen Kultur.«
Das Festivalprogramm vereint erneut preisgekrönte Produktionen mit filmischen Neuentdeckungen, mutig im Thema, originell in der Form, verbunden durch eine gemeinsame Sprache und ähnliche Geschichten.
Insgesamt werden acht Filme aus Peru, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Spanien, Portugal, Uruguay und Panama gezeigt. Neben Chinas erwarten das Publikum u.a. die Komödien Donaire y Esplendor (13.11., 19 Uhr) und Para mi ex (12.11., 19 Uhr), das Biopic Salgueiro Maia – Der Beteiligte (10.11., 19 Uhr) über eine zentrale Figur der portugiesischen Nelkenrevolution, sowie der Dokumentarfilm El gigante dormido / The Sleeping Giant (9.11., 19 Uhr) über zwei ehemalige FARC-Kommandanten, die nach Jahrzehnten des bewaffneten Konflikts einen Weg zurück in die kolumbianische Gesellschaft suchen.
Eröffnet wird die Kinowoche am 7. November um 19 Uhr mit dem mehrfach ausgezeichneten Debütfilm Milonga von Laura González. Erzählt wird die Geschichte von Rosa, die noch immer nach den Regeln ihres verstorbenen Ehemannes lebt, bis sie Juan trifft, einen leidenschaftlichen Tangotänzer, mit dem sie sich auf eine Reise der Selbstentdeckung begibt.
Das vollständige Programm finden Sie auf den Webseiten des Instituto Cervantes und des 3001 Kinos.
Über die Filmwoche
Die »Iberoamerikanische und karibische Filmwoche« findet im Rahmen des »Lateinamerika und Karibik Herbstfestivals« (06. 09. - 22. 11. 2025) vom 7. bis 13. November 2025 im Hamburger 3001 Kino statt. Sie wird von der EU-LAC präsentiert und vom Instituto Cervantes Hamburg und der Konsulargruppe Ibero-Lateinamerika und Karibik organisiert.
Im Rahmen seines Herbstprogramms lädt das Instituto Cervantes Hamburg am Donnerstag, den 16. Oktober 2025 um 19 Uhr zu einer Lesung ins Chilehaus ein: Der international renommierte Historiker Julián Casanova (Universität Zaragoza) stellt im Gespräch mit der Historikerin Anna-Catharina Hofmann (Universität Halle) seine neue Biografie »Franco« vor.
Mit seinem neuen Buch legt Julián Casanova eine aktuelle Biografie über den spanischen Diktator Francisco Franco vor, die historische Forschung, politische Einordnung und erzählerische Klarheit vereint. Im Zentrum stehen dabei nicht nur Francos
jahrzehntelanger Machterhalt durch militärische Kontrolle und ideologische Anpassungsfähigkeit, sondern auch die Rolle der katholischen Kirche bei der Stabilisierung und Legitimation seines Regimes. Casanova zeigt die enge Verflechtung von religiöser Autorität und politischer Macht im sogenannten Nationalkatholizismus, der das Spanien des 20. Jahrhunderts nachhaltig prägte.
Im Gespräch mit Anna-Catharina Hofmann, Expertin für den Vergleich europäischer Diktaturen, werden darüber hinaus zentrale Fragen thematisiert, die auch für ein deutsches Publikum hochaktuell sind:
Casanovas Werk ist ein eindringliches Plädoyer für eine kritische Auseinandersetzung mit autoritären Vergangenheiten und gewinnt angesichts aktueller antidemokratischer Strömungen und eines erstarkenden Rechtsradikalismus in Europa neue Brisanz.
Julián Casanova, geboren 1956 in Valdealgorfa (Spanien), ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Zaragoza. Er gilt als einer der bedeutendsten Kenner des spanischen Bürgerkriegs, des Franquismus und autoritärer Regime im Europa des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher erscheinen in zahlreichen Sprachen. Er war Gastprofessor an internationalen Hochschulen, u. a. an der Central European University (Budapest) und der University of Chicago, und ist ein gefragter Kommentator in internationalen Medien.
Die Veranstaltung findet mit deutscher Übersetzung statt, der Eintritt ist frei, um Voranmeldung unter [email protected], 040/530 205 290 wird gebeten.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung mit NDR Kultur-Moderatorin Julia Westlake sind am Abend vor dem Film Rental Family von Hikari im CinemaxX Dammtor die Preise des 33. FILMFEST HAMBURG vergeben worden. Mit rund 62.000 Besucher*innen inklusive Binnenalster Filmfest und den Gästen der erweiterten FILMFEST HAMBURG INDUSTRY DAYS zieht das Festival eine positive Bilanz und konnte das Vorjahresergebnis noch einmal um fünf Prozent steigern.
»Volle Kinosäle, internationale Branchengäste bei unseren FILMFEST HAMBURG INDUSTRY DAYS und ein erfolgreicher ‚Tag des freien Eintritts‘: Ich bin wirklich überwältigt von unserem Publikum, unseren Gästen, den positiven Rückmeldungen – und dem Wetter! Was für zehn herzerwärmende Tage. Herzlichen Dank an alle, die diese Festival-Ausgabe so besonders gemacht haben.« sagt Festivalleiterin Malika Rabahallah.
Die Preise im Überblick:
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis Der Politische Film der Friedrich-Ebert-Stiftung geht an die Regisseurin Lana Daher für Do You Love Me (Frankreich, Libanon, Deutschland, Katar 2025). Mit dem NDR Nachwuchspreis (5000 Euro) für Langfilmdebüts ist der Regisseur Lloyd Lee Choi für seinen Film Lucky Lu (USA, Kanada 2025) ausgezeichnet worden. Der Preis der Filmkritik wird seit 2018 in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Filmkritik vergeben. Der Preis geht an den Film Second Victims von Zinnini Elkington (Dänemark 2025). Der mit 5.000 Euro dotierte FILMFEST HAMBURG PUBLIKUMSPREIS, gestiftet von der Hapag-Lloyd Stiftung für den Publikumsliebling des Festivals geht an 15 Liebesbeweise von Alice Douard.
Bereits am 1. Oktober sind die ersten Preise vergeben worden: Der Hamburg Producers Award Internationale Kino-KoPro ging an die Produzent*innen Georg Neubert, Katharina Weser und Jasper Wiedhöft (Reynard Films) für die internationale Koproduktion A Sad and Beautiful World (Regie: Cyril Aris; Drehbuch: Cyril Aris, Bane Fakih; Libanon, Deutschland USA). Der Gewinner des Hamburg Producers Award Deutsches Kino ist der Produzent Kirill Krasovski (Blue Monticola Film) für den Film Sehnsucht in Sangerhausen von Regisseur und Drehbuchautor Julian Radlmaier. Beide Preise sind mit je 25.000 Euro dotiert und werden von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt. Gewinner des Hamburg Producers Award Deutsche Fernsehfilme ist der Produzent Peter Hartwig (KINEO Film), für Polizei (Regie: Buket Alakuș; Drehbuch: Laila Stieler). Mit dem Hamburg Producers Award Deutsche Serien sind die Produzent*innen Kirstin Wille, Alexandra Bauermeister, Phil Laude und Ralph Schiller (DCM Pictures in Zusammenarbeit mit DiggiTales) für die Serie Almania (Regie: David Gruschka; Drehbuch: Thomas Mielmann, Phil Laude, Melina Natale, David Gruschka, Pejwak Ghasryani) ausgezeichnet worden. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 35.000 Euro wird von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) gestiftet.
Der mit 25.000 Euro dotierte Arthouse Cinema Award des internationalen Verbands der Filmkunsttheater C.I.C.A.E. geht an den deutschen Verleih Port au Prince Pictures für den Film The Secret Agent von Kleber Mendonça Filho. Die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein als Preisstifterin begleitet den Preis mit PR-Maßnahmen für die Herausbringung des Films.
(Jury: Verena von Stackelberg, Wolf Kino, Berlin; Aurel Graf, Arthouse Kinos, Zürich; Mustafa El Mesaoudi, Lichtblick Cinema, Immergutefilme Filmdistribution, Wuppertal)
Der mit 10.000 Euro dotierte und vom Hamburger Kinobetreiber Hans-Peter Jansen zur Verfügung gestellte MICHEL Filmpreis MAJA wurde am 2. Oktober von der MICHEL Jury an den Animationsfilm Geschichten aus dem Zaubergarten (Tschechien, Slowakei, Slowenien, Frankreich 2025; Regie: David Súkup, Patrik Pašš, Leon Vidmar, Jean-Claude Rozec) vergeben.
Mit dem undotierten Ehrenpreis, dem Douglas Sirk Preis, sind in diesem Jahr die belgischen Regisseure Jean-Pierre und Luc Dardenne ausgezeichnet worden, der diesjährige Albert Wiederspiel Preis in Höhe von 10.000 Euro und gestiftet von der Hapag-Lloyd Stiftung ging an die ukrainische Regisseurin Zhanna Ozirna für ihren Film Honeymoon.
Stars & Branchengäste & starke Industrie
Auf dem Roten Teppich begrüßten Malika Rabahallah und ihr Team insgesamt 814 Gäste aus 36 Ländern, darunter unter anderem die Regisseur*innen Jean-Pierre und Luc Dardenne, Akinola Davis Jr., Fatih Akin, Anne Émond, Ali Asgari, Cherien Dabis, Zinnini Elkington, Tarik Saleh, Rosanne Pel, Zhanna Orzina, Kate Beecroft, Till Endemann, Ferzan Özpetek, James Sweeney, Julia Ducournau und Kleber Mendonça Filho, sowie die Schauspieler*innen Trine Dyrholm, Nadia Melliti, Matthias Schweighöfer, Phil Laude, Anke Engelke, Ulrich Tukur, Johannes Hegemann, Luise Heyer, Katharina Wackernagel, Susanne Wolff, Maren Eggert, Verena Altenberger, Diane Kruger, Denis Moschitto, Laura Tonke, Dana Herfurth und Bjarne Mädel.
Erstmals waren die internationalen Formate European Work in Progress (EWIP) und der International Distribution Summit (IFDS) Teil der FILMFEST HAMBURG INDUSTRY DAYS. Gemeinsam mit der seit 2019 stattfindenden Explorer Konferenz und der nationalen Veranstaltungsreihe MADE IN GERMANY wurde die Industry-Plattform des Festivals weiter ausgebaut.
Malika Rabahallah: »Ein Festival steht immer auf zwei Beinen. Es geht um das Publikum, aber auch um die internationale Filmbranche. Uns ist es in diesem Jahr gelungen, mit rund 2.000 nationalen und internationalen Branchengästen, darunter Produzent*innen, Verleiher*innen, und Weltvertrieben, FILMFEST HAMBURG zu einem Ort der Vernetzung und des Austauschs zu machen. Ein wichtiger Schritt, das Festival zukünftig auch auf der internationalen Festivallandkarte zu verankern.«
FILMFEST HAMBURG wird gefördert und unterstützt von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg sowie von den treuen Hauptpartnern Deutsche Fernsehlotterie, Hapag-Lloyd Stiftung, Studio Hamburg Gruppe, Grand Elysée Hotel und dem Mobilitätspartner MOIA. Weitere Förderer sind die Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung, ARTE, der Hauptmedienpartner NDR sowie noch weitere 60 Partner, Förderer und Unterstützer. Seit letztem Jahr sind HaspaJoker sowie MUBI mit dabei, die ihr Engagement noch einmal erweitert haben.
Die 34. Ausgabe von FILMFEST HAMBURG findet vom 24. September bis 3. Oktober 2026 statt.
Mit fünf starken Stimmen der deutschen Filmszene besetzt das Festival seine diesjährige Jury: Jochen Alexander Freydank (Regisseur und Oscar-Preisträger), Klara Lange (Schauspielerin), Mira Thiel (Regisseurin und Drehbuchautorin), Seneit Debese (Gründerin und Geschäftsführerin von Greta&Starks) sowie Jonathan Berlin (Schauspieler und Regisseur) entscheiden über die Gewinner*innen des Deutschen Nachwuchsfilmpreises, des Bundes-Schülerfilm-Preises und des up-and-coming International Film Award.
Mit großem Engagement übernehmen die Branchenexpert*innen Fabian Döring (PINK FOX STORYHOUSE), Svenja Vanhoefer (REBELLE Film) und Hüseyin Tabak (epikfilm) die Produzent*innen-Patenschaft für die mit dem Deutschen Nachwuchsfilmpreis ausgezeichneten Preisträger*innen.
Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis wird drei Mal gleichwertig vergeben. Er ist mit einer einjährigen Produzent*innen-Patenschaft und einem Preisgeld von je 2000 Euro verbunden. Seit 2007 ist die Patenschaft fester Bestandteil des „Deutschen Nachwuchsfilmpreises“ und bietet den Talenten eine großartige Möglichkeit in den Austausch mit der Branche zu kommen.
„Ich erinnere mich gut daran, wie bereichernd solche Gespräche für mich waren. Umso mehr freue ich mich, meine Erfahrungen weitergeben zu können“, sagt Svenja Vanhoefer über ihre diesjährige Produzent*innen-Patenschaft.
Mit dem Bundes-Schülerfilm-Preis „FILMKOMET“ wird eine herausragende filmische Arbeit des Filmnachwuchses bis 19 Jahren gewürdigt. Auch dieser Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Mit dem up-and-coming International Film Award werden drei Filme aus dem internationalen Programm ausgezeichnet und die Preisträger*innen in die internationale Masterclassfilm aufgenommen.
Seit März sichtet das achtköpfige Kurator*innen-Team 3300 Einreichungen aus 116 Ländern und legt voraussichtlich Mitte Oktober die Nominierungen fest. Beim Festival sieht die Jury gemeinsam mit dem Publikum die Filme des Deutschen und des Internationalen Wettbewerbs. Neben den Screenings der Wettbewerbsfilme stehen Workshops, Coaching-Sessions mit Branchenexpert*innen und Werkstattgespräche mit Playern aus der Filmbranche auf dem Festivalprogramm.
Seit 1982 gibt das up-and-coming Int. Film Festival Hannover einer jungen Generation von Filmemacher*innen eine erste Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival gehört zu den führenden künstlerischen Nachwuchs-Filmfestivals und ist ein Ort des Austauschs und der Vernetzung für Filmschaffende aus aller Welt. Als kultureller Bundeswettbewerb wird up-and-coming vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. Das Bundesministerium stiftet auch alle Preisgelder. Weitere Förderer des Festivals sind die nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover. Weitere Partner sind: casting network, Bundesverband Regie (BVR), Produktionsallianz, Deutscher Drehbuchverband (BVR), jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e.V., Kino im Künstlerhaus und Künstlerhaus Hannover.
Weitere Infos über das Festival unter
Peetzen Kommunikation
Agentur für Film, Medien und Kultur
Helen Peetzen
Bogenstraße 43 | 20144 Hamburg
+49 40 43092104 | +49 179 1196515
