PLAY 25

PLAY 2025 - Preise & Abschluss


Das PLAY – Creative Gaming Festival hat am Samstagabend seine diesjährigen Preise vergeben. Der Most Creative Game Award 2025 geht an »Scriptorium: Master of Manuscripts« vom Studio Yaza Games aus Polen. Die Installation »Aurora Sensoria« von Multimedia-Designerin Lea Schroth aus Halle (Saale) wurde von den Festivalbesucher*innen mit dem Audience Award ausgezeichnet.

 

Eine Expertinnen-Jury (Senta Gohr, Gamecity Hamburg; Hannah, Young PLAY; Christina Kutscher, Dozentin & Journalistin; Sven Ahlgrimm, Game Designer; Su-Jin Song, Cologne Game Lab) würdigte »Scriptorium: Master of Manuscripts« als ein Werk, das auf außergewöhnliche Weise kreatives Erzählen, historische Ästhetik und spielerisches Humorverständnis verbindet. Das Game lasse Spielerinnen zu Illustrator*innen mittelalterlicher Manuskripte werden und öffne damit einen Raum, in dem künstlerisches Handwerk und interaktives Design auf besondere Weise verschmelzen.

 

Der Audience Award ging an »Aurora Sensoria«, eine immersive Installation, die Besucher*innen dazu einlädt, die Welt aus der Perspektive einer Qualle zu erleben. Das leuchtende Farbspiel entpuppt sich als Ausdruck von Druck und Stress – ein Setting, das ein eindrucksvolles und poetisches Nachdenken über Wahrnehmung, Empfindung und Umweltreize ermöglicht.

 

Festivalrückblick: Vier Tage im Zeichen von »Take Care«

 

Unter dem Festivalmotto »Take Care« verwandelte sich die Hamburger HafenCity vom 12. bis 15. November 2025 in einen lebendigen Treffpunkt für kreative digitale Spielkultur. An den neuen Festivalstandorten urbaneo – Junges Architektur Zentrum und New Work erlebten die Besucher*innen interaktive Ausstellungen, Talks, Workshops, Shows und offene Mitmachformate – kostenfrei und für alle zugänglich.

 

Insgesamt waren über 40 Werke aus 17 Ländern zu sehen, darunter die fünf Award-Nominierten, internationale Produktionen, Hamburger Indies, Werke lokaler Games-Schulen sowie eine kuratierte Sonderausstellung des Jugendteams Young PLAY. Die zentrale Ausstellung zum Motto »Take Care« beleuchtete Fürsorge in all ihren Facetten: von globaler Verantwortung über gemeinschaftliches Überleben bis zu persönlicher Achtsamkeit.

 

Das Diskursprogramm setzte Akzente zu aktuellen Themen der Gameskultur – etwa in den Talks »Kapitalismuskritik in Spielen« (Christina Kutscher & Eric Jannot) und »Take Care?! – Verantwortung und Sorgearbeit im Spiel« (moderiert von Nora Beyer). Workshops thematisierten spielbasierte Lösungen für globale Herausforderungen und nutzten Games, um Diskriminierung sichtbar zu machen und kritisches Denken zu fördern.

 

Große Resonanz erhielten der Game Jam des Young PLAY-Programms, das Straßen-Spiel Snake für alle, die offenen Austauschformate Stand der Dinge, die Speakers’ Corner, der Hamburger Indie Treff und das FLINTA Games Meetup* von Gamecity Hamburg.

 

Young PLAY gestaltet Festival aktiv mit

 

Zum dritten Mal wurde PLAY durch das Jugendteam Young PLAY mitgestaltet. Jugendliche entwickelten Programmpunkte mit, produzierten eine eigene Ausstellung und brachten damit ihre Perspektiven sichtbar ins Festival ein – ein Kernanliegen von PLAY, das digitale Spielkultur seit 2008 mit Medienkunst, Bildung und gesellschaftlichem Diskurs verbindet.

 

PLAY25 ist eine Veranstaltung der Initiative Creative Gaming e. V. und des jaf – Verein für medienpädagogische Praxis Hamburg e. V. Gefördert durch den Projektfonds Medien und Bildung Hamburg, die BürgerStiftung Hamburg, das Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ) der BSFB, die Haerlin Stiftung, Gamecity Hamburg. Unterstützt von: Urbaneo – Junges Architektur Zentrum, Kurzfilm Agentur Hamburg, New Work SE / XING, Indie Treff e. V., FUNDUS THEATER | Forschungstheater, KUTI-Spiele. Gesponsert durch siebold/hamburg messebau GmbH und Fritz Kola.

 

Foto: Miguel Ferraz Araújo